Mit Hearts of Iron 3 kehrt Paradox’ Hardcore-Strategiespiel an die Weltkriegsfronten zurück. Die Entwickler versprechen mehr Zugänglichkeit. Doch die war in unserer Preview-Version wohl noch deaktiviert.

Hearts of Iron 3 - Betaversion

Fünffacher Weltkrieg

Hearts of Iron 3 : Rund 15.000 Provinzen enthält Hearts of Iron 3, fünfmal mehr als sein Vorgänger. Die Zahl zeigt schon, wohin die Richtung geht: Die Weltkriegs-Simulation pfeift auf Gelegenheits-Strategen, wer hier Erfolg haben will, muss sich wirklich um alles kümmern. Das grundsätzliche Spielprinzip bleibt unberührt: In den Jahren rund um den Zweiten Weltkrieg (1936 bis 1948) übernehmen wir eine von 100 Nationen - in der Regel natürlich eine der Hauptkriegsparteien, etwa Deutschland, die USA oder Japan. Diplomatie, Innenpolitik, Wirtschaft und Forschung gehören in Hearts of Iron 3 ebenso zu unseren Aufgaben wie die Truppenführung. Dabei ist allein die schon enorm komplex.

Verwirrte KI

Hearts of Iron 3 : Statt zum Beispiel Flugzeugstaffel A einfach nach B zu schicken, will Hearts of Iron 3 ganz genau wissen, wie ihr Auftrag lautet. Aufklären? Verlegen? Eigene Träger schützen? Patrouillieren? Irgendwas transportieren? Konvoys abfangen? Ziel angreifen? Wir probieren Letzteres auf japanischer Seite, etwas nördlich von Hawaii, und verpassen prompt Pearl Harbor, weil unsere Flieger lieber erst zurück nach Tokio (!) wollen, danach Richtung amerikanisches Festland (!!). Erst als wir ein paar U-Boote vorsichtig gen Hawaii bugsieren, entdecken wir die ankernde US-Flotte und können ein konkretes Ziel vorgeben. Doch die Flieger-Wegfindung patzt erneut - sie scheint in der Beta-Version wohl noch nicht fertig zu sein.

Neue Funktionen

Hearts of Iron 3 : In der zweiten der vier Kampagnen von Hearts of Iron 3 klappt’s deutlich besser: Auf deutscher Seite kämpfen wir gleichzeitig an West- und Ostfront. Neuerdings können wir frischen Einheiten »Theatres« zuweisen, also Schauplätze, sodass sie gleich an ihren Bestimmungsort marschieren. Praktischerweise dürfen wir einzelne Schauplätze auch an die KI abgeben, die dann beispielsweise unsere japanischen Truppen in China führt, während wir immer noch um Pearl kreisen.

Die Entwickler versprechen im Vergleich zu Hearts of Iron 2 umfangreiche Neuerungen bei Diplomatie und Politik: So sollen Exilregierungen à la Polen oder den Niederlanden möglich sein, die aus dem Ausland Partisanen unterstützen. Oder Waffenimporte von Alliierten, um heimische Versorgungslücken zu schließen. Auch die strategische Kriegsführung wird ausgebaut, wir müssen zum Beispiel Jagdflugzeuge zuteilen, um unsere Städte vor Bombern zu schützen, oder Eskortschiffe, damit unsere Geleitzüge nicht den U-Booten zum Opfer fallen.