Pillars of Eternity 2 : Pillars of Eternity wie Skyrim statt Baldur's Gate? Eine solche Ausrichtung wünscht sich zumindest Obsidian Entertainments CEO Feargus Urquhart Pillars of Eternity wie Skyrim statt Baldur's Gate? Eine solche Ausrichtung wünscht sich zumindest Obsidian Entertainments CEO Feargus Urquhart

Zum Thema Pillars of Eternity ab 12,99 € bei Amazon.de Pillars of Eternity Hero Edition für 34,99 € bei GamesPlanet.com Ein 3D-Rollenspiel wie The Elder Scrolls 5: Skyrim. Das würde sich der Firmenchef von Obsidian Entertainment, Feargus Urquhart, für die Zukunft der eigenen Fantasy-Rollenspiel-Marke Pillars of Eternity wünschen.

Im Interview mit gamesindustry.biz gab sich der CEO des unabhängigen Entwicklerstudios aus Irvine, Kalifornien, erstaunlich offen und sprach über die Zukunft und Vergangenheit von Obsidian. So sei besonders der Erhalt der Unabhängigkeit ein sehr schwieriges Unterfangen innerhalb der Videospielindustrie - und nicht unbedingt erstrebenswert.

Selbst bei Millionenprojekten sei es hart, die benötigten Gelder vom Publisher vorab heraus zu kitzeln. Deswegen sei es der Job der Manager wie Urquhart, jeden Cent zwei Mal umzudrehen - in der Vergangenheit hat das auch schon Mal ausbleibende Gehälter für die Chefetage bedeutet.

Deswegen sei Urquhart froh über die eigene Rollenspiel-Marke Pillars of Eternity, die er selbst Projekten wie einem neuen KOTOR vorziehen würde.

Wir haben lange darüber nachgedacht, was man braucht, um ein großes Spiel zu produzieren, und was wir als Belohnung für diese großen Spiele bekommen. Beispielsweise würden wir - und wir arbeiten nicht dran, aber tun wir mal so - Knights of the Old Republic 3 entwickeln. Und es kostet 50 Millionen Dollar, dann kriegen wir 7,5 Millionen Dollar beim Erreichen der Meilensteine und dann vielleicht noch fünf Millionen Dollar als Gewinnbeteiligung.

Das ist für ein einzelnes Projekt eines unabhängigen Studios ziemlich gut. Aber ehrlich gesagt, ich kann mit zwei Pillars of Eternity mehr verdienen, als mit einem solchen Projekt. Und darüber hinaus: Wenn es ein kleineres Spiel ist, und es Erfolg hat, dann gehört es mir. Die Marke Star Wars werde ich niemals besitzen.

Die finanziellen Probleme für unabhängige Studios macht Urquhart an einem Beispiel deutlich:

Sagen wir, man braucht irgendeine Auftragsarbeit. Der Auftragnehmer taucht auf, man beschließt irgendetwas, vielleicht einigt man sich auf 10.000 Dollar. Dann wird um 3.000 Dollar als Vorauszahlung gebeten und man sagt »klar, kriegst du«. Sagen wir, ich mache ein Spiel für 50 Millionen Dollar. Ich muss darum kämpfen, 500.000 Dollar vorab zu bekommen. Ich will nicht sagen, dass Publisher böse wären, aber unsere Industrie ist hier irgendwie kaputt.

Urquhart sei deswegen besonders froh, dass der Erfolg von Pillars of Eternity Obsidian Entertainment Luft für zukünftige Projekte verschafft hat. Grundsätzlich hätte er aber auch nichts dagegen, von einem Publisher aufgekauft und auf diese Weise die Geldsorgen loszuwerden. Pillars of Eternity 2 wurde zuvor bereits quasi-angekündigt, mit Urquhart Wunsch auf ein 3D-Abenteuer ist zumindest ein langfristiger Plan mit der Marke zu erkennen.

Obsidian Entertainment hat zudem kürzlich Leonard Boyarsky eingestellt, er ist einer der Miterfinder von Fallout. Laut Urquhart arbeite er mit ein paar Mitarbeitern an einem neuen Projekt, abseits von Pillars of Eternity 2, Tyranny und Armored Warfare. Ein neues Fallout entstehe zwar nicht, aber es wird wohl auch kein Kickstarter-Projekt. Schließlich kann man über die Crowdfunding-Plattform keine 30 bis 50 Millionen Dollar einsammeln. Bleibt abzuwarten, mit welchem Publisher sich Urquhart dieses Mal um die Finanzierung streitet.

Pillars of Eternity
Der Drache zeigte sich überhaupt nicht verhandlungsbereit und machte unsere Gruppe genüsslich platt.