Zum Thema » Blizzcon 2015 Übersicht Starcraft, Warcraft & Diablo » Overwatch: Kein Free2Play Blizzard-Shooter wird Buy2Play » Overwatch Beta Wie kommt man an Beta-Keys? Overwatch ab 8,78 € bei Amazon.de Overwatch soll ein reguläres Vollpreisspiel werden - mit 21 Helden zum Release. Das bestätigte Blizzard im Rahmen der BlizzCon 2015 in Anaheim und kündigte die drei noch fehlenden Helden Mei, D.Va und Genji gleich mit an. Wir waren vor Ort um sie anzuspielen und mit den Entwicklern zu sprechen. Unser Fazit: Die drei Figuren machen das Lineup des Team-Shooters wirklich komplett.

Am optisch unscheinbarsten und gleichzeitig spielerisch spannendsten ist Mei. Die Wissenschaftlerin kann als Mischung aus Verteidiger, Unterstützer und Tank agieren und bestimmte Bereiche für den Gegner versperren. Per Primärfeuer schießt sie aus kurzer Distanz einen Eisstrahl ab, der Gegner verlangsamt und schließlich ganz zum Stillstand bringt. Mit dieser Fähigkeit kann sie wichtige Ziele im Gegnerteam wie Heiler festhalten und dies den Teamkollegen so auf dem Präsentierteller servieren.

Eine weitere Fähigkeit erlaubt es Mei, eine massive Eiswand zu errichten, die sehr vielseitig eingesetzt werden kann: Gegner abschneiden, Zugänge abriegeln oder Kameraden nach oben befördern - hier eröffnen sich viele taktische Optionen. Außerdem kann Mei riskante (und für andere Supporter tödliche) Manöver wagen und sich in letzter Sekunde selbst in einen Eisblock verwandeln. Sie ist dann bewegungsunfähig, nimmt aber auch keinerlei Schaden, sondern heilt sich sogar - ideal für schnelle Hit-and-Run-Angriffe gegen eine Überzahl von Feinden. Ihr Ultimate wirkt den Eisstrahl ihrer Primärwaffe auf eine Fläche, sodass sich ganze Feindgruppen einfrieren oder Zonen und Engpässe effektiv verteidigen lassen.

Insgesamt ist Mei damit eine perfekte Ergänzung zur bestehenden Helden-Auswahl - sie spielt sich leicht und einsteigerfreundlich, kann aber in den Händen eines Experten schnell ein ganzes Team aufhalten. Außerdem liefert sie Steilvorlagen für viele Damage Dealer und könnte den bislang herrschenden Mangel an aggressiven Support-Spielern in der Beta beseitigen.

Genji ist dagegen ein Held für Fortgeschrittene: Der Cyborg-Ninja setzt auf extrem starke, aber auch riskante Manöver mit seinem Schwert: Per Tastendruck kommt er blitzschnell an den Gegner heran - ist der Schlag tödlich, wird der Cooldown sofort zurückgesetzt.

Aber das Schwert kann auch defensiv eingesetzt werden, wehrt dann sämtliche Geschosse ab und wirft sie dahin zurück, wohin Genji zielt - geübte Spieler reflektieren damit einen Headshot von Widowmaker oder den Raketen-Ulti von Pharah zurück zum Absender. Damit siedelt sich Genji irgendwo zwischen Tracer und Reaper an und knackt feindliche Linien, die sich z.B. mit Bastion, Mei oder Torbjörn zu tief eingegraben haben.

Publikumsliebling auf der BlizzCon war mit Sicherheit D.Va, die ein kleines Stück Titanfall in Overwatch einführt: D.Va ist entweder zu Fuß oder als Pilotin eines Mechs unterwegs, der mit massenhaft Trefferpunkten, zwei Maschinenkanonen und Schubdüsen als agiler Tank fungiert und gleich mehrere Gegner an sich binden kann.

Wird der Koloss zerstört, kann sich D.Va per Schleudersitz in Sicherheit bringen und lässt ihren Mech in einer gewaltigen Explosion zurück, die gern mal noch einen oder gleich mehrere Gegner verglühen lässt. Danach muss sich die Heldin mit einer Pistole am Leben halten, bis ihr Mech wieder verfügbar ist - dann kann D.Va ihn erneut anfordern und sogar Feinde darunter zerquetschen. Auf Knopfdruck wehrt der Anzug außerdem frontal alle Projekte mit Laserstahlen ab - und absorbiert damit zum Beispiel sogar einen komplettem Pharah-Raketenhagel.

Durch diese neuen Mechaniken ist D.Va extrem vielseitig: Im Anzug ist sie eine Art Fernkampf-Version von Reinhard, kann sich aber auch schnell neu positionieren - allerdings nur, wenn sie nicht schießt. Während des Waffeneinsatzes kann sich der Mech nämlich nur im Schneckentempo fortbewegen.

Die Kanonen liefern konstantes Unterdrückungsfeuer ohne Nachladen und zwingen nach und nach jeden Gegner im direkten Duell in die Knie, die große finale Explosion lässt sich dank Raketenschub auch noch zum Gegner lenken. Zu Fuß ist D.Va dann zwar schwach, aber dennoch nicht wehrlos und kann ihren Mech strategisch klug anfordern um das Gegnerteam zu überraschen oder ein Duell plötzlich zu drehen. Insgesamt eröffnet D.Va neue interessante Möglichkeiten durch ihre 2-in-1-Mechanik.

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Overwatch
Der Ninja Genji kann feindliche Angriffe reflektieren. Das klappt sogar mit einigen ultimativen Fähigkeiten - das richtige Timing vorausgesetzt.