Zum Thema » The Talos Principle im Test So gut ist das Hauptspiel » Portal Stories: Mel im Test Mehr Futter für Rätsel-Profis Wer sich an Road to Gehenna heranwagt, dem ersten DLC zum genialen Rätselspiel The Talos Principle, sollte seinem Gehirn zuvor reichlich Trash-TV zur Tiefenentspannung gönnen und vielleicht schon provisorisch ein paar Aspirin einschmeißen. Die neuen Puzzles setzten beim Schwierigkeitsgrad nämlich dort an, wo das Hauptspiel aufhört und verlangen unserem unsportlichen Denkapparat damit Verrenkungen ab, die selbst geübten Gehirnakrobaten den Angstschweiß auf die Stirn treiben.

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Freiheit für Androiden

The Talos Principle: Road to Gehenna im DLC-Test : Die von uns geretteten Roboter versammeln sich an einem Knotenpunkt, von dem aus wir in die Rätselkammern starten. Die von uns geretteten Roboter versammeln sich an einem Knotenpunkt, von dem aus wir in die Rätselkammern starten. Unsere Mission in Road to Gehenna: Wir sollen Androiden retten, die vom gottgleichen Elohim in Rätselkammern eingesperrt wurden, aus denen sie ohne Hilfe nicht entkommen können. Warum Elohim die Blechmänner erst festgesetzt hat und uns nun losschickt, um sie wieder zu befreien, verraten wir nicht, denn sonst würden wir zu viel vom Ende des Hauptspiels preisgeben. Um die Geschichte zu verstehen, sollten wir The Talos Principle also durchgespielt haben. Wer einfach nur frisches Rätselfutter sucht, kann den DLC aber auch so problemlos aus dem Hauptmenü starten.

Die neuen Aufgaben basieren auf den bekannten Mechaniken. Mit Konnektoren leiten wir Laserstrahlen in farblich passende Empfänger, Jammer blockieren Energiebarrieren, und an speziellen Terminals erschaffen wir sogar virtuelle Abbilder unserer Spielfigur, beispielsweise um mehrere Druckplatten gleichzeitig zu aktivieren.

The Talos Principle: Road to Gehenna
Unser virtuelles Abbild betätigt Druckplatten, damit ein virtueller Konnektor einen echten Laserstrahl weiterleitet. Alles klar?

Während uns The Talos Principle all das sehr schonend und in leicht verdaulichen Häppchen beigebracht hat, haut uns Road to Gehenna gleich von Beginn alle Mechaniken gleichzeitig und auf fieseste Art kombiniert um die Ohren. Anfänger werden hier hoffnungslos überfordert. Umso ärgerlicher, dass der DLC nicht mal die leidlich funktionstüchtige Hilfefunktion des Hauptspiels bietet. Profis freuen sich hingegen über echte Herausforderungen.

Wirklich enttäuschend ist allerdings, dass sich die Entwickler keine neuen Elemente überlegt haben, um die Rätsel noch einmal frischer und interessanter zu gestalten. Neue Grafiksets für die nach wie vor hübschen aber sehr statischen Umgebungen suchen wir ebenfalls vergeblich. So stellt sich bei uns schnell ein »alles schon gesehen«-Gefühl ein.

Roboter-Kunst

The Talos Principle: Road to Gehenna im DLC-Test : An Computer-Terminals lernen wir mehr über unsere Umgebung und ihre unfreiwilligen Bewohner. An Computer-Terminals lernen wir mehr über unsere Umgebung und ihre unfreiwilligen Bewohner. Allerdings war schon das Hauptspiel viel mehr als eine Ansammlung kniffliger Kopfnüsse. Während uns The Talos Priciple vor spannende, teilweise unbequeme philosophische Fragen über das Menschsein gestellt hat, widmet sich der DLC eher der menschlichen Fantasie und Kreativität.

Um in der Einsamkeit ihres Gefängnisses nicht wahnsinnig zu werden, tauschen sich die intelligenten Androiden über eine Art Internetforum aus, schreiben Geschichten oder malen Bilder aus Codezeichen. Viele lange Texte oder spannende Unterhaltungen, die wir in diesem Forum entdecken, lassen uns erneut tief in die virtuelle Rätselwelt abtauchen und machen auch aus Road to Gehenna mehr als ein herkömmliches Spiel.