The Witcher 3 : The Witcher 3 frisst ganz schön viel Zeit. Zu viel - zumindest für Firmengründer Michal Kicinski. The Witcher 3 frisst ganz schön viel Zeit. Zu viel - zumindest für Firmengründer Michal Kicinski.

Zum Thema Witcher 3: Wild Hunt ab 3,20 € bei Amazon.de The Witcher 3: Wild Hunt für 24,99 € bei GamesPlanet.com Videospiele kosten Zeit, die man als Erwachsener meist einfach nicht mehr hat. Lustigerweise bleibt davon auch der Mitgründer von CD Projekt, den Witcher-Machern, nicht verschont. Michal Kicinski hat die Firma 1994 mit einigen Kollegen ins Leben gerufen - und zumindest bis in die frühen 2000er konnten ihn Counter-Strike und die Blizzard-Marken durchaus begeistern.

Doch mittlerweile ist das alles nicht mehr so einfach. Darüber sprach er jüngst mit dem polnischen Magazin Gazeta.pl (mein Transkript basiert auf einer Übersetzung auf Reddit). Zwar hat sich Kicinski mittlerweile seit einigen Jahren aus dem Tagesgeschäft der Firma zurückgezogen (und hütet lediglich seine Firmenanteile), mehr Raum für Gaming eröffnet sich ihm dadurch aber nicht. Und das will er auch nicht.

Im Allgemeinen vermisse ich das Zocken überhaupt nicht. Den kleinen nostalgischen Teil in mir befriedige ich mit Strategiespielen auf dem iPad, das reicht mir. Also Videospiele sind mir nicht völlig egal geworden oder so, ich mag sie noch immer - nur gehe ich jetzt so vielen anderen Aktivitäten nach, die mich einfach mehr interessieren.

Die Gründe dafür sind nachvollziehbar:

Wenn ich früher ein Spiel angegangen bin, hat das in der Regel meine kompletten Tagesabläufe durcheinander gebracht. Ich musste mich bewusst dafür entscheiden, dass es andere wichtige Dinge für mich gibt, die sogar interessanter als Spiele sind. Und die geben mir auch ein deutlich besseres Rundumgefühl, psychisch, körperlich, emotional.

Da ist The Witcher 3 einfach zu groß:

Irgendwann stehst du an einem Scheideweg, an dem du einfach entscheiden musst, wie du die ganzen Stunden deines Lebens verbringen willst. In meiner jetzigen Lebenssituation finde ich die echte Welt einfach viel spannender als die virtuelle, auch wenn die Spielwelt natürlich ebenfalls spannend und fesselnd sein kann.

Gute Gründe, mit denen wahrscheinlich viele Erwachsene zu ringen haben. Der spannendste Aspekt daran, ist in meinen Augen die Tatsache, dass der (Mit-)Gründer einer so erfolgreichen Spielefirma, der als (ehemaliger) Gamer eigentlich einen Lebenstraum verwirklicht haben müsste, letztlich doch recht früh seinen Abschied von der einstigen Leidenschaft findet.