Klein, aber fein

Minecraft 1.3 : Bücher kann man nun auf 50 Seiten beschreiben und mit einem Titel versehen. Bücher kann man nun auf 50 Seiten beschreiben und mit einem Titel versehen. Neben den großen Änderungen finden sich auch viele kleine Details, die sich mit 1.3 geändert haben. Für alle, die ohne Monster im »friedlichen« Schwierigkeitsgrad spielen, gibt es jetzt neue Möglichkeiten, um an Erfahrungspunkte zu kommen. So ergibt nun das Abbauen von Erzen, die keinen Block abwerfen (Kohle, Diamant usw.) und das Schmelzen von Blöcken Erfahrung. So werden auch die Spieler mit den kleinen grünen Kugeln versorgt, die auf Monster verzichten möchten. Die Beschränkung auf bestimmte Erze ist sehr durchdacht, da so der Missbrauch des Systems durch wiederholtes Setzen und Abbauen der Blöcke verhindert wird.

Bücher und Bücherregale waren bisher nicht mehr als bloße Dekoration. Doch mit den Neuerungen wird ihnen -- ähnlich wie den Dorfbewohnern -- eine neue Bedeutung zugesprochen. Durch ein neues Herstellungsrezept ist es nun möglich, individuelle Bücher auf bis zu 50 Seiten zu beschreiben und mit einem Titel zu versehen. Dem persönlichen Tagebuch eines Minecraft Abenteuers steht also nichts mehr im Weg.

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Ist Größe immer alles?

Die Änderungen, die 1.3 mit sich bringt, sind wahrscheinlich die umfangreichsten, seitdem das Spiel im November letzten Jahres in der Vollversion erhältlich ist. Doch ob diese auch die größten Auswirkungen auf Minecraft haben, ist fraglich. Solange Minecraft immer wieder erweitert und verbessert wird, kann man das nicht mit Sicherheit sagen.

Dafür steht schon jetzt fest, dass das neueste Update -- gemessen an seinem Umfang -- das bisher durchdachteste ist. Auch der Service für die Community erreicht mit den Neuerungen von Anfang August ihren vorläufigen Höhepunkt. Die neue LAN-Unterstützung ist hierbei sicher der größte Schritt, aber auch die Einbindung von Enderkisten und dem Adventure-Modus zeugen von Weitsicht.

Doch neben vielen Neuigkeiten gibt es auch einen bitteren Nachgeschmack. So sehr wir dankbar für den weiterhin bestehenden Support für Minecraft seitens Mojang sind, war vieles bereits vorher in gleicher oder ähnlicher Funktion als Mod verfügbar. Auch erweitert 1.3 Minecraft um etliche Features, die als Komfort bereits von vornherein so hätten konzipiert sein sollen. Das beste Beispiel hierfür ist die »Pick Block«-Funktion oder das Inventar im Creative Modus, sodass sich das Update in gewisser Weise »überfällig« anfühlt.

Trotzdem (oder gerade deshalb) ist es für alte Minecraft-Spieler ein guter Anlass, wieder zum Spiel zurückzukehren und ein insgesamt runderes Minecraft zu genießen. Die gleichen Gründe bieten neuen Spielern einen besseren Einstieg in die teilweise komplexen Mechanismen und inzwischen unzähligen Crafting-Rrezepte. Wie sagt man so schön: Besser spät als nie.