Ravaged im Test
Einsam in der Wüste
Fazit der Redaktion
Sebastian Klix: Entweder wirft man Ravaged nach 15 Minuten wieder von der Platte, beißt sich wegen der (immerhin) 20 »zum Fenster rausgeworfenen« Euro in den Hintern und startet wieder Battlefield 3. Oder man erfreut sich am unverbrauchten, gut umgesetzten Setting und den vielen gut gemeinten Ansätzen. Denn auch wenn die Basis durchaus ordentlich ist, krankt Ravaged derzeit an vielen Kleinigkeiten, die zusammengenommen spürbar am Spielspaß nagen. Allen voran die überarbeitungsbedürftige Balance sowie die grausige Fahrphysik – wohlgemerkt in einem Spiel, das stark auf den bereiften Kampf setzt. Man kann nur hoffen, dass 2Dawn die Zeit und Gelegenheit dazu bekommt, hier noch einmal nachzubessern, denn dann könnte Ravaged richtig gut werden – wenn bis dahin die Server nicht komplett verwaist sind. Hätten die Entwickler mehr Zeit und ein größeres Budget gehabt, könnte Ravaged heute wahrscheinlich recht weit oben mitspielen. Allerdings war es vielleicht auch nicht unbedingt die beste Idee, sich bei der heutigen Konkurrenz, die sich mittlerweile auch im Free2Play-Bereich breitmacht, mit einem immerhin 20 Euro teuren, ambitionierten aber auch ungeschliffenen Mehrspieler-Shooter an die Öffentlichkeit zu wagen.