Napoleon: Total War im Test
Sehr guter, aber abgespeckter Empire-Ableger
Fazit der Redaktion
Nicolai Gutmann: Creative Assembly hat Napoleon: Total War in vielen Punkten der Reichsverwaltung entschlackt. Weil ich mich nicht mehr so intensiv mit Handelsabkommen, Innenpolitik und Forschung befassen muss, spielt es sich temporeicher, und ich kann problemlos auch mal nur ein Stündchen nach der Arbeit in die napoleonischen Kriege ziehen. Wenn ich mehr Zeit habe, erobere ich aber lieber die ganze Welt im größeren, komplexeren Empire als nur das kleine Europa -- schade, dass ich dann nicht von der verbesserten KI und Performance profitieren darf.
Empire für zwischendurch
Michael Graf: Napoleon: Total War ist der beste Strategietitel im Napoleonischen Krieg, den ich bislang gespielt habe. Das liegt vor allem daran, dass das Total-War-Prinzip nach wie vor funktioniert: Die Reichsverwaltung ist gewohnt vielschichtig (zumindest in der Europa-Kampagne), die Schlachten verbinden Staungrafik mit Taktiktiefe. Trotzdem wäre mehr drin gewesen, zum Beispiel ein großer Feldzug statt überflüssiger Mini-Kampagnen. Außerdem stört mich, dass Empire nicht von den gelungenen Neuerungen profitiert. Sei's drum, wer Total War mag, kann für faire 40 Euro zugreifen. Zumal Creative Assembly mit dem Mehrspieler-Modus endlich einen alten Fan-Traum erfüllt.
Der beste Napoleon aller Zeiten