Blizzard-Gerüchte : Starcraft: Ghost war der letzte Versuch Blizzards, aus StarCraft ein Actionspiel zu machen. Angeblich arbeitet das Team nun an einem ähnlichen Projekt, das sich spielerisch an Warframe orientiert. Starcraft: Ghost war der letzte Versuch Blizzards, aus StarCraft ein Actionspiel zu machen. Angeblich arbeitet das Team nun an einem ähnlichen Projekt, das sich spielerisch an Warframe orientiert.

Zum Thema Overwatch ab 3,88 € bei Amazon.de Tae Kim ist eigentlich einer der Redakteure der Finanznews-Seite Yahoo Finance, betreibt in seiner Freizeit aber bereits seit geraumer Zeit das Tumblr-Blog »The Firstadopter Column«. Dort widmet er sich unter anderen den Themen Gaming und Technologie. In einem neuen Blog-Artikel nimmt der Finanz-Experte und Hobby-Gamer nun Bezug auf die Aussagen eines Gaming-Industrie-Insiders und berichtet über einige Gerüchte und Spekulationen rund um die Zukunft von Blizzard.

Kim will demnach von einem Angestellten des Spielentwickler Details zu einem angeblichen Blizzard-Projekt in Erfahrung gebracht haben, das wohl hohe Wellen schlagen dürfte: Angeblich hat sich das bisherige Diablo-3-Team mittlerweile einer neuen Aufgabe zugewandt und entwickelt ein StarCraft-Actionspiel im Stile von Warframe. Inspiration sollen sich die Entwickler dafür aus Left 4 Dead, DayZ, Smite und anderen MOBA-Titeln (»Multiplayer Online Battle Arena«) geholt haben. Das neue Spiel soll sich aktuell in der Vorproduktion befinden und erst Ende 2016 oder noch später veröffentlicht werden.

Blizzard hat das kolportierte StarCraft-Spiel allerdings auf Nachfrage von Kim wohl dementiert. In einer Stellungnahme heißt es:

»Der aktuelle Fokus des Diablo-3-Teams ist der fortlaufende Support des Spiels durch Patch-Inhalte. Wir kommentieren generell keine Gerüchte oder Spekulationen, ich möchte aber sichergehen, dass klar ist, dass sie nicht an einem geheimen Projekt im StarCraft-Universum arbeiten.«

Aber Kim hat noch mehr inoffizielle Neuigkeiten in der Hinterhand. So berichtet der Blog-Betreiber, dass die Spielerzahlen des Sammelkarten-Spiels Hearthstone: Heroes of Warcraft mittlerweile den 75-Millionen-Meilenstein geknackt haben. Sollten sich diese Wachstumszahlen bewahrheiten, hätte Blizzard die Spielerzahlen des Titels seit deren letzter Bekanntgabe mehr als verdreifachen können. Für das Spiel soll zudem schon bald eine weitere Inhalts-Erweiterung veröffentlicht werden. Außerdem experimentiert das Entwicklerteam derzeit angeblich mit einem 2-gegen-2-Modus.

Weniger rosig sieht es laut Kim bezüglich Heroes of the Storm aus. Angeblich hat das Blizzard-Management nur geringe Erwartungen in einen finanziellen Erfolg. Angeblich zieht man sogar in Erwägung, einige leitende Entwickler zu entlassen.

Auch zu Overwatch, dessen Titel Blizzard demnächst wird möglicherweise noch ändern müssen, hat Kim Neuigkeiten in Erfahrung gebracht. Dem Blizzard-Insider zufolge ist sich das Unternehmen bezüglich des Finanzierungsmodells immer noch nicht sicher. Zur Debatte stehen derzeit ein Free2Play- und ein auf kostenpflichtige Inhalts-Erweiterungen fokussiertes Modell. Grundsätzlich soll der Online-Shooter zunächst aber kostenlos spielbar sein. Eine Veröffentlichung Anfang 2016 ist mittlerweile übrigens deutlich wahrscheinlicher. Zuletzt ging man noch von Ende 2015 aus.

Möglicherweise ebenfalls noch 2015 gibt es für World of Warcraft neue Inhalte. Angeblich wurde das Outsourcing der Art-Abteilung weiter vorangetrieben, so dass nun ein effektiveres und schnelleres Arbeiten möglich ist. Für die nächste Inhalts-Erweiterung soll dann auch schon ein erster Release-Candidate (»Feature Complete«) vorliegen.

Und auch mit StarCraft 2 geht es langsam aber sicher weiter. Angeblich befindet sich der dritte und vorerst letzte Teil der Trilogie, StarCraft 2: Legacy of the Void, in der finalen Phase der Entwicklung und könnte schon bald auf den Markt gebracht werden. Möglich wäre eine Veröffentlichung zwischen April und Juni 2015, heißt es von Seiten des Branchen-Insiders.

Silicon & Synapse
Jeder fängt mal klein an, so auch Blizzard. Das Unternehmen wurde 1991 von den drei frischgebackenen Universitäts-Absolventen Michael Morhaime, Allen Adham und Frank Pearce unter dem Namen Silicon & Synapse gegründet. Das Studio entwickelte eher wenige eigene Spiele und portierte vor allem die Spiele anderer Firmen auf neue Systeme. Die bekanntesten Eigenkreationen aus jener Zeit sind das Rätsel-Jump&Run The Lost Vikings und das Rennspiel Rock'N'Roll Racing, welches mit Paranoid von Black Sabbath einen sehr markanten Titelsong hatte.

Nachdem Silicon & Synapse 1994 von Davidson & Associates gekauft wurde, änderte man den Namen zunächst in Chaos Studios. Dabei wäre es auch geblieben - bis sich herausstellte, dass der schon von einer anderen Firma besetzt war. So überlegte man sich einen neuen Namen und kam auf Blizzard Entertainment. In diesem Jahr erschien dann auch der erste große Erfolg des Unternehmens - Warcraft: Orcs & Humans.