Special: MapleStory
Zuckersüße Nostalgie
Im zuckersüßen Online-Action-Rollenspiel MapleStory rollt die Spielwelt von rechts nach links, rauf und runter. Das ist ein Fall für jüngere Spieler – und für Junggebliebene. Und die sollen im Free2Play-Sommer nicht leer ausgehen.
Von
Martin Deppe
|
Datum:
17.07.2011
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Gameplay-Szenen im Videoclip
»Maple« ist das englische Wort für Ahorn. Aus Ahorn wird Sirup gemacht. Und der ist derart zuckersüß, dass er perfekt zu
MapleStory
passt. Aber ist das Online-Action-Rollenspiel auch so zähflüssig? Nein, denn hier geht’s um schnelle Gefechte mit viel Tastatur-Gekloppe.
Wir hangeln Seile hoch, springen Plattformen empor, schlagen mit Waffen um uns, sprechen Zauber, sammeln Beute, wechseln die Klamotten, erledigen Quests, steigen im Level auf und spezialisieren uns – alles kindgerecht aufbereitet. Wie Ahornsirup eben: Als Erwachsene sind wir eigentlich zu alt und vernünftig dafür, aber heimlich naschen wollen wir doch alle…
Szenario und Spielprinzip
In MapleStory wählen Sie anfangs ganz klassisch die Klasse, hier verwirrenderweise »Beruf« genannt: Neuling, Ritter oder Held. Doch dann geht’s anders weiter als bei anderen Spielen: Als Neuling entscheiden Sie sich ab Level acht, ob Sie lieber gleich Magier werden wollen oder bis Level zehn warten, um auf Krieger, Bogenschütze, Pirat oder Dieb umzuschulen.
Alle fünf verzweigen dann auf den Stufen 30,70 und 120 erneut: Aus einem Bogenschützen wird beispielsweise erst ein Armbrustschütze, dann ein Ranger, dann ein Bogenmeister. Insgesamt kommt das Spiel so auf zwölf Berufe, alle mit speziellen Fertigkeiten, der Maximallevel liegt bei 200. Für Ritter und Helden funktionieren die Klassensprünge etwas anders, aber das würde an dieser Stelle zu sehr ins Detail führen.
In ersten Tutorial-Aufgaben lernen Sie das Spielprinzip kennen: Mit den Pfeiltasten rennt Ihre Figur seitwärts, mit »Alt« wird gesprungen, mit »Strg« angegriffen und so weiter. Dadurch kommt schnell Achtzigerjahre-Stimmung auf, denn MapleStory spielt sich wie ein gutes, altes Jump-and-Run.
Die riesige Spielwelt ist bildschirmweise in mehrere Kontinente und Inseln unterteilt, die sich thematisch unterscheiden: Es gibt unter anderem eine Ufo-Absturzstelle sowie eine Eis- und eine Unterwasserwelt, jeweils mit eigener Musik und Gegnerschar – aber alles betont harmlos-kindlich bis kitschig.
Die Quests beschränken sich aufs pure Metzeln (von natürlich kindgerechten Pilzen, Werwölfen, Gespenstern und so weiter), aufs Sammeln von Beutestücken oder aufs Suchen nach bestimmten NPC-Figuren. Mit Portalen reisen Sie innerhalb einer Gegend zwischen den Landschafts-Bildschirmen hin und her, größere Entfernungen zwischen Städten überbrücken Sie mit Luftschiffen.