Zum Thema » Die perfekte MOBA-Einstiegsdroge Test zu Heroes of the Storm » Free2Play-Abzocke? Das Geschäftsmodell von Heroes auf dem Prüfstand Die Stunde der Diablo-Fans hat in Heroes of the Storm endlich geschlagen. Bislang kamen die in Blizzards MOBA doch etwas kurz: Von den drei großen Serien des Entwicklers schickte Diablo die wenigsten Helden in den Nexus. Mit dem Event »Der ewige Konflikt« soll sich das ändern und Blizzard feuert zur Einleitung mit einer frischen Map aus allen Rohren. Auf dem ewigen Schlachtfeld schließen wir uns dem Krieg zwischen Engeln und Dämonen an. Damit kriegt Diablo sogar als erstes Spiel seine eigene Karte, alle bisherigen basieren nicht direkt auf bekannten Blizzard-Titeln.

Außerdem kommt mit dem Event der Schlächter als neuer Held dazu, weitere Diablo-Helden sollen in Zukunft folgen, nämlich der Skelettkönig und der Mönch. Und das Spiel gestaltet sein recht knausriges Free2Play-Modell zumindest ein Stückchen großzügiger. Während des ewigen Konflikts können wir uns einmal pro Tag 100 Extra-Goldstücke verdienen, indem wir einen Schatzgoblin vor Spielbeginn erlegen. Dauerhaft kriegen wir nun obendrein 750 Goldstücke für jeden Helden, den wir auf Stufe 9 bringen. Trotzdem würden wir uns weiterhin auch mehr Belohnungen für absolvierte Spiele wünschen, aber umso gelungener sind die neuen Spielinhalte.

Heroes of the Storm
Screenshots von der BlizzCon 2015

Neue Karte: »Schlachtfeld der Ewigkeit«

Das ewige Schlachtfeld ist allein schon optisch die aufwendigste Karte bisher, weil sie in zwei Hälften unterteilt ist. Auf der linken Seite ragen die goldenen Türme des Himmels in die Höhe, auf der rechten erstreckt sich ein verbrannter Höllengrund. Beide Seiten haben ihre eigenen Gebäude und Schergen - die Diablo-Stimmung passt perfekt! Spielmechanisch dreht sich alles um die beiden Unsterblichen Ilarian und Beleth, die sich regelmäßig in der Mitte duellieren. Wir müssen unseren eigenen Champion unterstützen und den feindlichen niederringen. Der Gewinner stürmt danach die feindlichen Befestigungen ähnlich wie die Knochengolems, nur dass eben immer nur eines der Teams einen Unsterblichen für sich kämpfen lassen kann.

Heroes of the Storm : Regelmäßig treffen sich die Unsterblichen in der Kartenmitte zum Duell, wir müssen den feindlichen erledigen…

Kampf der Unsterblichen
Regelmäßig treffen sich die Unsterblichen in der Kartenmitte zum Duell, wir müssen den feindlichen erledigen…

Weil die Karte nur zwei Lanes hat, von denen wir die Unsterblichen recht fix erreichen, konzentriert sich alles auf die weitläufige Kartenmitte. Die Unsterblichen duellieren sich in einer viel größeren Arena als etwa die recht engen Tempel oder Schreine anderer Karten, sodass es zu ausgedehnteren und chaotischeren Teamschlachten kommt. Die sind ein großer Spaß und verleihen der Karte zweifellos ein eigenes Spielgefühl, auch wenn sich die besten Strategien und eventuelle Balancefragen nach einem Tag noch nicht herauskristallisiert haben.

Neuer Diablo-Held: Der Schlächter

Mit dem neuen Schlachtfeld füllen die Blizzard auch die schwach besetzte Diablo-Heldenriege weiter auf. Zuletzt stieß die Kreuzritterin dazu und Skelettkönig und Mönch sind gerade in Arbeit, aber schon jetzt frisch dabei ist der Schlächter. Auch mit dem konnten wir noch keine Langzeiterfahrung sammeln, fanden ihn aber in unseren ersten Partien unterhaltsam zu spielen und blutgefährlich. Als Assassine schaltet er schwache Helden in Windeseile aus, aber er ist doch ein recht ungewöhnlicher Attentäter: Ein behäbiger Nahkampfkoloss, weder so flink wie Illidan oder Zeratul noch ein Scharfschütze wie Nova.

Heroes of the Storm : Der Schlächter kettet Feinde an einen Pfahl, sodass sie sich nur die Länge der Kette bewegen können.

Ans Messer liefern
Der Schlächter kettet Feinde an einen Pfahl, sodass sie sich nur die Länge der Kette bewegen können.

Darin liegt die Herausforderung und die Besonderheit des Schlächters, aber sein Arsenal bringt das Gefühl eines furchteinflößenden Nahkampfmonsters bestens rüber. Er ist vielleicht nicht der schnellste, aber seine Opfer können ihm auch nicht entkommen. Er kann auf große Entfernung einen Feind wählen und dann auf unaufhaltsam auf ihn zustürmen, der Feind kriegt für Extra-Schrecken eine Zielmarkierung über seinem Kopf angezeigt. Beim Aufprall wird er kurz gelähmt und wir legen mit dem Beil los. Nur: Während des Ansturms können wir den Schlächter auch selbst nicht mehr steuern. Haben wir blöd geklickt, kann sich der gewählte Feind in seinem Team oder Lager in Sicherheit bringen und wir rennen im Blutrausch mittenrein.

Unser Highlight beim Schlächter ist die heroische Fähigkeit »Ans Messer liefern«, mit der wir einen Feind an einen Pfahl ketten und ihn somit am Wegrennen hindern - fies! Und am Horizont lauert bereits der Skelettkönig, der nach dem Tod als Geist auf dem Feld bleibt und Feinde schwächt, bis er seinen Körper wieder zusammensetzt. Auch das klingt interessant, hoffentlich wird der ebenso gelungen wie der Schlächter.