StarCraft 2 in der Vorschau | Seite 3
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Schneller Herdentrieb
Auch die Zerg bewahren in StarCraft 2 ihre alten Stärken, sie setzen auf Masse und Geschwindigkeit. Zu Beginn einer Partie können wir den Gegner wiederum mit einer Horde Zerglinge überrennen. Für solche Sturmangriffe eignen sich auch die neuen Roaches, deren Lebenspunkte sich sehr schnell regenerieren. Mit leichten Waffen wie den Maschinengewehren der Space Marines sind die Krabbler kaum zu besiegen – es sei denn, der Feind konzentriert das Feuer seiner gesamten Truppe auf eine Roach.
Starcraft 2 erfordert viel Mikromanagement, zum Beispiel wenn Sie die Energiefelder (Mitte) des Disruptors richtig einsetzen wollen.
Gerade in der Anfangsphase eines Matches sind die Biester äußerst nervig: Wenn wir unseren Rivalen nicht gleich ausschalten, können wir zumindest seine Arbeiter dezimieren und seine Wirtschaft schwächen. Solche frühen Störmanöver sind enorm wichtig für die Zerg. Dabei hilft ihnen die neue Königin, die mittels Spezialfähigkeit zusätzliche Larven aus einer Brutstätte lockt. Aus den Raupen schlüpfen nämlich wieder fast alle Truppentypen der Aliens. Danach spuckt das Bauwerk zwar keine Larven mehr aus, dennoch können wir so in Windeseile Truppenmassen ausheben, vor allem anfangs ein unschätzbarer Vorteil. Im ersten Starcraft mussten wir hierzu mehrere Brutstätten bauen – ein teures Vergnügen.
» Special: Alle Einheiten der Zerg in Starcraft 2
Immer ablenken
Im späteren Partieverlauf werden die Zerg zudem immer besser darin, ihre Gegner abzulenken. So hat Blizzard in Starcraft 2 den fliegenden Wächter aus dem Vorgänger Starcraft durch den Brutlord ersetzt. Der greift zwar ebenfalls aus großer Distanz Bodenziele an, aber nicht mit normalen Geschossen, sondern mit Eiern. Die richten beim Aufprall nicht nur Schaden an, sondern spucken auch Brutlinge aus, kleine Zerg-Nahkämpfer. Die Schwächlinge leben nur kurze Zeit, ziehen aber prima das Abwehrfeuer auf sich.
Mit Brutlords knöpfen sich die Zerg eine Basis der Protoss vor. Bei Treffern zerplatzen die Geschosse der Flieger zu Brütlingen´.
Der schwebende Corruptor wiederum verwandelt erledigte Lufteinheiten in Geschütztürme. Und der kriechende Infestor kann nicht nur fünf verseuchte Terraner gebären, sondern überdies mit seinem Talent »Neuraler Parasit« einen feindliche Kämpfer zehn Sekunden lang zum Seitenwechsel »überreden«, er feuert dann auf die eigenen Truppen. So stiften wir Verwirrung in den gegnerischen Abwehrlinien.
Um deren Schwachpunkte auszuspähen, lassen wir einen fliegenden Overseer ein Wechselbalg gebären. Wenn wir diesen Mini-Zerg auswählen und eine gegnerische Einheit anklicken, wechselt er die Gestalt – je nach Feindvolk zum terranischen Marine, Protoss-Berserker oder Zergling. So kann er zwar nicht kämpfen, wohl aber den gegnerischen Stützpunkt ausspionieren.