Mafia : Das wird knapp: Mit dem riesigen Cabrio müssen wir gegen zwei Polizeiautos alle Register ziehen. Das wird knapp: Mit dem riesigen Cabrio müssen wir gegen zwei Polizeiautos alle Register ziehen. Der Alte knallt die Faust auf den Tisch. Seine biedere Strickjacke passt nicht zum wütenden Gesichtsausdruck, die altmodische Frisur nicht zur grimmigen Stimme. »Brecht jeden Knochen in ihrem Körper«, tobt Don Salieri. »Sorgt dafür, dass sie in einer Blutlache liegen.« Die Anweisungen des Paten sind klar. Selbst wenn wir sein Lieblingsganove wären - Widerspruch würde uns Schuhe aus Beton samt Gratisausflug zum Fluss einbringen. Also ziehen wir mit unserem Kumpel Pauli los und schnappen uns ein Paar Baseballschläger. Keine Angst, alles nur ein Spiel! Und zwar Mafia, feinste 3D-Action vom tschechischen Entwicklerteam Illusion Softworks.

GameStar konnte die rasante Mischung aus 3D-Ballern und Rennspiel exklusiv in einer weitgehend fertigen Version durchspielen. Die Karriere des Ganoven Tommy Angelo haben wir vom Start weg verfolgt, knifflige Dinger mit ihm gedreht und erfahren, welche dramatischen Überraschungen ihn im Finale erwarten. Seien Sie unbesorgt: Wir verraten bis zum Test im nächsten Monat keine wichtigen Wendungen der erstklassigen - und toll erzählten - Handlung. Den folgenden Ausblick auf eines der spannendsten Programme, die dieses Jahr erscheinen, können Sie ganz entspannt genießen.

Prächtige Viertel

Mafia : Auf dem Raddampfer verderben wir einem Gangsterboss die Geburtstagsparty. Auf dem Raddampfer verderben wir einem Gangsterboss die Geburtstagsparty. Als Tommy sind wir in der schönsten Stadt unterwegs, die es bislang am PC zu sehen gab - sogar die Häuserschluchten in GTA 3 sehen mickriger aus. Die Wolkenkratzer und Gebäudezeilen der erfundenen 30er-Jahre-Metropole Lost Heaven thronen auf drei Halbinseln. Über breiten Gewässern spannen sich mehrere Brücken, auch ein Tunnel führt unter dem Wasser entlang. Metallisch glänzende Oldtimer rollen über prächtige Boulevards und durch enge Gässchen. Elegante Passanten flanieren auf den Bürgersteigen des Edelviertels Oak Hills, im Hafenkiez treiben sich dagegen zwielichtige Gestalten herum. An Backsteingebäuden rattert bimmelnd eine Tram vorbei, auf rostigen Pfeilern verkehrt die Hochbahn - wir dürfen einsteigen und uns gemütlich durch Lost Heaven kutschieren lassen. Das alles funktioniert, ohne dass das Programm nachlädt; nur selten tauchen auf etwas langsameren Rechnern mal Wolkenkratzer aus dem Nichts auf.

Gelegentlich lassen die Entwickler vorgefertigte Scripts in der Stadt ablaufen. So müssen wir Mitten in der Nacht über eine der Brücken. Dort steht ein Großaufgebot von Ambulanz und Polizei: Ein Selbstmörder will sich in die Tiefe stürzen. Wer mag, kann aussteigen und dem Treiben zusehen.