Zum Thema » Space Engineers - Preview Das ist die Weltraum-Variante Aus Blöcken Häuser oder Fahrzeuge zu bauen, das kennen wir ja aus Minecraft und seinen Mods schon zur Genüge. 2013 kopierte der Early-Access-Titel Space Engineers dieses Baukastenprinzip, verlegte es ins All und erweiterte es um eine ausgeklügelte Physiksimulation.

Nun reisen die Macher in der Zeit zurück und schicken uns in Medieval Engineers als Baumeister ins Mittelalter. Logischerweise erinnert Medieval Engineers aufgrund des Szenarios noch mehr an Minecraft als sein Weltraum-Vorgänger, unterscheidet sich durch die Physik aber auch angenehm vom Urvater aller Klötzchenspiele.

Medieval Engineers
Mit viel Mühe und Einarbeitungszeit bauen wir uns unser Traumschloss.

Space Engineers im Mittelalter

Die Early-Access-Version bietet aktuell nur den Creative-Modus. Hier bauen wir ohne Ressourcenmanagement und Gesundheitssorgen drauflos und erschaffen unsere Traumfestung. Dafür wählen wir zum Beginn entweder eine leere oder eine bereits bebaute Karte aus.

In kleinen Texteinblendungen gibt uns Medieval Engineers dann einen Crashkurs in Sachen Burg(en)bau. Wir raten trotzdem dazu, erst einmal die Tutorial-Videos auf der Website des Entwicklers sowie die Tastenbelegung im Spiel zu studieren. Denn schon ein einfaches Zimmer zu erschaffen, gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Medieval Engineers : Grundlegend ist das Spielprinzip leicht zu erlernen. Die Feinheiten der Steuerung und der Physik sind dennoch recht anspruchsvoll. Grundlegend ist das Spielprinzip leicht zu erlernen. Die Feinheiten der Steuerung und der Physik sind dennoch recht anspruchsvoll.

Die Bedienung fällt auch deshalb so komplex aus, weil wir jedes Objekt in jede Richtung drehen und anpassen können. Space-Engineers-Veteranen fühlen sich deshalb auch gleich heimisch.

Wie sein Vetter im All simuliert Medieval Engineers zudem die Physik - und zwar überraschend genau. Beispielsweise stürzt eine Wand ein, weil die Decke und das darüber liegende Zimmer zu schwer sind. Unsere Burg kann also nicht einfach auf einer dünnen Säule balancieren - da müssen Minecraft-Kenner erst mal umdenken.

Schwebende Objekte und nicht immer ganz physikalisch richtiges Verhalten beobachten wir trotzdem. Das liegt aber vor allem am Creative-Modus. Der dreht sich wie in Minecraft nur ums Erschaffen und lässt uns bei Bedarf auch durch die Lüfte fliegen - entsprechend schweben manchmal eben auch die Burgen.

Pläne und Community-Support

Damit unsere Burg nicht in der Luft oder auf dem Flachland steht, können wir auch das Terrain verändern. So bauen wir ein Schloss direkt in einen Berg und legen selbst Katakomben und Stollen unter dem Gemäuer an.

Wenn wir keine Lust mehr auf unsere Kreationen haben, reißen wir sie per Kanonenkugel wieder ein - dank der Physik lassen sich Mauern ordnungsgemäß zerbröseln. Sogar ein Katapult kann man sich bauen, bei uns hat die Windenmechanik allerdings noch nicht funktioniert.

Medieval Engineers : Wenn wir sauer sind oder einfach nur die Physik ansehen möchten, reißen wir Häuser, Burgen oder kleine Brücken wieder ein. Wenn wir sauer sind oder einfach nur die Physik ansehen möchten, reißen wir Häuser, Burgen oder kleine Brücken wieder ein.

Die Katapultphysik, ein Survival-Modus, neue Bauelemente und zahlreiche weitere Anpassungen sollen aber nach und nach hinzukommen, bislang ist Medieval Engineers ja lediglich ein Grundgerüst. Wir freuen uns schon auf Belagerungsschlachten um Eigenbauburgen - auch wenn's bis dahin noch ein weiter Weg ist.

Wer möchte, kann seine Kreationen zudem hochladen und mit der Community teilen. Ein tüchtiger Bastler hat zum Beispiel ein (funktionsuntüchtiges) Replikat des Katapults aus dem Trailer erstellt. Auch Modding unterstützt das Spiel. Wie in Minecraft dürfen wir uns deswegen sicherlich bald über neue Texturen, Modelle und zusätzliche Bausteine freuen.