Rainbow Six: Vegas 2 : Rainbow Six Vegas 2 3 Rainbow Six Vegas 2 3 Nachdem die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) dem Taktik-Shooter Rainbow Six: Vegas 2 ihr Prüfsiegel verweigert hatte, ließ Ubisoft das Spiel für den deutschen Markt anpassen (wir haben berichtet). Mittlerweile steht fest, was der Schere zum Opfer gefallen ist: das ACES-System. In der Originalfassung von Vegas 2 belohnt Sie ACES (Advanced Combat Enhancement Specialization) in den Disziplinen Close Combat (Nahkampf), Assault (Sturmangriff) und Marksmanship (Schießkunst) für besondere Leistungen. Benutzen Sie etwa mit Vorliebe Scharfschützengewehre und erzielen mit ihnen eine bestimmte Anzahl an Fern- oder Kopfschüssen, schalten Sie nach und nach bessere Sniper-Flinten frei.

Der Clou von Vegas 2 ist dabei, dass Sie Ihr Alter-Ego nicht nur im Mehrspielermodus, sondern auch in der Kampagne individuell ausrüsten können. Waffen und Uniformteile, die Sie im Deathmatch freischalten, dürfen Sie also auch mit in den Solo-Modus nehmen. Da in der deutschen Version das ACES-System fehlt, können Sie hier von Anfang an auf alle Waffen des Spiels zugreifen. Das bringt deutschen Rainbows letztlich einen Vorteil, immerhin müssen sie sich die stärksten Waffen nicht erst erarbeiten. Andererseits dürfte die Beschneidung Vegas 2 einen Teil seiner Langzeitmotivation rauben, insbesondere im Multiplayer-Modus.

Das übrige Erfahrungspunktesystem, das Sie nach einer bestimmten Zahl von Abschüssen in höhere Dienstgrade befördert, bleibt Vegas 2 erhalten. Allerdings dauert der Levelaufstieg in der deutschen Version länger, da die Erfahrungspunkte-Boni des ACES-Systems wegfallen. Kleiner Trost: Mit neuen Dienstgraden schalten Sie lediglich zusätzliche Kleidungsstücke und Schmuckgegenstände frei, die keine spielerischen Vorteile bringen, sondern nur schick aussehen.