Killer is Dead : Laut Suda51 hatte der Japan-Publisher von Killer is Dead »anstößige Inhalte« verlangt. Laut Suda51 hatte der Japan-Publisher von Killer is Dead »anstößige Inhalte« verlangt.

Grashopper Manufactures neues Actionspiel Killer is Dead sorgt nicht nur mit seinem abgedrehten Setting und den spannenden Kämpfen für Aufsehen. Vor allem ein für das Gameplay eher nebensächliches Feature wurde schon kontrovers diskutiert: In dem so genannten Gigolo-Modus stellt der Protagonist Frauen nach, um ihnen möglichst geeignete Geschenke zu besorgen. Gelingt das Minispiel, gibt es Sex als Belohnung. Ansonsten fängt man sich eine Ohrfeige ein.

Schon 2013 begründete der bekannte Designer des Titels, Goichi 'Suda51' Suda die Minispiele damit, dass man »Sexualität in Spielen nicht tabuisieren« solle. Dass die Thematik dann aber gleich so flach behandelt wurde, schiebt er jetzt dem Publisher von Killer is Dead in seinem Heimatland Japan zu. Kadowkawa Games sei ganz ausdrücklich auf »anstößige Inhalte« ausgewesen.

Folgendes gab Suda51 dazu im Interview mit Eurogamer.com an. Wie die Kollegen selbst sagen, mögen einige Nuancen durch die Übersetzung aus dem Japanischen verloren gegangen sein.

»Diese Missionen waren ursprünglich für Shadows of the Damned vorgesehen. Das ursprüngliche Konzept war, dass man Blumen verschenken sollte. Es war eine eher nicht-erotische Mission. Doch dann erhielt ich eine Anfrage von unserem japanischen Publisher, der meinte 'Wir wollen das Spiel in Japan verkaufen, also brauchen wir ein bisschen mehr anstößige Inhalte'. Ich hatte mir den Modus ein bisschen unschuldiger vorgestellt, aber es kam von ganz oben, dass wir das integrieren sollen.«

Suda51s eigene Pläne für den Modus seien »weniger erotisch« gewesen und hätten »mehr Romantik beinhaltet«. Wie er selbst sagt, war die Idee dahinter aber gleich: »Man schenkt ihnen Blumen, und wenn man das gut macht, darf man mit auf das Zimmer des Mädchens kommen, und alles läuft rund«.

Der Entwickler habe Frauen aber nicht als »leichte Beute« wirken lassen wollen:

»Das ist eine Unterhaltung, die ich auch schon mit dem japanischen Publisher geführt habe. Letztendlich wollten wir es nicht ganz dabei belassen, Zeug zu kaufen um Frauen rumzukriegen. Also habe ich es so gemacht, dass man das Mädchen nicht jedes Mal kriegt. Und wenn man es vermasselt, dann kriegt man von ihr eine geknallt. Es ist also nicht so einfach wie es sein könnte. Es liegt eine gewisse Herausforderung darin, mit der im Spiel gezeigt wird, dass Frauen stark sind. Sie wirken somit nicht wie leichte Beute.«

Killer is Dead erschien 2013 zunächst für die PS3 und die Xbox 360. Im Mai kam noch die »Nightmare Edition« für den PC heraus. Dafür gab es im GameStar-Test 75 Prozent Spielspaß.

» Zur GameStar-Kolumne: »Bitte nicht stören!«

Killer is Dead: Nightmare Edition
Die Szenerie wechselt mit jeder Episode, trotzdem bleibt das Verkloppen von Feinden unsere Haupttätigkeit.