R.U.S.E. im Test
Viel Flair, viel Fummelei
Fazit der Redaktion
Daniel Matschijewsky: R.U.S.E. hat mich positiv überrascht. Insbesondere im Multiplayer-Teil bringt das ausgeklügelte Schere-Stein-Papier eine ordentliche Portion Taktik in die Echtzeit-Schlachten, ohne dabei all zu sehr in Mikromanagement auszuarten. Dem Kollegen Graf mag das stellenweise zu seicht sein. Ich aber ziehe kurzweilige Panzerscharmützel dem Komplexitätskrieg vor. Um mein Leben als General noch spaßiger zu machen, sollte Ubisoft aber dringend an der Bedienung feilen.
Michael Graf: Ich gestehe, dass ich R.U.S.E. nach dem drögen Betatest schon in der Hirnschublade »nett, aber nicht grandios« abgelegt hatte. Doch abgesehen von der Fummelbedienung haben die Entwickler seitdem merklich am Spiel geschraubt. Klar, R.U.S.E. ist immer noch keine realistische Kriegssimulation, dank der Taktiktiefe und der Kriegslisten entwickeln die Zoomschlachten dennoch ein gerüttelt Maß Anspruch und Abwechslung. Und sie spielen sich vor allem anders als in den anderen Weltkriegs-Titeln. Ein Extralob haben sich die Entwickler für die saubere Programmierung verdient: Die Gefechte laufen flüssig, die Ladezeiten sind schön kurz.