Zum Thema » Video zu Mass Effect 2: Versteck des Shadow Broker Spielszenen aus dem DLC » DLC-Tests zu Mass Effect 2 Alle Artikel in der Übersicht Mass Effect 2 ab 3,71 € bei Amazon.de Mass Effect 2 für 9,99 € bei GamesPlanet.com Können Sie sich vorstellen, dass Han Solo ohne Chewbacca oder Captain Kirk ohne Spock in ein gefährliches Weltraum-Abenteuer aufbrechen würde? Selbst die einsamsten Helden brauchen einen Vertrauten, einen wahren Freund. Diese Konstante ist für Commander Shepard die Asari-Wissenschaftlerin Dr. Liara T'Soni.

Wir haben sie auf Therum aus den Fängen der Geth befreit, waren maßgeblich am Tod ihrer Mutter Matriarchin Benezia beteiligt, haben sie in unsere Crew aufgenommen, mit ihr Saren gejagt und uns in sie verliebt. Nach der Zerstörung der ersten Normandy war es Liara, die unseren toten Körper vor den Kollektoren bewahrte und ihn Cerberus zur Wiederbelebung übergab.

Überspitzt ausgedrückt: Ohne sie gäbe es also kein Mass Effect 2. Aber trotz der engen Bindung zwischen Shepard und Liara wies Bioware ihr im zweiten Teil eine unwürdige Nebenrolle zu. Wir treffen sie zwar auf Illium wieder, aber scheinbar ist jegliches Band zerrissen. Besser gesagt: Die Entwickler hatten offenbar keine Zeit oder Motivation, sie angemessen in die Hauptstory zu integrieren.

Mass Effect 2: Versteck des Shadow Broker
Wir treffen Liara auf Illium wieder und überbringen ihr die Hinweise von Cerberus.

Zu wichtig für ein DLC

Der Downloadable Content (DLC) Versteck des Shadow Broker (Lair of the Shadow Broker) versucht diesen Fehler zu korrigieren und bringt Shepard und Liara endlich wieder zusammen. Fast etwas zu spät, wie wir finden. Zumal das Downloadpaket mit 800 Bioware-Punkten (6,97 Euro im Bioware-Store, 9,99 Euro im EA Store) kein Schnäppchen ist und viele Mass Effect 2-Spieler diese Story-Erweiterung daher möglicherweise auslassen werden.

Es ist zwar löblich, dass Bioware das Mass Effect-Universum durch Bücher, Comics und Download-Inhalte erweitert. Dennoch sollten so wichtige Story-Elemente wie Liaras mehrjähriger Kampf gegen den Shadow Broker und die Rettung von Shepards Leichnam im Hauptspiel integriert sein und nicht nur als Randnotiz mit wenigen Dialogzeilen abgehandelt werden.

Rettung statt Rache

Genug der Bioware-Schelte. Denn am Downloadpaket Versteck des Shadow Broker gibt es nur wenig auszusetzen. Der DLC umfasst eine mehrteilige Geschichte, die uns von Illium bis zur geheimen Operationsbasis des Shadow Broker führt. Wir treffen nach langer Zeit wieder auf einen Spectre, müssen abwechslungsreiche Bosskämpfe bestehen und dürfen neue Upgrades und jede Menge kleiner spannender Infoschnipsel sammeln.

Mass Effect 2 – DLC-Test zu Versteck des Shadow Broker : Neu: In einer Verfolgungsjagd steuern wir selbst ein Skycab auf Illium. Neu: In einer Verfolgungsjagd steuern wir selbst ein Skycab auf Illium.

Wie bei den Download-Inhalten üblich beginnt alles auf der Normandy mit einer Nachricht von Cerberus. Man habe Informationen über den Aufenthaltsort des Shadow Broker und könnte sich vorstellen, dass unsere alte Freundin Liara daran interessiert sein dürfte, heißt es in der kurzen E-Mail. Wir fliegen also zum nächsten Mass Relay und springen nach Illium. In ihrem Büro treffen wir Liara, die uns von einem alten, tot geglaubten Gefährten erzählt – Leser des Comics Mass Effect Redemption werden den Drell wiedererkennen.

Es geht nicht mehr nur um Rache, sondern vielmehr um eine Rettungsaktion. Liara ist durch die Neuigkeiten aber offenbar sehr verstört und bittet uns, sie später in ihrem Appartement zu besuchen. Als wir in ihrer Wohnung eintreffen, ist die Polizei bereits vor Ort und Liara verschwunden. Wir müssen also nicht nur Liaras alten Weggefährten retten, sondern nun auch sie. In der nächsten Stunde jagen wir zahllose Shadow-Broker-Agenten über die Dächer von Illium, rasen wie in Das Fünfte Element mit einem selbst steuerbaren Skycab durch die Häuserschluchten der Asari-Metropole und müssen einen nicht ganz einfachen Bosskampf überstehen.