Resident Evil 5 - PC

3rd-Person-Shooter  |  Release: 18. September 2009  |   Publisher: Capcom
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Special: Die Resident Evil-Filme | Seite 2

Geschichte und Zukunft der Jovovich-Reihe

Outbreak: Die ersten drei Filme

Resident Evil (2002)

Sieht man es nicht allzu ernst, hielt sich der erste Resident Evil beachtlich nah an den Spielen. Wie im ersten Spiel geht es um eine geheime Forschungsanlage unter einem Haus, die mit schief gelaufenen Experimenten bevölkert ist. Im Film kamen der T-Virus, die Licker, Umbrella, mutierte Hunde, Zombies und verschiedene bekannte Figuren der Spiele vor - die Nennung des „Nemesis“ Programms deutete sogar schon auf ein Sequel hin - doch im Großen und Ganzen war das Endergebnis, sehr zum Ärgernis vieler Fans, trotzdem merklich anders.

Die Resident Evil-Filme : Der erste Resident Evil war 2002 ein großer Erfolg. Der erste Resident Evil war 2002 ein großer Erfolg. Anderson, der diesen und alle weiteren Teile schrieb, hatte sich die Spiel-Verfilmung ausgesucht, um damit eine Actionvariante von Alice im Wunderland zu erzählen. Wie in Lewis Carrolls Klassikergeschichte steigt Alice hier im Kleid in ein tiefes Loch hinab, um sich von grotesken Gefahren umgeben zu sehen.

Ein weiteres Indiz war die Tatsache, dass das böse Computersystem Red Queen hieß, genau wie die Königin im Buch, die sich darauf spezialisiert hatte, im Wahn Unwürdige zu enthaupten. Shock-Rocker Marilyn Manson, der als großer Fan des Autors selbst seit Jahren einen Film über das Thema drehen wollte, mochte das Konzept und übernahm ausnahmsweise einmal einen Film-Soundtrack, allerdings wusste auch er nicht, dass der Film später primär auf Action setzen würde.

Das war die Vorgabe Eichingers, der den Film am liebsten mit einer Altersfreigabe »ab 12 Jahren« in die Kinos gebracht hätte. Anderson stellte sich bei der Angelegenheit quer und behielt einen zumindest moderaten Härtegrad bei, inszenierte das blutige Horrorspiel allerdings gern als harmlosen Actionfilm. Mit Matrix-ähnlichen Slow-Motion-Szenen inszenierte er seine Alice als coole Kämpferin. Beim Kinopublikum kam die Umsetzung scheinbar gut an, die Umsätze waren zufrieden stellend, viele Fans der Vorlage hingegen enttäuscht. Statt Gruselatmosphäre und Spannung stand plötzlich seichter Popcornspaß im Vordergrund und gerade deutschen Fans schmeckte es nicht, die ehemalige Musiksendermoderatorin Heike Makatsch in einer ernsten Rolle zu sehen. Als Popcornfilm war Resident Evil unterhaltsam, doch Besitzer der Spiele sahen viel Potenzial verschenkt.

Resident Evil: Apocalypse (2004)

Die Resident Evil-Filme : Der zweite Film sollte eigentlich Resident Evil: Nemesis heißen. Der zweite Film sollte eigentlich Resident Evil: Nemesis heißen. Da alles, was halbwegs schwarze Zahlen schreibt, im Filmbusiness fortgesetzt wird, kam schon zwei Jahre später ein weiterer Resident-Evil-Streifen in die Kinos. Anderson, der mittlerweile mit Hauptstar Milla Jovovich liiert war, schrieb erneut die Vorlage, hatte wegen seines neuen Films Alien vs. Predator jedoch keine Zeit, sie selbst zu verfilmen. Er gab an einen Neuling ab, den bis dato niemand kannte: Alexander Witt. Witt, Assistenz-Regisseur zahlreicher Großproduktionen, übernahm die Leitung der Filmfortsetzung und schickte Alice wie schon im ersten Teil angekündigt gegen Nemesis aus, den Bösewicht des dritten Spiels.

Resident Evil: Apocalypse sollte daher ursprünglich auch, und deutlich passender, Resident Evil: Nemesis heißen. Aber da der ähnlich klingende Kinofilm Star Trek: Nemesis erst kurz zuvor mächtig gefloppt war, entschied man sich gegen den Originaltitel. Traditionsbewusst gab es aber erneut einen deutschen Auftritt: Blödel-Komödiant Tom Gerhardt spielt den ersten Zombie, der am Tor auf die flüchtenden Menschen losgeht.

Im Vorfeld gab es ein überaus reges Interesse am zweiten Resident-Evil-Film. Der erste Trailer konnte mehr Klicks verbuchen als andere, deutlich größere Produktionen. Und als der Film dann 2004 ins Kino kam, war er erfolgreicher als Teil eins, erntete aber trotzdem harsche Kritik. Feuilleton und Fans zerfetzten die Regiearbeit des Neuen und selbst Jovovich und Anderson mussten später eingestehen, dass ihre Wahl der Regie ein Fehler gewesen war.

Resident Evil: Extinction (2007)

Auch der dritte Resident-Evil-Film sollte ursprünglich einen anderen Namen. Kurioserweise sollte Teil drei erst Resident Evil: Afterlife heißen, ein Titel, den sich Regisseur Anderson dann für den vierten Teil aufhob. Anderson, der weiterhin die Drehbücher schrieb, wollte Resident Evil: Extinction zunächst in Japan spielen lassen, hatte letztendlich aber doch eine gänzlich andere Idee für das dritte Kapitel.

Die Resident Evil-Filme : Der dritte Resident-Evil-Film erinnert an die Mad-Max-Reihe. Der dritte Resident-Evil-Film erinnert an die Mad-Max-Reihe.

Nach katastrophalen Kritiken zum zweiten Film wollte er einen markanten Stilbruch und stellte sich den nächsten Film als eine Art Resident Evil: Mad Max vor. Statt Bunker und Straßen bei Nacht gab es im dritten Leinwandausflug viel Wüste und fast ausschließlich Szenen bei Tag. Abgesehen davon blieb man dem bisherigen Erfolgsmuster weiterhin treu. Action stand im Vordergrund, wieder wurden den Spielen Figuren und Wesen entliehen; so gab es endlich sowohl mutierte Krähen als auch den Tyrant, der schon im ersten Spiel als Gegner auftaucht.

Ebenfalls neu: Paradebösewicht Albert Wesker taucht im Film auf - allerdings nur am Rand, denn Anderson wollte sich die Figur für einen eventuellen vierten Teil aufbewahren. Dabei ging man während der Produktion von Extinction noch davon aus, das der dritte Teil wohl der Abschluss der Filmreihe werden würde – man irrte.

Drehen durfte den Film Regisseur Russell Mulcahy, der zwar nach wie vor kein großer Name ist, mit dem ersten Highlander aber schon einen Action-Klassiker in petto hatte. Seine Regiearbeit war der von Anderson deutlich näher, erreichte dessen Pepp aber auch nicht so ganz. Die Reaktionen auf den Film waren erneut gemischt. Die einen sahen ihn als stupiden, aber recht unterhaltsamen Popcorn-Actionfilm, Spielefans hingegen als unnötig aufgebretzelte Actionvariante der Horror-Franchise.

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Avatar XpingwinX
XpingwinX
#1 | 15. Sep 2010, 18:12
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar The One Avatar
The One Avatar
#2 | 15. Sep 2010, 18:16
Wau Gamestar wie ihr einige Fans und "nur bei Blendfilmen" wie Avatar zu begeisternde Kritiker unterstützt. Beachtlich. :O

Spass beiseite weder ist euer Artikel falsch noch die Fans doof, noch finde ich Avatar scheisse. Aber das mit den Kritikern ist so eine Sache.

Ich war RE Fan seit ich 2002 RE0 sowie RE1 Remake auf dem GameCube gespielt habe. Aber ich lern(t)e offen zu sein für alles! RE4 kein RE mehr? Wieso? RE ist und bleibt RE und nur weils einem nicht mehr gefällt, nicht mein Problem. Ok Der HorrorTrip der ANGST gemacht hatte wandelte in einen sehr guten Shooter ohne sonderlich angsteinflössenden Szenen aber ein sehr guter Shooter immernoch. Bitte die 14-20h Spielzeit von RE4 (und 5...) nicht vergessen.

Film trenne ich strickt vom Spiel Gespladdere...
...es hat genug mit den Essenzen eines RE zu tun (Umbrella, Virus, Zombies...)...
...Milla Jovovich ist geil...
...Martial Arts ist geil...
...Beides zusammen ist super...
...die Filme sind allesamt unterhaltsam...
...sie sehr gut...


Ich LIEBE Trash Filme! (Troma...)
Über ein Planet Terror geht nichts. Und RE verkommt immer mehr zum Trash-Mist mit geilen Bitch die immer mächtiger wird, und jetzt in 3D. Mein Herz wünscht nichts mehr als geiles Gespladder. <3
Die Spiele sehe ich anders und freue mich auch da auf jeden Teil bzw. die Spin-Offs. (Darkside Chronicles z.B.)
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Avatar Der_Dutch
Der_Dutch
#3 | 15. Sep 2010, 18:23
"Doch nun ist scheinbar wieder alles offen, fest steht nur, dass es nach Teil fünf langsam eng wird für Milla Jovovich. Sie ist mittlerweile 34 und Mutter, bereits im dritten Film nutzte man CGI-Weichzeichner, um ihr Gesicht aufzupeppen. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, wie lange Sie noch als kampferprobte Alice durchgeht."

Vielleicht ein bisschen übertrieben - es ist ja nicht so, als bräuchte man mit 40 notwendigerweise einen Krückstock.
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Avatar Exilant
Exilant
#4 | 15. Sep 2010, 18:30
Uter Artikel. Für mich ist Re geiler Popcorn-Trash. :)

Was mich stört ist das das Wüstenscenario verworfen wurde. Ich hoffe mal das das Filmtechnich irgentwie erklärt wird, fortschritte von Umbrella oder so. Die Reihe sollte schon in sich konsistent bleiben.

Teil 3 find ich aber am besten.
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Avatar Goldberg070
Goldberg070
#5 | 15. Sep 2010, 18:33
Ich bin zwar auch ein Fan der Rwesident Evil Spiele und hätte mir eine Verfilmung des ersten Spiel, welches nah am Spiel ist und vielleicht einige Elemente des Buches übernimmt, schon gewünscht.

Aber auch, wenn die Filme fast nur den Namen der Serie haben, so sind die Filme nicht so mies, wie sie gerne gemacht werden. Es sind halt auf Action ausgelegte Horrorfilme, die sich selbst nicht immer ganz so ernst nehmen und für einen launigen Abend reichen sie allemal. Zwar sind sie zugegebenermaßen eher etwas für Trashfans, aber schlecht gemacht sind sie nicht.

Dennoch wäre es wünschenswert, wenn sich eine Produktionsfirma das Spiel nochmal als düsteres, klaustrophobisches und brutales Gruselkabinett vornehmen würde. Ich weiß zwar nicht, ob ich mir den Film an ansehen würde, da ich "harte" Horrorfilme nicht vertrage, aber mal schauen...
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Avatar xBudix
xBudix
#6 | 15. Sep 2010, 18:34
Schön wäre es ja mal wenn sie wirklich Resident Evil verfilmen und nicht den scheiß den sie da raus gemacht haben bisher.
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Avatar Akuma
Akuma
#7 | 15. Sep 2010, 18:36
Netter Artikel, Schöne Filme, aber für mich leider mit Teil 4 gestorben da ich keine lust hab jeden Film in 3D sehen zu müssen. Mal davon angesehn das es preislichen auf Dauer teurer ist.
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Avatar CrashDown
CrashDown
#8 | 15. Sep 2010, 18:43
Das Drehbuch der Romero-Version ist übrigens im Internet zu finden.
Wer möchte kann ja mal einen Blick riskieren.

Hier ein Link:
http://www.dailyscript.com/scripts/residen t_evil_romero.html

Das Leerzeichen im Link bitte löschen.
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Avatar mh0001
mh0001
#9 | 15. Sep 2010, 18:43
Irgendwie werden die Zuschauer dieses Films hier nur auf zwei Kategorien verteilt: 1. Die, die ihn als inhaltslosen aber unterhaltsamen Popcorn-Action-Streifen sehen und 2. die "Fans", die jede Sekunde des Films für grauenhaft halten, weil er nicht in jedem einzelnen Atom dem Spiel entspricht. Wenn ihr meint, dass es nur diese zwei Gruppen gibt, bitteschön...
Aber schon seltsam, weil ich fand vor allem den ersten und zweiten weder inhaltslos noch Popcorn-Film, sondern beide richtig super mit einer Story, die meiner Ansicht nach weder unterfordert noch aufgesetzt wirkt. Und einen Film, der das Spiel nacherzählt, will ich nicht, das wär ja mal sowas von langweilig.
Wie man die RE-Filme als Trash oder B-Movies bezeichnen kann, ist mir ein Rätsel.
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Avatar rolitheone
rolitheone
#10 | 15. Sep 2010, 18:48
Seit Sigourney Weaver muss man eigentlich wissen, dass 34 noch kein Alter ist :)
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Details zu Resident Evil 5

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: 3rd-Person-Shooter
Release D: 18. September 2009
Publisher: Capcom
Entwickler: Capcom
Webseite: http://www.residentevil.com
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