Schießen, treffen, speichern. Schießen, treffen, speichern. Schießen, verfehlen, laden – und noch mal versuchen. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, haben Sie wohl ebenfalls Tage und Nächte mit Runden-Strategiespielen wie UFO: Enemy Unknown oder Jagged Alliance 2 verbracht. Es gibt sogar viele Leute, die noch immer das neun Jahre alte Jagged Alliance 2 spielen und seit dem auf einen Nachfolger hoffen. Bevor die in Freudentränen ausbrechen: Warnung! Noch hat das Warten kein Ende. Hired Guns ist nicht Jagged Alliance 3, sondern allenfalls ein grafisch stark aufgehübschtes Jagged Alliance 2 – aber das muss ja nicht schlecht sein. Ganz im Gegenteil sogar.

Fotosafari

In Hired Guns lädt Sie ein zwielichtiger Geschäftsmann in sein fiktives afrikanisches Heimatland Diamantküste ein, damit Sie dort seinen noch viel zwielichtigeren Bruder gewaltsam aus dem Amt des Präsidenten jagen. Zu Beginn des Spiels erwartet Sie das wohl mieseste Intro der letzten Jahre – sofort abbrechen, Sie brauchen die Zeit für später. Nachdem Sie eine neue Kampagne gestartet haben, finden Sie sich auf der strategischen Karte der Diamantküste wieder. Am oberen Rand markiert ein Polaroidfoto das erste Einsatzgebiet des Landes: die nördliche Straße. Bevor Sie sich die Region aus der Nähe anschauen, brauchen Sie jedoch ein paar Kämpfer.

Hired Guns: The Jagged Edge : Unser Söldner hat seine Granate in eine Gegnergruppe geschleudert und schweren Schaden verursacht. Unser Söldner hat seine Granate in eine Gegnergruppe geschleudert und schweren Schaden verursacht. Ihren ersten Söldner erstellen Sie mit Hilfe eines Fragebogens, in dem Sie angeben, wer Ihr liebster Actionheld ist, wie Sie in einer misslichen Lage an Geld kommen könnten oder was Sie mit Ihrem Sohn anstellen, wenn der Ihnen eröffnet, dass er Musiker werden will. Je nachdem, wie Sie antworten, erhält Ihr Alter Ego Boni auf seine fünf körperlichen Eigenschaften Beweglichkeit, Geschick, Stärke, Klugheit und Führungskraft sowie die Sonderfähigkeiten Genauigkeit, Mechaniker, Sprengmeister oder Sanitäter. Wenn also der Terminator Ihr Lieblings-Actionheld ist, Sie bei Geldknappheit eine Bank überfallen müssten und den musikbegeisterten Sohn ins Erziehungslager verbannen würden, wird Ihr Kämpfer wahrscheinlich eine körperlich eher starke, geistig eher schwache Führungsperson. Nach dem Fragebogen können Sie den Söldner (oder die Söldnerin) noch mit einem Punktesystem genau auf Ihre Vorlieben einstellen. Blöd nur, dass Hired Guns nicht verrät, welche Charakterwerte nun was genau beeinflussen. Einige davon sind zum Glück selbsterklärend: Viele Punkte bei Genauigkeit ergeben etwa einen guten Schützen, starke Kämpfer können mehr Ausrüstung mitschleppen.