Viele Fans waren mit dem Ende von Biowares Action-Rollenspiel Mass Effect 3 alles andere als zufrieden. Die Entwickler legten mit dem sogenannten Extended Cut nun nach. So soll das Finale der Science-Fiction-Trilogie schlüssiger und runder werden, ohne den eigentlichen Ausgang zu verändern. Doch was macht der Extended Cut nun anders? Wir haben uns das erweiterte Ende genauer angesehen. Lohnt ein erneutes Durchspielen?

Spoilerwarnung:
Im folgenden FAQ gehen wir grob auf einige wenige Einzelheiten des »Original«-Endes ein, ohne dabei den eigentlichen Ausgang zu spoilern. Details über den neuen Inhalten verraten wir an dieser Stelle aber nicht.

Mass Effect 3: FAQ zum Extended Cut :

Woher bekomme ich den Extended Cut?

Der Extended Cut muss über EAs Origin bezogen werden. Lassen Sie sich unter »Meine Spiele« die »Spieldetails« von Mass Effect 3 anzeigen (Ausrufezeichen unten links) und klicken Sie dann oben rechts auf »Erweiterungen kaufen«. Anders als dieser Button vermuten lässt, können Sie im darauf erscheinenden Fenster den Extended Cut kostenlos herunterladen. Größe: etwa 1,85 GB.

Was für einen Spielstand brauche ich?

Um wirklich 100 Prozent des Extended Cut zu sehen, bedarf es eines Spielstandes vor der Hauptmission »Cerberus-Hauptquartier« (Cronos-Station). Wer diese Mission nicht noch einmal absolvieren möchte, kann auch mit einem Spielstand, der vor dem finalen Anflug auf die Erde angelegt ist, weitermachen und verpasst dadurch nur sehr wenig.

Was hat es mit dem »Legend«-Spielstand auf sich?

Mass Effect 3 prüft nach der Installation des Extended Cut, ob Sie das Spiel bereits vorher einmal durchgespielt haben. Wenn ja, legt es automatisch diesen Spielstand an, für den Fall, dass kein eigener mehr vorhanden ist. Der Speicherstand setzt vor der Infiltration der Cerberus-Basis an.

Was wurde im Extened Cut hinzugefügt?

Neue Spielabschnitte gibt es nicht. Der Extended Cut fügt ausschließlich neue Dialoge, ebenfalls synchronisierte, weitere Render- und Ingame-Cutscenes sowie mit einem Monolog unterlegte (teils leicht animierte) Standbilder, welche die Zukunft der Galaxie etwas genauer beleuchten, hinzu.

Was genau ändert der Extended Cut am Ausgang von Mass Effect 3?

Wirklich geändert wird durch den Extended Cut nichts, nur erweitert. Die drei bekannten Enden bleiben im Wesentlichen erhalten wie sie waren, werden nun aber besser erklärt – vor allem, welche Konsequenzen sich aus ihnen für die Galaxie ergeben. Zudem erklärt der Katalysator (gerne als »Ghost Child« betitelt) nun seine Motivation etwas genauer.

Wurden die Plotlöcher gestopft?

Wer wissen will, warum Joker auf einmal das Weite sucht, wie der Unbekannte auf die Citadel gekommen ist oder wie die beiden Crewmitglieder plötzlich auf die Normandy kamen, dem wird der Extended Cut seine Fragen beantworten. Uns sind jedenfalls keine größeren Ungereimtheiten mehr aufgefallen.

Erzählt der Extended Cut, was aus der Normandy-Crew und den Völkern der Galaxie wird?

Der Extended Cut gibt Einblick, wie es nach dem Ende um die einzelnen Völker steht und mit was sie sich nach dem jeweiligen Ende konfrontiert sehen. All zu weit in die Zukunft greift der Epilog aber nicht vor. Auf die Zukunft der Crewmitglieder wird hingegen kaum eingegangen, allerdings bekommen sie alle noch einmal einen Auftritt – vorausgesetzt natürlich, sie haben überlebt.

Werden meine Entscheidungen, die ich in der Mass Effect-Trilogie getroffen habe, nun stärker berücksichtigt?

Auf die möglichen Enden haben die vorangegangenen Entscheidungen, bis auf den Kriegsaktivposten-Zähler, nach wie vor kaum Einfluss. Allerdings werden sie nun im erweiterten Epilog stärker berücksichtigt.

Gibt es neue/alternative Enden?

In der Tat. Bioware hat ein weiteres, viertes Ende hinzugefügt. Um nicht zu spoilern sei nur so viel verraten: Es ist kein Happy End.

Wie viel länger wird das Spiel durch den Extended Cut?

Spieltechnisch überhaupt nicht, da es nur mehr zu sehen gibt, nicht zu spielen. Wir schätzen, dass das Ende durch die erweiterten Dialog- und Zwischensequenzen etwa fünf Minuten länger ist.