Star Trek Online im Test
Nach-Test zum aktuellen Stand des Weltraum-MMOs
Fazit der Redaktion
Fazit nach Patch 1.1
Michael Graf: Nachdem ich Star Trek Online anfangs unausgereift fand, ist Cryptic nun auf einem guten Weg. Von der Patch-Unterstützung könnte sich manch anderer Entwickler (Funcom! Mythic!) eine Scheibe abschneiden. Unzufrieden bin ich mit den Zusatzkosten im C-Store. Die 15 Euro Monatsgebühr sind schon happig genug, warum muss ich da für Extras auch noch zusätzlich bezahlen?! Sei's drum, wenn die Designer weiterhin kostenlose Inhalte nachreichen, kann Star Trek dorthin vorstoßen, wo kein Cryptic-Spiel zuvor gewesen ist: in die GameStar-Wertungsregion jenseits der 80 Punkte.
Und das sagt der Gildenchef
Philipp Mayer: Die Erwartungen an Star Trek Online waren groß, doch leider wurden sie nicht ganz erfüllt. Der Maximallevel war zu schnell erreicht, hochstufige Inhalte fehlten und echte Star-Trek-Atmosphäre wollte auch nicht aufkommen. Cryptic nahm die Kritik an und lieferte zahlreiche Verbesserungen. Vor allem die Raid-Episoden sorgen für Abwechslung.
Die neuen Schwierigkeitsgrade wirken sich leider noch nicht auf die Raids aus, könnten aber den für viele zu niedrigen Anspruch anheben. Und dank des ›Todesbestrafung‹-Systems gehört die beliebte ›Reinfliegen und sterben‹-Taktik endlich der Vergangenheit an. Der richtige Weg ist eingeschlagen. Wenn Cryptic ihm weiter folgt, sieht Thelyn Ennor gute Chancen, dass Star Trek Online bald da ist, wo es sich die Fans von Anfang an gewünscht hatten
Philipp Mayer ist der CEO der Gilde Thelyn Ennor, die auch die Raid-Bilder zu unserem Artikel beigesteuert hat – vielen Dank dafür! Im Spiel ist Philipp unter dem Namen Xell als Konteradmiral der Sternenflotte unterwegs.
Ursprüngliche Fazits
Stefan Dworschak: Original-Raumschiffe mit Original-Effekten im Original-Universum: Für Fans ist Star Trek Online etwas ganz Besonderes, und auch für mich als Nachwuchs-Trekkie übt das Spiel atmosphärisch eine gewisse Faszination aus. Wenn Ihr Herz bei vollen Breitseiten mit Phasern und Photonentorpedos allerdings nicht wenigstens ein bisschen höher schlägt, wird Sie Cryptics neues Spiel wohl kaum mehr begeistern als andere Online-Rollenspiele.
Nur für Trekkies
Michael Graf: Ich persönlich würde Star Trek Online gerne eine höhere Wertung geben, weil ich’s einfach mag. Ich freue mich auf das nächste Schiff, auf die nächste Ausrüstungsbeute, auf die nächste Quest-Episode. Aber als Tester muss man eben objektiv sein. Und objektiv gesehen gibt es für 15 Euro Monatsgebühren ausgereiftere, durchdachtere, kurzum: bessere Online-Rollenspiele. Nichtsdestotrotz bleibe ich Star Trek Online vorerst treu und hoffe, dass Cryptic die Galaxis regelmäßig erweitert. Sonst muss selbst ich irgendwann aus Motivationsmangel den Sternenflotten-Dienst quittieren.
Mein Spiel (noch)