Imperium Romanum im Test
Ideenreiches Aufbauspiel mit Schwächen
Siedeln im Alten Rom. Oder eher: ärgern im Alten Rom. Denn das hübsche und im Grunde ideenreiche Aufbauspiel schwächelt an elementaren Stellen.
Von
Heiko Klinge, Daniel Matschijewsky
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Datum:
27.02.2008
Eigentlich hätte man es besser wissen müssen. Eine Siedlung direkt neben einem Vulkan zu errichten, das kann ja nicht gut gehen. Das prominenteste Beispiel für derart missglückte Gründungspläne liegt in Italien: Als der Vesuv anno 79 v. Chr. einen Schluckauf hatte, blieb von der angrenzenden Stadt Pompeji nicht allzu viel übrig. Pech sagen die Römer, Glück sagen wir Spieler. Denn in Imperium Romanum gehört der Aufstieg und Untergang Pompejis zu einem von vielen spannenden Szenarios, an denen Sie sich als virtueller Architekt probieren dürfen. Dabei erinnert das Aufbauspiel vom bulgarischen Entwickler Haemimont stark an Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs — erreicht das Vorbild allerdings trotzdem nicht.
Geschichte schreiben
Die schlechte Nachricht zuerst: Eine Kampagne, die eine zusammenhängende Geschichte erzählt, gibt es in Imperium Romanum nicht. Stattdessen starten Sie auf einem Missionsbaum einzelne Szenarios, die zwar nichts miteinander zu tun haben, Sie aber durch die wichtigsten Ereignisse zwischen 500 v. Chr. und 100 n. Chr. führen. Je nach dem, welchen Auftrag Sie wählen, kümmern Sie sich um teils prominente Orte wie Alexandria, Verona, Pompeji und natürlich Rom.
Historische Tiefe kommt dabei allerdings nicht auf. Statt Zwischensequenzen gibt es wenig informative Texttafeln, und eine Handlung suchen Sie ebenso vergeblich wie besondere Identifikationsfiguren. Wie schön wäre es gewesen, in die Sandalen von Julius Cäsar oder Kaiser Nero zu schlüpfen…