Zum Thema Playerunknown’s Battlegrounds ab 29,99 € bei Amazon.de Im Genre der Battle-Royale-Shooter ist die zusätzliche Monetarisierung durch kosmetische In-Game-Gegenstände schon fast ein Standard. Als einer der bekanntesten Genre-Titel praktiziert etwa H1Z1: King of the Kill den Verkauf von Kleidung und Kopfbedeckungen bereits seit einiger Zeit.

Auch beim aktuell so erfolgreichen PlayerUnknown's Battlegrounds (zwei Millionen verkaufte Exemplare trotz Early-Access-Status) ist man aktuell bestrebt, den langfristigen Support für das Spiel durch alternative Einnahmequellen zu sichern.

Loot-Crates kommen erst nach der Early-Access-Phase

Allerdings scheint man sich auch der teilweise negativen Einstellung innerhalb der Community gegenüber kostenpflichtigen Loot-Crates und Skins bewusst zu sein - und legt das Vorhaben bis zur Veröffentlichung der finalen Release-Version erst einmal auf Eis.

Das hat Brendan »PlayerUnknown« Green nun jedenfalls der englischsprachigen Webseite Gamasutra anvertraut. Im Interview erzählte der Game-Designer, dass man auf diese Art der Monetarisierung während der Early-Access-Phase verzichten werde:

Wir etablieren keine weitere Monetarisierung während der Early-Access-Phase. Das kommt erst danach. Um es einfach zu halten, werden wir Schlüssel haben, mit denen sich entsprechende Kisten öffnen lassen. Gleichzeitig wollen wir versuchen, eine gewisse Rarität beizubehalten. Das Öffnen einer Kiste kann also vielleicht einen Skin freischalten, der 20 Euro wert ist.

Kein Glücksspiel

Gleichzeitig schränkte Green jedoch ein, dass er strikt gegen Glücksspiel sei. Insbesondere Spiele mit den oben angedeuteten Loot-Crates gerieten in der Vergangenheit immer wieder durch zwielichtige Gestalten aus der Szene in Verruf. In China hat man darauf zwischenzeitlich reagiert - und fordert per Gesetz von allen Entwicklern, Drop-Raten und weitere Details zu den Lootboxen öffentlich zu machen.

Das Ziel sei es, so Greene weiter, eine nützliche Ökonomie aufzubauen. Und zwar für beide Seiten:

[...] für uns ist es Monetarisierung und gleichzeitig etabliert es eine Ökonomie für Kleidungsgegenstände.

Gameplay-Systeme bereits vorhanden

Die entsprechenden Gameplay-Systeme sind zumindest bereits in PlayerUnknown's Battlegrounds vorhanden. Mit während der Matches verdienter In-Game-Währung lassen sich schon jetzt Loot-Crates mit kosmetischen Gegenständen freischalten. Die meisten davon sind aber auch in der Spielwelt auffindbar - verschwinden dann jedoch nach der jeweiligen Partie wieder aus dem Inventar.

Für einige der besonders seltenen Kleidungsstücke werden allerdings schon jetzt horrende Preise aufgerufen: Beim Skin-Handel auf Steam werden alleine für den raren Trenchcoat aus der Vorbesteller-Edition teilweise über 170 Euro fällig.

Mehr dazu: Skin-Handel für PlayerUnknown's Battlegrounds gestartet, Preise explodieren

Playerunknown's Battlegrounds
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