League of Legends : League of Legends bestraft unfaire und rüpelhafte Spieler damit, ihnen das kommende Loot- und Crafting-System vorzuenthalten. League of Legends bestraft unfaire und rüpelhafte Spieler damit, ihnen das kommende Loot- und Crafting-System vorzuenthalten.

Die Community von Spielen des MOBA-Genres gilt nicht gerade als besonders höflich und zuvorkommend. Der Entwickler Riot Games hat es sich deshalb bereits seit einiger Zeit zur Aufgabe gemacht, sogenanntes toxisches Verhalten von Spielern in League of Legends zu ahnden.

Während sich das Vorgehen gegen die Szene-Rüpel jedoch in der Vergangenheit zumeist darauf beschränkte, die Gruppe an sich zu isolieren, geht das Entwicklerstudio nun noch einen Schritt weiter: Erstmals werden als boshaft identifizierte Spieler von einigen neuen Features ausgeschlossen. Das hat der Social-Systems-Designer Jeffrey Lin im Interview mit Polygon verraten:

Wer ein Spieler ist, der dafür bestraft wurde, toxisches Verhalten an den Tag gelegt zu haben oder ein Feeder zu sein, bekommt kein Loot.

Damit schließt Riot Games die betroffenen Spieler vom für 2016 geplanten System »Hexatech Crafting« aus. Bei diesem sogenannten Chest-and-Key-Loot-System, das ein wenig an »Crate and Key« aus Team Fortress 2 erinnert, können Spieler an diverse In-Game-Gegenstände gelangen, darunter Sieben-Tage-Rentals und permanente Skins und Champions. Dazu gibt es am Ende eines jeden Matches Schlüssel oder Schlüsselfragmente zu gewinnen. Truhen (Chests) basieren hingegen auf dem Post-Match-Rang des Spielers, können jedoch auch für Echtgeld gekauft werden.

Wie genau das System zum Ausschluss toxischer Spieler in diesem Fall eingesetzt wird, ließ Lin allerdings offen. Man arbeite derzeit noch die Details aus, heißt es. Das Loot- und Crafting-System selbst soll jedoch als Belohnung für die Spieler angesehen werden.

Wir hatten noch nie die Möglichkeit, kostenlose Skins ins League of Legends zu verteilen. Das hier ist also unsere Art zu sagen: ›Hey, wenn Du ein positiver Spieler bist, dann ist hier eine Möglichkeit, etwas dafür zu bekommen, das Spiel einfach nur zu spielen und dabei nett zu sein‹.

In der Vergangenheit hat Riot Games stets nur negatives Verhalten bestraft. Unter anderem wurden toxischen Spielern Ranked-Season-Belohungen und der allgemeine Chat vorenthalten. Außerdem konnten Team-Mitglieder im Rahmen eines Honor-Systems bewertet werden. Nun wird erstmals auch positives Verhalten konkret belohnt. Ob dieser Ansatz erfolgreicher ist, bleibt abzuwarten.

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