Zum Thema » Kritik zu Resident Evil: Afterlife 3D Echtes 3D und falsche Fährten Resident Evil 5 ab 6,99 € bei Amazon.de 1994 war der damals 29jährige Spieldesigner Shinji Mikami zufrieden mit seinen bisherigen Arbeiten, wollte aber gerne mal was Neues ausprobieren. Nachdem er für Disney an kindgerechten Super Nintendo und Gameboy Spielen wie Aladdin und Goof Troop gearbeitet hatte, wollte er als nächstes ein gruseliges Spiel für Erwachsene entwickeln. Biohazard, so der Titel, sollte ein Horror-Adventure werden, das gänzlich nur in und um ein scheinbar verlassenes Herrenhaus spielt. Der Spieler sollte darin effektvoll in Angst versetzt werden und ein fesselndes, kinoreifes Abenteuer voller Untoter, Zombies und Monster erleben.

Die Resident Evil-Filme :

Damals ahnte Mikami nicht, dass er mit seinem Projekt den Startschuss für eine Erfolgsserie liefern würde, die es später von der Spielkonsole auf die Kinoleinwand schaffen sollte. Capcoms Zombiehatz, in der westlichen Welt besser als Resident Evil bekannt, ist heute eine der größten und bekanntesten Konsolenreihen überhaupt.

Seit vierzehn Jahren im Geschäft, durchlebte der eigenwillige Mix aus Horror-, Action- und Rätselspiel erfolgreich zahlreiche Konsolengenerationen. Neben der fünfteiligen Hauptreihe gibt es heute Remakes, Prequels, verschiedene Spin-Offs und Railshooter, die alle im selben Universum spielen. Figuren wie Nemesis, Leon Kennedy und Chris Redfield haben Kultcharakter erlangt, den Menüspruch „Resident… Evil!“ kennen ganze Spielergenerationen.

Die Beliebtheit der Franchise führte im Laufe der Zeit dazu, dass sie wie alle werbewirksamen Marken alsbald über die Spiele hinaus erweitert wurde. Spielzeuge, Comics und Bücher folgten, und da sich auch diese als überaus populär erwiesen, war eine Umsetzung als Realfilm nur eine Frage der Zeit. Mittlerweile gibt es nun vier Filme, die die Meinungen gehörig spalten. Für die einen sind sie schlimmer als die Umsetzungen von Spielen wie Doom, Street Fighter und Dead or Alive, andere hingegen halten sie für wunderbar unterhaltsamen Popcorn-Trash.

Ground Zero: Wie alles begann

Der ein oder andere hat sicher schon mal bemerkt, dass die Resident Evil Filme keine reinen US-Filme sind, sondern zum Teil von deutschen Unternehmen co-produziert werden. Das ist auf einen cleveren Deal der deutschen Constantin Film AG (Fantastic Four, Der Untergang) zurückzuführen, die bereits 1997, kurz nach Veröffentlichung des ersten Spiels, die Verfilmungsrechte für die Marke erwarb. Mehrere Jahre lang arbeitete das Studio daraufhin selbst an einer Verfilmung, bis man sich letztendlich doch überlegte, einfach Altmeister George A. Romero für die Umsetzung zu engagieren.

Die Resident Evil-Filme : Alice (Milla Jovovich) steht im Mittelpunkt der Filmreihe. Alice (Milla Jovovich) steht im Mittelpunkt der Filmreihe. Der bekannte Horrorregisseur gilt als Meister seines Fachs, schließlich legte er 1968 mit Die Nacht der lebenden Toten – damals noch in Schwarz/Weiß gedreht – den entscheidenden Grundstein des Zombiefilm-Genres, das er nachfolgend mit seinen Fortzungen Dawn-, Day-, Land-, Diary- und Survival of the Dead maßgeblich definierte. Romero, selbst Fan der Resident-Evil-Spiele, schrieb kurzerhand ein Drehbuch, das wohl jeden Kritiker der heutigen Filme verstummt hätte.

In seiner Fassung gab es keine Slow-Motion Action und keine One-Liner, stattdessen war es eine recht genaue Umsetzung des ersten Spiels mit Gewichtung auf Atmosphäre, Spannung und Grusel. Fans, die von dem Script erfuhren, waren begeistert, doch Constantins Oberhaupt Bernd Eichinger war unzufrieden. Da er Romeros Idee aufgrund des Blutgehalts und der düsteren Ernsthaftigkeit schlichtweg keinen Mainstream-Erfolg zutraute, lehnte er sie ab und suchte sich als Ersatz den Briten Paul W.S. Anderson, der damals bereits das Spiel Mortal Kombat verfilmt hatte. Anderson besetzte die kampferprobte Milla Jovovich (Das 5. Element) als Hauptfigur und versprach einen Film abzuliefern, der der Spielreihe würdig sein sollte. Es kam anders.