Zum Thema » Saints Row 4 - Test Ein Wahnsinnsspaß » Saints Row: The Third - Test Mit Riesendildos an die Macht Saints Row: Gat Out of Hell ab 4,24 € bei Amazon.de Saints Row: Gat Out of Hell für 13,49 € bei GamesPlanet.com Nehmen wir mal an, Saints Row wäre Realität: Barack Obama ist Anführer einer Straßengang, die sich von einer simplen Verbrecherbande zur Pop-Ikone hochgedealt hat. Ex-Knackis sind im Präsidialkabinett der USA. Und das ist nicht mal das Schlimmste: Aliens haben 2013 die Erde ins Visier genommen, das Weiße Haus entführt und unseren Planeten in die Luft gesprengt! Zum Glück ist Obama in dieser alternativen Realität nicht nur Politiker, sondern auch schießwütiger Actionheld und findet sogar einen Weg, die Erde zurückzubringen. Doch dann kommt eine unerwartete Gefahr aus der Tiefe: Satan und seine Höllenbrut.

Denn Präsident Obama hat im Lauf seiner Karriere so viele Gegner auf dem Gewissen, dass der Teufel persönlich ihn zum perfekten Heiratskandidaten für seine Tochter kürt und in die Hölle entführt. Pech gehabt. Aber da hat der feuerschleudernde Hörnerkopf seine Rechnung ohne Obamas Freunde gemacht - denn die heften sich prompt an dessen Fährte, um den Präsidenten der Vereinigten Staaten wieder aus dem Höllenpfuhl raus zu boxen.

Saints Row: Gat Out of Hell
Die finstere, grau-braune Spielwelt präsentiert sich größtenteils eintönig – selbst für die Hölle. Blackbeards gestrandetes Schiff gehört allerdings zu den Highlights.

Ist zum Glück alles nur ein abgedrehtes Gedankenexperiment, denn Obama hat im schlimmsten Fall in amerikanischen Vororten mit »Yes we can«-Buttons gedealt, zeigt aber, dass die Saints-Row-Reihe auch mit dem neuen Spin-Off Saints Row: Gat Out of Hell keinen Funken ihrer abgedrehten Stimmung verloren hat. Ganz im Gegenteil: Mit dem Ausflug in die Hölle wird das ursprünglich urbane Sandbox-Gameplay aus Autos knacken, Gang-Mitglieder um die Ecke bringen und Geld scheffeln mehr denn je zu einem Echo vergangener Tage. Nach einigen Anspielstunden mit Gat Out of Hell halten wir das nicht unbedingt für einen schlechten Ansatz, aber auch nicht zwangsläufig für einen guten.

Neue Helden, neue Flügel

Denn Saints Row fühlt sich immer weniger wie der Südstaaten-Cousin der GTA-Reihe an, sondern mehr wie ein Mix aus den Sandbox-Passagen der Arkham-Trilogie und dem Setting des ersten Darksiders. Zwar gibt's immer noch Handfeuerwaffen, Autos und Straßenverkehrsregeln, die werden aber immer unwichtiger, weil neue Elemente sie verdrängen. Zum Beispiel Flügel: Bereits unmittelbar nach Spielbeginn erhält unser Held die Fähigkeit zu fliegen - per Tastendruck schwingen wir uns in die Luft und gleiten wie Kollege Batman durch die Häuserschluchten der Höllenmetropole.

Saints Row: Gat out of Hell : Die Superkräfte und Waffen im Spiel orientieren sich an den sieben Todsünden, hier sehen wir die Wolllust in Aktion. Die Superkräfte und Waffen im Spiel orientieren sich an den sieben Todsünden, hier sehen wir die Wolllust in Aktion.

Das macht jedes Fahrzeug nahezu überflüssig. Zwar sind wir durch eine Ausdaueranzeige in unserer Flugfähigkeit begrenzt, die füllt sich aber nach kurzem Absetzen automatisch wieder auf, und weiter geht der luftige Ritt. Mit den Flügeln können wir übrigens auch Häuserfassaden hochsprinten und gigantische Sprünge hinlegen. Wer da noch das Gaspedal bevorzugt, muss wirklich ein ganz besonderes Faible für Autos haben.

Oh, und bevor wir es vergessen: Wir spielen erstmals nicht den Gangboss/Präsidenten aus den ersten vier Saints-Row-Teilen, sondern dessen langjährige Gefährten Johnny Gat (famos englisch vertont von Schauspieler Daniel Dae Kim) und Kinzie Kensington. Denn der ehemalige Protagonist ist ja in des Teufels Gefangenschaft. Um ihn zu retten, müssen wir den Herrn der Hölle aber erstmal dazu bringen, uns zu beachten, indem wir für Aufmerksamkeit in der Höllenmetropole sorgen.