Ein verspuktes Herrenhaus, eine unheimliche alte Dame und jede Menge Zombies -- klassischer könnte ein Horror-Szenario gar nicht sein. Um zumindest einen Hauch von Frische in die Konstellation zu bringen, verfügt der Protagonist Patrick Weber im Action-Adventure I’m Not Alone über mediale Fähigkeiten und kann in die Welt der Geister und Untoten blicken. Ausgestattet mit unseren übersinnlichen Kräften sowie magischen Messern und einer Armbrust (im Übrigen die einzigen Waffen) befreien wir im Rahmen der schwach erzählten, klischeehaften Story die Villa samt Umgebung (Sumpf, Friedhof, Gruften) von der Zombieplage.

Neben Horden im wahrsten Sinne des Wortes hirnlos auf uns zuwatschelnder Untoter müssen wir dazu auch allerhand meist unlogische Rätsel überwinden. Ohne klare Hinweise verschieben wir Schachfiguren, spielen Klavier oder legen Moraste trocken -- Letzteres beispielsweise, indem wir spukende Jungfrauen zurück ins Jenseits schicken. Das alles ist nicht nur unlogisch, sondern zumeist auch spaßfrei, etwa wenn wir nur durch wildes Probieren herausfinden, welche der vielen abgeschlossenen Türen der Villa wie von Geisterhand entriegelt wurde.

I'm not alone

Die verkorkste, schwammige Steuerung raubt der Zombiejagd jegliche Dynamik: Für jede kleine Aktion müssen Sie stehenbleiben, die Trefferabfrage ist intolerant, und Sie hängen regelmäßig an Ecken oder laufen durch die Luft. Damit ist auch der letzte Rest Spielspaß begraben. Und keine Angst: In I’m Not Alone kehrt dieser bestimmt nicht von den Toten wieder.

» Fazit zu I'm Not Alone lesen
» Wertungskasten zu I'm Not Alone ansehen