Space Rangers 2: Dominators - PC

Strategie  |  Release: 30. August 2006  |   Publisher: 1C Company
5 von 5 Leser fanden diese Rezension hilfreich

Leser-Rezension zu Space Rangers 2: Dominators

Einmal Pizza Vier Jahreszeiten bitte!

Von Tsabotavoc |

Datum: 30.12.2012 | zuletzt geändert: 30.12.2012, 04:40 Uhr


Bevor wir mit dem eigentlichen Review beginnen ein kleines Quiz: Welches Spiel vereint folgende Spielelemente in sich: Großwildjagd, Skigebiet managen, Pizzabäcker werden, Boxmeisterschaften im Gefängnis gewinnen, Pirat sein, Waffen schmuggeln, Planeten erkunden, Botenjunge spielen, In Riesenrobotern kämpfen, Echtzeitstrategie, Raumkämpfe, Rollenspiel...


Ihr seht: Es gibt viel zu tun - packen wirs gemeinsam an!

 

Der Sprung ins kalte Wasser

Das Spiel lässt einen zu Beginn ziemlich allein weshalb man sich auf eine harte Einarbeitungszeit einstellen sollte. Nachdem man seinen Charakter erstellt hat - wobei man die Wahl aus mehreren Rassen und Klassen hat - startet man mit einem kleinen Tutorial.

Von den kriegerischen, wilden Maloqs angefangen über die Menschen hin zu den hochtechnisierten Galianern ist für jeden etwas dabei. Je nachdem welche Klassenwahl wir treffen - es gibt sechs davon - unterscheidet sich unser Start recht erheblich.

Das Startpaket ist jedoch wirklich nicht mehr als ein Startpaket. Selbst ein galianischer Händler kann im Laufe des Spiels noch zu einem blutrünstigen Piraten werden. Dazu aber später mehr.

Im Tutorial wird uns in - für das Spiel typischen Textwänden - die Hintergrundstory, die Grundlagen von Raumkampf und Handel sowie die Bodenschlachten näher gebracht.

Danach können wir tun und lassen was wir wollen. Die spielerische Freiheit kann dabei schon ein bisschen erschlagend sein.

 

Von Piraterie und Handel


Die meiste Zeit des Spiels verbringt man sein Schiff von Sonnensystem zu Sonnensystem zu fliegen. Das funktioniert in einer Art rundenbasiertem System. Soll heissen: Wir sehen Planeten, Raumschiffe und Stationen von oben und bewegen unser Schiffchen per Klick durchs Weltall. Vor allem zu Anfang werden wir uns damit zufrieden geben müssen eher kleine Brötchen zu backen. Und das kleinste Brötchen ist der Handel mit Erzen.

Diese können wir - mit einem Bergbaulaser in Stücke schießen und dann mit einem Greifarm in den Frachtraum laden. Danach können wir das Erz auf einem Planeten verkaufen. Das macht man idealerweise in einem Industriellen System das aus diesen Erzen wiederum höherwertige Produkte herstellt mit denen wir mehr Gewinn machen können.

Wenn das System von Piraten überfallen wird bricht schnell der Handel im System zusammen und unsere Einnahmen steigen ins Unermessliche. Immer unter der Voraussetzung das wir es tatsächlich bis zu den Planeten schaffen.


Denn natürlich können uns die Piraten angreifen. In der Regel können wir uns dann freikaufen indem wir Ihnen Geld anbieten. Im schlimmsten Fall müssen wir jedoch den Weg freikämpfen.

Dazu wählen wir unsere Waffen aus mit denen wir den Feind angreifen wollen und wählen aus einer Reihe verschiedener Angriffsmodi. Wirklich kompliziert ist das nicht - das bessere Schiff gewinnt meist klar. Mit Taktik allein kann man wenig rausreissen.

 

Die Macht des Fluxkompensatorantriebs

Selbstverständlich bleibt der Handel bis zum Schluss eine wertvolle Einnahmequelle. Gerade wenn wir uns regelmäßig Marktanalysen aus den Handelszentren kaufen sind uns gute Profite sicher.

Spätestens wenn wir einen größeren Tank und einen neuen Antrieb haben eröffnet sich uns aber ein neues Betätigungsfeld: Missionen im Auftrag der diversen Regierungen.

Aufträge müssen innerhalb eines bestimmten Zeitlimits erledigt werden weshalb wir einen stärkeren Motor kaufen müssen mit dem wir weiter springen können und einen größeren Tank.

Leider bedeutet ein größerer Tank auch mehr Gewicht weshalb wir weniger Waren an Bord haben können...

Zudem verbessert sich der allgemeine Technologiestand der Galaxie von Jahr zu Jahr. Um nicht Futter für Piraten und Korsaren zu werden müssen wir also Schritt halten und uns auf aktuellem Stand halten.

Die Missionen reichen von Transportaufträge über Anschläge bis hin zu eher speziellen Missionen. Generell kann ich nur empfehlen die Beschreibungen zu lesen. Beispiel gefällig?

Ein Botschafter der Menschen hat eine Zahnbürste vergessen. Die Galianer haben sie analysiert und festgestellt das sie nur 2% der maximal möglichen Effizienz hat und haben sie so verbessert das sie nun auch die Gehirnnebenhöhlen reinigt und die Intelligenz steigert. Zudem fördert sie das Wachstum von Bakterien die wir "Kariesmonster" nennen.

Sofort kriegen wir den nächsten Auftrag: Eine Spezialmedizin gegen Blasterverbrennung von den Maloq besorgen. Kein Problem. Nur: Die wollen die nicht einfach so rausrücken. Also müssen wir uns in der Jagd auf Swarokoks beweisen.

Das passiert in einem Textadventure wie in den guten alten Zeiten.

 

Lasst uns Swarokoks jagen!

Jedes dieser Textadventures hat seine eigenen Tricks und Kniffe. Bauen wir Fallen um die Swarokoks ihrer wertvollen Krallen zu entledigen? Oder legen wir und mit dem Messer im Gebüsch auf die Lauer? Erledigen wir sie mit der Keule oder gar mit bloßen Händen?

Insgesamt gibt es über zwanzig dieser Aufträge und es ist unwahrscheinlich das man alle in einem Durchspielen bekommt.

Es kann passieren das wir inhaftiert werden. Wir müssen eine Präsidentenwahl gewinnen oder einem desolaten Skigebiet auf die Sprünge helfen.

Oder wir helfen AC/DC zu einem Revival...

Kurz und gut: Wer des Lesens nicht zu faul ist bekommt hier durchaus einiges geboten - auch abseits der Raumschlachten.


Die Dominatoren greifen an!

Das Ziel des Spiels ist es die Dominatoren - eine künstliche Intelligenz mit selbst replizierenden Robotern - zu besiegen. Es gibt drei verschiedene Dominatorenrassen die sich untereinander feindlich gesinnt sind und jeweils ihr eigenes Kommandoschiff haben.

Wenn die Dominatoren ein System angreifen versammeln sich die Rangers - man ist ja nicht allein im Weltall - und die Streitkräfte der Koalition um sie aus dem System zu verdrängen.

Allein kann man kein System von Dominatoren befreien weshalb man hier gemeinsam vorgehen muss.

Wir haben Glück: Die Rangerlegenden Immiotis, Gerhard und Ecker sind bereits versammelt um einen Angriff auf die Invasoren zu starten.

Wenn wir Dominatoren von einem Planeten vertreiben wollen müssen wir sie in einem Command&Conquer meets Mechwarrior-Szenario besiegen.

Wir starten von einer Basis die wir mit Geschütztürmen schützen können und müssen mit selbst designten Kampfrobotern dem Gegner die Basen abluchsen. Dabei können wir die Roboter wie in Command&Conquer steuern, sie von einer - leider sehr dummen - KI automatisch kämpfen lassen oder uns selbst ans Steuer klemmen.
Wenn das System erfolgreich von den Dominatoren befreit wurde bekommen wir nicht nur Erfahrungspunkte sondern verbessern auch unseren Ruf mit der betreffenden Rasse wodurch wir bessere Handelskonditionen und lohnendere Missionen bekommen.

Kurz und gut: Das Universum lebt. Und wir sind mitten drin!

 

Das ist mir noch nicht genug!

Dann möchtet ihr eventuell einen Planeten erforschen um verborgene Schätze darauf zu entdecken?

Oder doch lieber eines der Eliteraumschiffe erwerben?

Oder einfach nur der gefürchtetste Pirat in der Ranger-Rangliste werden?

Das Spiel lässt euch wirklich jede nur erdenkliche Freiheit. Man muss sie nur ergreifen.

 

Suchtfaktor hoch 10

Ich gestehe: Ich habe die Dominatoren noch nie besiegt. Aber ich habe es schon oft versucht und bin immer wieder von der Tiefe und Vielfalt des Spiels fasziniert.

Der Test oben hat nur einen Bruchteil der Möglichkeit angerissen. Obwohl ich nun schon sehr viel Zeit mit dem Spiel verbracht habe stoße ich immer wieder auf Neues.

Solange euch die eher zweckmäßige Grafik und die Textwände nicht abschrecken habt ihr hier ein - überaus günstiges - Spiel das euch locker über die Wintermonate bringt.

 

Wertung:

80/100 » alle Rezensionen von Tsabotavoc (43)

Screenshots zu Space Rangers 2: Dominators

Pro & Contra

  • Unglaublich viele Möglichkeiten
  • Viele Missionen
  • Komplexes Handelssystem
  • Variabler Schwierigkeitsgrad
  • Die Grafik ist veraltet
  • Sehr viele Textwüsten

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgradgenau richtig
Bugs im SpielNein
Bisher im Spiel
verbrachte Zeit
Mehr als 40, weniger als 100 Stunden

5 von 5 Leser fanden diese Rezension hilfreich

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Avatar Deathreaktor
Deathreaktor
#1 | 02. Jan 2013, 12:08
Schöner Test!
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Avatar Thorlof
Thorlof
#2 | 04. Jan 2013, 16:47
wirklich gelungener test. hätte zwar hie und da noch etwas ausgeführt werden können, deckt sich aber sonst mit meinen erfahrungen.
ein wirklich sehr gelungenes spiel (das ich ebenfalls noch nie durchgespielt habe...).
vllt. sollte ich mich auch mal als händler versuchen, hab bei meinen bisherigen versuchen egtl. immer nur quests gemacht und beute verkauft ;)
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Details zu Space Rangers 2: Dominators

Plattform: PC
Genre Strategie
Untergenre: -
Release D: 30. August 2006
Publisher: 1C Company
Entwickler: Elemental Games
Webseite:
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
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