Hellgate: London im Test
Dämonisches Metzelabenteuer im Diablo-Stil
Fazit der Redaktion
Michael Graf: Hellgate spielt sich wie das erste Diablo, bloß in 3D. Das hat Vorteile: Der Sammeltrieb greift schnell, die Scharmützel sind dank Action-Steuerung und Mittendrin-Perspektive intensiver als in herkömmlichen »Klicke die Monster von oben platt«-Abenteuern. Die direkte Verwandtschaft zu Diablo macht jedoch auch Kummer. Zwar holt Flagship aus den zufallsgenerierten Schauplätzen das Beste heraus, dennoch treiben mir die stets gleichen Umgebungen und Gegner die Gähntränen in die Augen – die handgebauten Landschaften von Titan Quest sind einfach schöner. Und wieso Flagship die gute Dauermotivation mit monotonen Quests bremst, ist mir schleierhaft. Blizzard-Veteranen darf so ein Anfängerfehler nicht passieren. Wer mit diesen Schwächen – und den Bugs – leben kann, wird mit Hellgate aber glücklich. Auch wenn es hätte besser sein können, nein, müssen.