Konsolenumsetzungen sorgen bei PC-Spielern regelmäßig für schreckgeweitete Augen. Kein Wunder, immerhin fallen Xbox-360- und Playstation-3-exklusive Spiele, die (wenn überhaupt) auf unsere Lieblingsplattform portiert werden, immer mal wieder durch technische Mängel und Bedienungsmanko auf. Vier Monate nach der Konsolen-Version von Street Fighter 4 bringt Capcom – die seit der miserablen Umsetzung von Resident Evil 4 im Kreuzfeuer der Fans stehen – nun die PC-Fassung des Prügelspiels. Angst vor einem weiteren Umsetzungs-Debakel brauchen Sie jedoch nicht zu haben. Im Gegenteil: Auf dem PC sieht Street Fighter 4 besser aus, läuft (bereits in der Preview-Version) auf Mittelklasse-Rechnern butterweich und wurde zudem um diverse Elemente und Optionen erweitert.

Street Fighter 4 : Dank hoher Auflösungen und zusätzlicher Shader-Effekte sieht das PC-Street-Fighter besser aus. Dank hoher Auflösungen und zusätzlicher Shader-Effekte sieht das PC-Street-Fighter besser aus.

Gefeilt

Street Fighter 4 : PC-Nutzer dürfen künstlerische Farbfilter (hier der Modus »Poster«) aktivieren. PC-Nutzer dürfen künstlerische Farbfilter (hier der Modus »Poster«) aktivieren. Nach dem Spielstart (und einen hervorragend animierten Intro) finden wir uns in einem Hauptmenü wieder, das umfangreicher ausfällt als auf den Konsolen. Neben neuen Einträgen für die Unterstützung von Windows Live (das aber noch nicht integriert ist) fällt uns vor allem der Punkt »PC-Einstellungen « ins Auge. Dahinter verbergen sich unzählige Optionen, mit denen wir Street Fighter 4 an unser System anpassen können. Schatten, Texturenfilter, Modellqualität, Kantenglättung, Partikeleffekte, Auflösung – so soll’s sein. Selbst an einen Benchmark-Test zur Berechnung der Grafik- und Prozessorleistung hat Capcom gedacht, und der Ende April auf den Konsolen kostenlos bereitgestellte Championship-Modus, in dem Sie in mehrere Stufen aufgeteilte Online-Meisterschaften absolvieren, ist ebenfalls bereits eingebaut. Zudem dürfen PC-Nutzer Call of Duty 4-mäßige Grafikfilter aktivieren und die Prügeleien beispielsweise in Aquarell-Optik darstellen.

Gezielt

Street Fighter 4 : Ken bekommt den schmerzhaften Ultra-Finisher seines Meisters Gouken zu spüren. Ken bekommt den schmerzhaften Ultra-Finisher seines Meisters Gouken zu spüren. Auch bei der Bedienung hat sich im Vergleich zur Konsolenfassung etwas getan. Zwar bietet das Xbox-360-Gamepad auch auf dem PC nicht die für Prügelspiele wichtige punktgenaue Abfrage des Analog-Sticks. Dennoch konnten wir bereits in der Preview-Version präziser gewünschte Spezialmanöver ausführen als auf der Konsole. Zudem unterstützt Street Fighter 4 Geräte anderer Hersteller – gut für Fans, die etwa mit dem Playstation-Layout des Logitech-Gamepads besser zurechtkommen. Und selbst die Eingabe über die Tastatur funktioniert tadellos, obwohl diese Steuerungsvariante angesichts der zahlreichen Bewegungsmöglichkeiten sicherlich die unzugänglichste ist. Wenn nun noch der Netzwerk-Code flüssige Online-Gefechte ohne Verzögerungen ermöglicht, können wir uns erstmals seit vielen Jahren wieder auf ein klasse (umgesetztes) PC-Prügelspiel freuen.

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Street Fighter 4