Project Cars : Project Cars hat seit seiner Veröffentlichung mit Performance-Problemen bei AMD-Grafikkarten zu kämpfen. Nun hat das Entwicklerteam erneut eine Stellungnahme veröffentlicht - diesmal ausführlich. Project Cars hat seit seiner Veröffentlichung mit Performance-Problemen bei AMD-Grafikkarten zu kämpfen. Nun hat das Entwicklerteam erneut eine Stellungnahme veröffentlicht - diesmal ausführlich.

Zum Thema Project Cars ab 24,06 € bei Amazon.de Project CARS Digital Edition für 18,99 € bei GamesPlanet.com Schon einmal musste sich Slightly Mad Studios als Entwickler von Project Cars rechtfertigen: Vor einigen Wochen warfen Spieler dem Unternehmen vor, Besitzer von AMD-Grafikkarten bewusst zu benachteiligen und das Spiel lediglich für Nvidia-Hardware optimiert zu haben. Auch Bestechungsvorwürfe wurden laut.

Nachdem das Entwicklerteam bereits damals alle Vorwürfe zurückwies legte es nun noch einmal nach. In einem ausführlichen Statement werden einige Dinge erneut klargestellt und noch offene Fragen geklärt:

  • Project Cars ist kein GameWorks-Produkt. Wir haben eine gute Arbeitsbeziehung zu Nvidia und dasselbe gilt auch für AMD. Aber wir haben unsere eigene Render-Technologie, die alles abdeckt, was wir brauchen.

  • Nvidia ist kein Sponsor des Projekts. Unser Unternehmen hat keine finanzielle Unterstützung von Third-Party-Hardware-Unternehmen erhalten und würde dies auch nie erwarten.

  • Die Madness-Engine treibt PhysX mit nur 50Hz an und nicht mit 600Hz, wie in einigen Artikel behauptet.

  • Die Madness-Engine nutzt PhysX für die Kollisionserkennung und dynamische Objekte, was lediglich einen kleinen Teil des gesamten Physik-Systems darstellt.

  • Die Madness-Engine nutzt PhysX nicht für das SETA-Reifenmodell oder für die Chassis-Constraint-Solver (zwei der teuersten Physik-Sub-Systeme bei uns)

  • Die Madness-Engine nutzt PhysX nicht für die KI-Systeme oder für Raycasting, wir nutzen dazu eine optimierte Lösung.

  • Das Physik-System läuft komplett unabhängig vom Rendering und den Main-Game-Threads und greift dazu auf zwei Kerne mit 600Hz zurück

  • Das Physik-Threading interagiert nicht mit dem Rendering, es ist ein Push-System, das aktualisierte Positions-Informationen mit 600Hz an die Render-Bridge sendet

  • Jegliche Performance-Unterscheide zu PhysX würden sich nicht durch Unterschiede in den zu vergleichenden Rendering-Framerates niederschlagen. Es gibt keine Interaktion zwischen PhysX und dem Rendering.

  • Insgesamt nutzt PhysX weniger als 10 Prozent aller Physik-Thread-CPU auf dem PC. Das ist lediglich ein kleiner Teil des Physik-Systems, weshalb es keine visuellen Unterschiede geben würde, wenn man es auf CPU oder GPU laufen ließe.

  • Die direkte Einbeziehung von Nvidia und AMD war hinsichtlich der Unterstützung mit der Game-Performance in diversen Phasen der Entwicklung sehr fruchtbar. Sowohl AMD als auch Nvidia hatten stets Zugriff auf Working-Builds des Spiels und sie beide haben diese Builds getestet und uns ihre Ergebnisse mitgeteilt sowie Vorschläge für eventuelle Verbesserungen gemacht.

  • Das Testen des Spiels mit verschiedenen Treiber-Versionen hat eine Vielzahl an Performance-Ergebnis mit Nvidia- und AMD-Hardware erzielt. Und das ist auch so zu erwarten gewesen, denn Treiber-Änderungen können nicht immer mit jedem Spiel und jeder Grafikkarte getestet werden. Das ist der Grund dafür, warum die beiden Unternehmen auf das Spiel abgestimmte Treiber-Profile erstellt haben. So stellen sie sicher, dass sie das Beste aus dem Spiel herausholen.

  • Project Cars nutzt keine spezifische Partikel-Technologie von Nvidia. Das System, das wir nutzen, ist eine modifizierte Version derselben Technologie, die wir bereits bei Need for Speed: Shift und Shift Unleashed genutzt haben. Sie wurde komplett intern entwickelt. Der Grund für die Performance-Einbrüche bei sehr vielen Partikeln auf dem Bildschirm ist ganz einfach die intensive Verarbeitung einer größeren Anzahl gleichzeitig zu berechnender Partikel.

Project Cars ist seit dem 7. Mai 2015 unter anderem für den PC erhältlich. Zuletzt forderten vereinzelt Spieler aufgrund der anhaltenden Performance-Probleme mit AMD-Grafikkarten sogar ihr Geld von Slightly Mad Studios und Namco Bandai zurück.

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Auf den höheren KI-Schwierigkeitsgraden müssen wir uns jedes Überholmanöver hart erarbeiten.