Stellaris: Utopia - PC
Strategie  |  Release: 06. April 2017  |   Publisher: Paradox Interactive
1 von 1 Leser fanden diese Rezension hilfreich

Leser-Rezension zu Stellaris: Utopia

Gutes Strategiespiel, aber einseitig

Von maddock |

Datum: 12.04.2017 | zuletzt geändert: 13.04.2017, 13:30 Uhr


Ich habe Stellaris nun 5x bis zur 1.4 Version durchgespielt. Insgesamt machte mir das wiederholte Spielen aufgrund der äußerst vielfältigen Variationen immer wieder Spass. Das Grundprinzip der vielen Einflussfaktoren wie zb Ethik, Regierungsform und Bündnisse machen das Spiel spannend. Die daneben entstehenden Sondergeschichten sehen im Titel recht interessant aus, aber sie enttäuschen mich, da es praktisch immer nur um den Gewinn von Bonuspunkten geht. Das finde ich einfallslos. zB erwartete ich von der geheimnisvoll klingenden Unendlichkeitsmaschine alles mögliche an Wendungen, aber nicht den banalen Gewinn von zwar starken,  aber schnöden Boni, und das nach dem viele viele Jahre dauernden Erkunden mit einem vorher über nochmal viele Jahre aufgebauten 5 Sterne Wissenschaftler.

Die Fortführung dieser einseitigen Boniorientierung ohne anderweitige Auswirkungs- oder Zielkonfliktentstehung hatte ich durch die Erweiterung Utopia schon garnicht erwartet, ist aber neben einigen neuen, das Spiel breiter und verzweigter machenden Features so gekommen: man kann zwar zusätzlich schöne Gebilde entstehen lassen (bau dir mal was Schönes), unerwünschte Spezies vielfältig vernichten oder ausgrenzen etc...., letztendlich sehe ich darin aber vor allem die lineare Fortführung des mathematischen Bonussystems  und nicht ein tiefergehendes, packendes SF-Spiel. Deshalb bin ich von Utopia ziemlich enttäuscht.

Die durch den Patch 1.5 ergänzte Funktion "Einigkeit" steht für mich ratlos ohne sichtlichen Grund, wofür "Einigkeit" denn repräsentativ sein soll, als weiteres Vehikel für einen erweiterten neuen Bonuskorb da---  auch das bestärkt mich in meinem Gefühl von Einseitigkeit/mathematischem Modell ohne Story.

Alles in allem halte ich Stellaris für ein gutes Spiel unter den Weltraumstrategiespielen, das vorallem durch seine Vielfalt einen ganz besonderen Charakter gewinnt. Das Spiel hat dadurch aus meiner Sicht ein sehr gutes Potential, welches aber durch die schlichte mathematische Boniorientierung kaum genutzt wird. Lässt man die Boniaktionen aussen vor entwickelt sich das Spiel ab der Mitte des Midgame zu einem reinen Kampf- und Eroberungsspiel so wie auch Soase es ist. Da hilft mE auch nicht die multiple Erweiterung von Einflussfaktoren, denn ohne diese zu beachten geht es genauso weiter. Schade !

Hätte das Spiel doch soviel Potential für ein rundum gelungenes SF-Spiel mit Storyverzweigungen und mehrdimensionalen Konfliktentwicklungen etc. ! Utopia weist aber leider in die bisherige Richtung "weiter so" in der gleichen Ackerfurche.

Ich würde das GrundSpiel wieder kaufen, weil es für viele Stunden eine Bereicherung des Genre ist, vor allem durch die Faktoren Ethik, Regierungsform und Bündnisse (>dass aber Bündnisse aus reiner Vorteilssicht mit einem sehr gegensätzlich ethischen Imperium nicht eingegangen werden können leuchtet mir nicht ein). Die Backgroundmusik finde ich sehr gut!

Von der Utopiaerweiterung für 20 Euro würde ich selbst die Finger lassen.

 

 

 

 

 

Wertung:

70/100 » alle Rezensionen von maddock (1)

Pro & Contra

  • Interessante Vielfalt durch ethische Ausrichtung der Spezies.
  • Gutes Funktionieren von Bündnissen.
  • Nettes Feature Wurmlochantrieb zum schnellen Springen.
  • Grosses Weltall.
  • Nebengeschichten als zunächst interessantes Addon bis sie sich lediglich als singuläres Bonusvehikel entlarven.
  • Gutes Energiekonzept, das dazu führt, dass eine sich bewegende Flotte erheblich an Energie verbraucht.
  • Ausbau der Planeten in einzelnen Feldern macht es abwechslungsreicher.
  • Interessantes herausforderndes Kriegskonzept, aufgebaut auf dem Prinzip relativer Stärken.
  • Eroberung von Planeten von grösseren Imperien ist tricky.
  • Gute Ansätze für Diplomatie.
  • Hervorragende, stimmige Backgroundmusik
  • Lineares Punktesystem, keine Story.
  • Schlachten sind rein Stärkepunkte getrieben: mehr Punkte ergeben den Sieger, wie in einer Rechenaufgabe.
  • Keine Kampftaktik möglich, Schlachten verlaufen automatisch.
  • Militärstationen sind bei weitem zu schwach, deshalb nutzlos.
  • Diplomatie zu sehr ethisch eingeschränkt.
  • Handel lächerlich, kann SO weggelassen werden.
  • Schiffsstärken im Kampf undurchsichtig

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgradgenau richtig
Bugs im SpielNein
Bisher im Spiel
verbrachte Zeit
Mehr als 100 Stunden

1 von 1 Leser fanden diese Rezension hilfreich

Beitrag bewerten

War diese Rezension hilfreich für Sie? Ja Nein

Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
1
Avatar I3aum
I3aum
#1 | 13. Apr 2017, 15:55
Bin auch etwas enttäuscht von den Megabauten.
Finde aber die neuen Rollenspielaspekte wie ich mein Volk spielen kann sehr interessant.

So kann ich mit meinem Volk 3 Aufstiegspfade verfolgen.
- Biologisch (Genmanipulation usw.) Eigene Rasse stärker machen und meine Sklaven zum geschmackvollen dummen Futter "degradieren" lassen.
- Psionic -> (Trennung von Körper und Geist) (Mit zusätzlicher (schwerer) End-Game Kriese.)
- Synthetic -> Fusion von Volk und Maschine (und bei Bedarf Ersatz des Volkes)

Mir Persönlich bringt das Addon genug Conntent, damit ich das Spiel 3-mal durchspielen kann / werde.
rate (2)  |  rate (0)
Avatar Ritter des Herbstes
Ritter des Herbstes
#2 | 20. Apr 2017, 12:30
Zitat von I3aum:
Bin auch etwas enttäuscht von den Megabauten.
Finde aber die neuen Rollenspielaspekte wie ich mein Volk spielen kann sehr interessant.

So kann ich mit meinem Volk 3 Aufstiegspfade verfolgen.
- Biologisch (Genmanipulation usw.) Eigene Rasse stärker machen und meine Sklaven zum geschmackvollen dummen Futter "degradieren" lassen.
- Psionic -> (Trennung von Körper und Geist) (Mit zusätzlicher (schwerer) End-Game Kriese.)
- Synthetic -> Fusion von Volk und Maschine (und bei Bedarf Ersatz des Volkes)

Mir Persönlich bringt das Addon genug Conntent, damit ich das Spiel 3-mal durchspielen kann / werde.

Ist mit Utopia nicht auch der Gedanke der Multikulturellen Reiche erweitert worden? Meine, ich hab neulich gesehen, dass jetzt auch "Xenos" als Anführer wählbar seien.

Ich halte mich erstmal an den letzten Satz des Autors: Zum Vollpreis kommt mir des nicht ins Haus, aber das gilt für fast alle Paradox-GSG-DLCs.
Aber ich hab durchaus lust, mal wieder reinzuschauen- hach, schwierig.
rate (0)  |  rate (0)
1

Leser-Rezensionen
Stellaris: Utopia 1 Bewertungen:
90+ 0
70-89 1
50-69 0
30-49 0
0-29 0
Durchschnittliche
Leserbewertung:
70/100
Sagen Sie Ihre Meinung zum Spiel!
» Eigene Rezension schreiben

Details zu Stellaris: Utopia

Cover zu Stellaris: Utopia
Plattform: PC
Genre Strategie
Untergenre: -
Release D: 06. April 2017
Publisher: Paradox Interactive
Entwickler: Paradox Development
Webseite: http://www.stellarisgame.com/
USK: keine Angabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 444 von 6998 in: PC-Spiele
Platz 101 von 2818 in: PC-Spiele | Strategie
 
Lesertests: 1 Einträge
Spielesammlung: 6 User   hinzufügen
Wunschliste: 0 User   hinzufügen
 
top Top
Werde Fan von GameStar auf FacebookFacebook Aboniere den YouTube-Kanal von GamestarYouTube Besuche Gamestar auf Google+Google+ GameStar auf Twitter folgenTwitter Alle RSS-Feeds von GameStar.deRSS-Feeds Jetzt GameStar-Newsletter bestellenNewsletter
© Webedia - alle Rechte vorbehalten