Mythos :

Zum Thema » Betakeys für Mythos GameStar bringt Sie in die Closed Beta Das Action-Rollenspiel Mythoshat eine Odyssee hinter sich: Ursprünglich von den Flagship Studios (Hellgate London) nebenbei entwickelt, war Mythos mit dem Untergang von Bill Ropers Studio quasi schon tot. Doch einige Flagship-Überlebende bastelten weiter daran, dann übernahmen Koreaner, und mittlerweile ist das Rollenspiel als Free-2-Play-Titel unter der Frogster-Flagge in der Closed Beta spielbar. Und am 12. April 2011 soll der Startschuss für die Open Beta fallen. Peng.

Wir haben uns in die Closed Beta geworfen und zwei der drei Klassen ausprobiert: Der Gadgeteer ist eine Art Pionier, schießt bevorzugt mit Fernkampfwaffen um sich und schleudert Minen. Als Magier setzen wir natürlich vor allem auf magisches Gebrutzel, als dritter im Bunde gibt’s den typischen Nahkämpfer. Nur drei Klassen? Liest sich nach wenig, doch die drei sind schon früh sehr stark spezialisierbar. Zum Beispiel unser Gadgeteer, der zwischen Streuschüssen, schnellerem Nachladen, Ballern mit zwei Faustfeuerwaffen und so weiter wählen kann. Das wirkt sich netterweise nicht nur in irgendwelchen Waffenwerten aus, sondern auch im Kampf: Wer von Horden kleiner Wuselwölfe bedrängt wird, freut sich über den gut ausgebauten Streuschuss, der nett animiert durch die Pelzträger pflügt.

Ansichtssache

Mythos ist nett anzuschauen, aber kein Grafikbrecher, hier hat die lange Odyssee deutlich Spuren hinterlassen. Vor allem die Landschaften könnten abwechslungsreicher sein und mehr Texturen vertragen. Dafür punktet das Epos bei den Effekten, in den Kämpfen ist richtig was los. Allerdings sind die beiden Kameraperspektiven gewöhnungsbedürftig. Denn die isometrische Ansicht lässt sich nicht weit genug herauszoomen, und die 3D-MMO-Ansicht (in der wir mit den WASD-Tasten marschieren) ist auf Screenshots zwar schick anzusehen, in der Praxis aber oft unübersichtlich, in den Dungeons gar nicht zu gebrauchen.

Apropos Dungeons: Die teils mehrstöckigen Gewölbe, Bergwerke und Höhlen sind fast immer nur einen Steinwurf von Ihnen entfernt. Um lange Latschereien zu vermeiden, stehen nämlich an jeder Ecke Portale, mit denen Sie zum Dungeon Ihrer Wahl teleportieren, langes Rumsuchen entfällt. Dafür suchen Sie aber in den ebenerdigen Gebieten umso mehr. Weil Dörfer und Zonen nur mit genau einem Ein- und Ausgansportal verknüpft sind, müssen Sie teilweise mehrfach teleportieren, um zum Beispiel in ein Gebiet zu kommen, in dem Sie eine Quest erledigen sollen. Und dummerweise kennen Sie anfangs aber nicht alle Gebiete mit Namen, außerdem sind einige Questtexte sind sehr vage gehalten, sodass man schnell mal orientierungslos durch die Spielwelt dackelt.

Mythos : Mythos bietet zwei Kamera-Perspektiven – hier die etwas unübersichtliche MMO-Ansicht, in der Sie mit den WASD-Tasten steuern.

Kamera-Perspektiven
Mythos bietet zwei Kamera-Perspektiven – hier die etwas unübersichtliche MMO-Ansicht, in der Sie mit den WASD-Tasten steuern.

Umfangreiches Handwerk

Richtig austoben können sich die Handwerk-Fans. Im Prinzip darf jeder Spieler alles herstellen, sofern er das nötige Rezept und die Rohstoffe dafür hat: Fern- und Nahkampfwaffen, Zauberstäbe, Kleidung, Tränke und so weiter. Auch gesockelte Spezialfähigkeiten wie erhöhte Angriffswerte oder Zauberresistenzen lassen sich einbauen, bergen aber ein Risiko: Je mächtiger Ihr Handwerksprojekt, desto wahrscheinlicher ein Fehlschlag. Außerdem brauchen Sie schon früh im Spiel viele verschiedene Rohstoffe, was die Sammelsucht ordentlich fördert. Hoffentlich schlägt sich das nicht im später geplanten Item-Shop nieder, in dem der verzweifelt gesuchte Rohstoff dann echtes Geld kostet...

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