Medal of Honor: Warfighter im Test
Eine Frage der (Shooter-)Ehre
Fazit der Redaktion
Daniel Matschijewsky: Warfighter ist handwerklich gut gemacht, wurde aufwändig in Szene gesetzt und sieht stellenweise zum Anbeißen gut aus. Allerdings habe ich laufend das Gefühl, das ganze Spektakel schon in gefühlt drei Dutzend anderen Shootern erlebt zu haben – und zwar frischer und streckenweise sogar besser. Wenn wir zudem schon Call of Duty als Beispiel für eine besser erzählte Geschichte hinstellen müssen, dann muss wirklich etwas schief gelaufen sein.
Noch dazu muss sich Danger Close für Medal of Honor endlich konsequent um Alleinstellungsmerkmale abseits dämlicher Realismus-Versprechen bemühen, über die ich angesichts der unendlichen Munitionsvorräte eh nur müde grinsen kann. Preachers Ehekrise ist da ja ein Anfang, aber dann sollen die Entwickler das Thema bitte auch konsequent durchziehen. Auch Militär-Shooter-Entwickler brauchen den Mut, Dinge neu oder anders zu machen – siehe Spec Ops: The Line. So ist Warfighter zwar ein unterhaltsamer Militär-Shooter. Aber eben nur einer von vielen.