Spore im Test
Vom Einzeller zum Raumfahrer
Fazit der Redaktion
Christian Schmidt: Letzten Monat hat Electronic Arts den grandiosen Kreaturen-Baukasten von Spore vorab als »Spore Labor « veröffentlicht. Nun ist das Spiel dazu da, und den Käufern des Editors kann ich sagen: Das Beste haben sie bereits gesehen. Wer sich erhofft, seine Eigenkreationen in einer simulierten Spielwelt auf kreative Weise zu erproben und zu verbessern, der sollte sich auf Ernüchterung gefasst machen. Denn Spore ist kaum Spielwiese, sondern ziemlich lineare und oft ermüdende Aufgabenfolge Marke »Laufe, sammle, kämpfe«. Insbesondere die Welten enttäuschen: Außer Pflanzen und anderen Kreaturen gibt‘s in den oft unansehnlichen Landschaften kaum etwas zu entdecken. Erst die Weltraumphase entfesselt ansatzweise das gigantische Potenzial des Spielprinzips.
Denn Spore ist nichts weniger als beeindruckend. Es ist mehr als nur ein Spiel; Spore ist ein Werk, getragen von der Vision, die Evolution der Spezies zum Spielzeug umzuformen. Es steckt – in den Editoren – voll technischer Innovation, die selbst altgedienten Spielern Staunen abringt. Es ist, im Großen, meisterhaft durchdacht und in seiner Detailfülle bewundernswert. Nur merke ich das viel zu selten. Denn im Kleinen, beim Spielablauf selbst, bleibt Spore ideenlos. Das ist unglaublich schade.
Stammt vom Schaf ab