Sword of the Stars 2: Lords of Winter im Test
Galaxie der Fehler
Fazit der Redaktion
Patrick C. Lück: Ganz langsam nähert sich Sword of the Stars 2 dem Zustand, der einer Beta-Version entspräche – also dem, was ich normalerweise als erste Preview-Version eines Spiels zu Gesicht bekomme. Von einem ausgereiften Weltraum-Titel ist es derzeit also noch weiter entfernt als unsere Sonne vom galaktischen Kern (26.000 Lichtjahre). Normalerweise müsste ich jetzt schäumen und zetern, aber in diesem Fall lautete die Wahl schlicht: Entweder unfertig veröffentlichen oder Spiel und Studio einstampfen. Beides sind hässliche Alternativen: Entweder verärgert man unbedarfte Käufer, oder man enttäuscht die Fans und setzt Entwickler auf die Straße. Ich kann also sowohl das Vorgehen von Kerberos und Paradox als auch die Wut mancher Käufer nachvollziehen.
Bleibt die bange Frage: Kann Sword of the Stars 2 überhaupt jemals ein spaßiges Spiel werden? Das lässt sich derzeit schwer beantworten. Noch immer ist das flüssige Durchspielen einer Kampagne unmöglich, neue Patches zerschießen gerne mal die mühevoll erarbeiteten Spielstände. Und für meinen Geschmack bin ich wie schon im Vorgänger zu viel mit Flottenmanagement und zu wenig mit Aufbau beschäftigt. Präsentation, Interface, Kampfdarstellung sowie Feedback könnten ebenfalls um Klassen besser sein. Ehrlich gesagt: Ich habe wieder mit Master of Orion 2 angefangen.