League of Legends : Für das Finale reist die League of Legends-WM nach Berlin, genauer gesagt in die seit langem ausverkaufte Mercedes-Benz-Arena. Für das Finale reist die League of Legends-WM nach Berlin, genauer gesagt in die seit langem ausverkaufte Mercedes-Benz-Arena.

Zum Thema » League of Legends Fernkämpfer sind zu schwach, Riot hilft nach » Invasion der MOBA-Shooter Alle wollen das nächste League of Legends sein » League of Legends 500 Euro Turnier-Strafe für Mittelfinger-Geste Seit dem Startschuss der League of Legends WM am 01. Oktober liegen vier Wochen und 69 Spiele auf der Map »Summoners Rift« hinter uns. Im Finale folgen noch einmal maximal fünf Spiele, um endgültig den Sieger zu küren. Die Partie beginnt am 31. Oktober um 13 Uhr, für den ersten Platz gibt es 1.000.000 US-Dollar Preisgeld, der Verlierer erhält immerhin noch 250.000 US-Dollar.

Bei uns finden Sie wie gewohnt den Live-Stream des Events, außerdem fassen wir die Geschehnisse in den Halbfinal-Partien für Sie zusammen und geben einen Ausblick auf das Finale. Wie immer gilt: Spoiler sind dabei unumgänglich, wer noch nicht alle Ergebnisse kennt, der liest deshalb ab hier besser nicht mehr weiter. Alle VoDs der vergangenen Spiele finden Sie wie gewohnt auf Reddit.

Die Halbfinal-Ergebnisse

Aus europäischer Sicht sind die Halbfinalpartien sehr enttäuschend verlaufen. Das liegt nicht nur daran, dass sowohl Origen als auch Fnatic jeweils ohne einen einzigen Map-Gewinn gegen ihre koreanischen Kontrahenten SK Telecom T1 und Koo Tigers verloren haben, sondern auch am teilweise recht einseitigen Verlauf der Matches.

Die erste Partie zwischen SKT und Origen bildet da noch eine der größeren Ausnahmen. Zeitweise hatte man tatsächlich das Gefühl, dass Origen als erstes Team der WM eine Map gegen die klar favorisierten Koreaner gewinnen könnte, die zunächst bewusst ohne Starspieler Faker und stattdessen mit Easyhoon angetreteten sind. So ist es Origen im Gegensatz zu allen anderen bisherigen Gegnern von SKT sogar gelungen, alle Verteidigungstürme der zweiten Reihe vor der Basis von SKT zu zerstören und zwischenzeitlich immerhin über 4.000 Goldstücke mehr anzusammeln, was potenziell in etwas stärkeren Items und damit auch höheren Siegeschancen resultiert. Am Ende haben aber vor allem eine sehr starke Leistung von Top-Laner Marin auf Fioara und ein unglücklich verlaufener Teamfight um den Baron-Buff in der 41. Minute den Unterschied ausgemacht und SKT die Führung beschert.

League of Legends : Die Halbfinals fanden in Brüssel statt, die an sich gute Stimmung wurde aber durch das schlechte Abschneiden der beiden europäischen Teams etwas getrübt. Die Halbfinals fanden in Brüssel statt, die an sich gute Stimmung wurde aber durch das schlechte Abschneiden der beiden europäischen Teams etwas getrübt.

In Spiel Zwei hat zwar Origens Top-Laner Soaz seinerseits Fiora gespielt, letztlich zeigte Marin auf dem Champion Renekton aber die besseren Aktionen – etwa indem er sich aus brenzligen Situationen doch noch retten und Origen dadurch teils sogar in für sie ungünstige Teamfights locken konnte. In Spiel Drei kam dann wieder Faker zum Einsatz, bis zur 15. Minute verlief die Partie immerhin ausgeglichen. Ab diesem Zeitpunkt hat Origen die sehr agressive Spielweise von Faker und SKT aber nicht mehr in den Griff bekommen, so dass am Ende ein weitgehend ungefährdeter 3-0 Sieg für SK Telecom T1 das Ergebnis war.

Fnatic haben viele im Vorfeld deutlich bessere Chancen auf das Weiterkommen ausgerechnet als Origen, was sich in der ersten Partie des zweiten Halbfinals gegen die Koo Tigers auch zu bestätigen schien. Ähnlich wie Origen konnte Fnatic einen durchaus nennenswerten Vorteil von mehreren tausend Goldstücken herausspielen, bis es in der 31. Minute zu einem entscheidenden Teamfight kam, den Koo auch aufgrund der starken Riven von Toplaner Smeb für sich entscheiden konnte. Danach wirkte Fnatic eine zeitlang deutlich unkoordinierter, konnte dann aber doch wieder seinerseits einen wichtigen Teamfight für sich entscheiden und den Baron-Buff holen.

Die Entscheidung sollte aber in einem Kampf um den Dragon-Buff fallen: Die bis dahin sehr starke Assassinin LeBlanc von Fnatics Midlaner Febiven wurde durch Smeb vollkommen aus dem Kampf genommen und Koos Midlander Kuro konnte auf dem Champion Kassadin einen Quadrakill landen (vier Gegner getötet). Danach war das Spiel vorbei und der erste Mapgewinn für Koo perfekt.

League of Legends : Wie so oft bei dieser WM standen auch im Halbfinale häufig die Toplaner wie der hier zu sehende Smeb von den Koo Tigers im Mittelpunkt. Wie so oft bei dieser WM standen auch im Halbfinale häufig die Toplaner wie der hier zu sehende Smeb von den Koo Tigers im Mittelpunkt.

In Spiel Zwei sprach nach einem ausgeglichen Start bald alles für einen Sieg der Koo Tigers, die sich eine klare Führung in Gold und Kills erspielen konnten und denen sogar nur noch die Zerstörung eines einzigen Verteidigungsturms fehlte, um die gegnerische Basis (beziehungsweise deren Nexus) vernichten zu können. Fnatic wehrte sich aber noch einmal tapfer und konnte die Koo Tigers mehr als zehn Minuten lang aufhalten und sogar wieder zurück ins Spiel finden – bis erneut Midlander Febiven in einem Teamfight im Mittelpunkt stand. Diesmal wurde er vor allem durch eine gute Aktion vom koreanischen Jungler Hojin aus dem Spiel genommen, ohne nennenswert Schaden bei den Gegner anrichten zu können, so dass Koo den Kampf und das Spiel gewinnen konnte.

Das letztlich gescheiterte Comeback scheint die Moral von Fnatic für das dritte Spiel gebrochen zu haben, in dieser Partie waren die Koo Tigers praktisch von Beginn an das bestimmende Team. Im Gegensatz zum zweiten Spiel konnten sie den Sieg diesmal auch problemlos nach Hause fahren und das rein koreanische Finale perfekt machen.

Ausblick auf das Finale

Im Endspiel in der Mercedes-Benz-Arena stehen sich also SK Telecom T1 und die Koo Tigers gegenüber, die Partie beginnt am 31. Oktober um 13 Uhr. Einerseits konnte sich SKT im Halbfinale unterm Strich etwas ungefährdeter als die Koo Tigers durchsetzen, was eher für einen Finalsieg von SKT spricht. Andererseits hatten die Tigers mit Fnatic aber auch den etwas stärkeren Gegner, was diese Einschätzung ein Stück weit relativiert. Da SKT aber auch mit Blick auf den bisherigen Turnierverlauf insgesamt die bessere Figur gemacht hat und durch die zeitweise Einwechslung von Easyhoon viel Flexibilität bewiesen hat, sehen wir Telecom T1 leicht im Vorteil.

Ganz abgesehen davon, wer das Finale letztlich gewinnt, wünschen wir uns aber vor allem eins für das Endspiel: Viele ausgeglichene Partien statt der in der K.O-Phase bisher meist recht klaren Angelegenheiten. Darüber würden sich bestimmt auch die vielen Fans in der Mercedes-Benz-Arena oder auf einer der Public Viewing-Parties sehr freuen.

League of Legends : Die meisten Begenungen der K.O.-Phase sind relativ einseitig verlaufen, vielleicht klappt es ja im Finale endlich mit einem möglichst knappen Spielausgang von 3-2. Die meisten Begenungen der K.O.-Phase sind relativ einseitig verlaufen, vielleicht klappt es ja im Finale endlich mit einem möglichst knappen Spielausgang von 3-2.