Runaway 2 im Test
Eine würdige Fortsetzung mit kleinen Macken
Fazit der Redaktion
Ich habe noch keine Figur so demontiert gesehen wie Gina: Im Abenteuer spielt sie keine Rolle mehr, ihr »Retter« Brian macht derweil mit anderen Frauen rum. Verschenktes Potenzial steckt in diesem Spiel sowieso zur Genüge. Viele Charaktere (vor allem die bösen) baut Runaway 2 erst auf, um sie dann zu vergessen. Alle Logik und ein Großteil des Komforts der ersten Spielhälfte gehen gegen Ende flöten. Und das offene Ende ist kein Spannungsträger, sondern eine Enttäuschung! Dürfen wir wieder vier Jahre warten, bis es weiter geht?!
So, durchatmen. Hatte ich Spaß beim Spielen? Aber ja! Denn bei allen Schwächen ist Runaway 2 ein tolles Abenteuer. Das liegt vor allem an der schön stimmungsvollen, fein animierten Grafik und - zumindest stellenweise - am ironischen Witz. Beides belohnt mich durchgehend für gelöste Probleme. Die Atmosphäre passt, die Schauplätze sind exotisch, Brian sympathisch-eigenwillig. Und wer sich in die verquere Logik der Spielwelt eingedacht hat, bekommt viele der Rätsel schließlich auch heraus. Eine Empfehlung ist Runaway 2 also allemal - aber bei weitem keine Referenz.
»WEN soll ich retten?«