Special: Juggernaut | Seite 2
3D-Klopperei im Browser
Stärken und Schwächen
Keine Magier oder Kundschafter, Schurken oder Paladine: Mangels Klasse sind hier alle Helden gleich, nur die Ausrüstung lässt Individualisierung zu. Das mag konventionelle Rollenspieler stören, doch wer sich darauf einlässt, kann viel erleben. Zum Beispiel die 3D-Gefechte, die – im Rahmen des Browsergame-Genres – auf der höchsten Grafikstufe echte Hingucker sind.
Klar, wir reden hier nicht von einem Edel-Prügelspiel à la
Super Street Fighter 4: Arcade Edition
, sondern immer noch von einem Browsertitel. Anfangs ist die Spielmechanik zudem noch recht simpel, doch später wird’s deutlich taktischer, mit mehr Juggernaut-Rüstungsteilen, Amuletten und kurzzeitig beschwörbaren Begleitern.
Richtig hübsch sind auch die Landschaften. Passen Sie aber auf, dass Sie die Monster möglichst rechts auf der Navigationsleiste anklicken – wir haben sie anfangs immer direkt in der Spielgrafik ausgewählt, was dazu führt, dass wir ungewollt in einen schon tobenden Kampf eingriffen und dadurch weniger Erfahrungspunkte und Beute kassierten. Nett: Wir können bei einer drohenden Niederlage per Chat um Hilfe rufen, andere Spieler haben dann fast immer mitgekämpft und uns aus der Bredouille geholt.
Für eine offene Beta ist Juggernaut schon sehr weit, uns haben allerdings Auftragslücken gestört: Quests lassen sich erst ab dem entsprechenden Mindestlevel starten, sodass wir gelegentlich stumpf und ohne Aufgabe Monster kloppen müssen, um die nächste Stufe zu erreichen. Wenn hier noch ein wenig gefeilt wird, ist der Spielfluss deutlich flüssiger.
Für wen geeignet?
Die Landschaften sind hübsch in Szene gesetzt - für ein Browserspiel.
Juggernaut eignet sich prima als Zwischendurch-Titel für ein paar schnelle Gefechte spielen. Denn während der Offline-Abwesenheit pasisert dem Helden nichts. Das Feilen am perfekten Recken steht hier allerdings nicht im Vordergrund, wenn Sie also gerne Fertigkeiten und Fähigkeiten optimieren, sind Sie hier weniger gut aufgehoben.
Wer aber sehen will, was das neue Schwert oder die neue Juggernaut-Rüstung in schick choreografierten Gefechten mit zuvor kaum umpustbaren Monstern anrichtet, wird hier sehr gut bedient. Auch der Umgangston der Spieler untereinander hat uns gefallen, auf Gruppensuche und Einsteigerfragen haben die Mithelden immer prompt reagiert.
Vor allem, wenn wir per Client spielen, wirkt die Spielwelt wie aus einem Guss, wir sind eigentlich immer neugierig, was im nächsten Landschaftsabschnitt wartet. Die hochstufigen Inhalte, etwa die Schlachtfelder, lassen sich jetzt in der Beta noch nicht gut einschätzen. Als wir Juggernaut gespielt haben, hat beispielsweise immer die gleiche Fraktion die Front beherrscht – was auf Dauer recht langweilig wäre.