Der Gaming-Journalist Geoff Keighley ist ein offenbar ein Freund klarer Worte: Im Rahmen seiner neuen Live-Webshow »Live with YouTube Gaming« äußerte er kürzlich offene Kritik an No Man's Sky und dessen Erfinder Sean Murray.

Zwar sei es eine erstaunliche Leistung, ein Projekt wie No Man's Sky mit nur 15 Leuten zu verwirklichen und das Endergebnis sei auch wahrlich kein schlechtes Spiel. Dennoch halte er es für unfertig und repetitiv. Spiele würden normalerweise durch fähige Geschichtenerzähler und große Teams entwickelt - mathematische Formeln könnten das nicht ersetzen, so Keighley.

Sean Murray wie Peter Molyneux?

Der Journalist geht sogar soweit, Murray mit Peter Molyneux zu vergleichen. Die beiden Game-Designer würden sich gleichermaßen in den Ideen und Visionen ihrer Spiele verlieren und am Ende nicht das abliefern, was sie auf dem Weg dorthin noch großspurig versprochen hätten.

Das alles sind zwar harte, aber keine unbekannten Vorwürfe. Murray und sein Studio Hello Games stehen seit der Veröffentlichung von No Man's Sky massiv in der Kritik. Insbesondere versprochene und nun fehlende Features werden ihnen angekreidet.

Offenbar erste Stellungnahme absehbar

Murray indes möchte sich nun wohl erstmals ausführlich zu den ganzen Vorwürfen äußern. Wie Keighley in seiner Show verrät, standen die beiden erst vor wenigen Wochen wieder im Kontakt per E-Mail - und der Game-Designer erklärte sich bereit, Ende Oktober eine Stellungnahme in einer neuen Ausgabe von »Live with YouTube Gaming« abzugeben.

Ob es dazu wirklich kommt, bleibt abzuwarten.

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No Man's Sky - Screenshots aus dem Update 1.1 »Foundation«