The Witcher - PC

Rollenspiel  |  Release: 23. Oktober 2007  |   Publisher: Atari
Seite 1 2   Fazit Wertung

The Witcher im Test | Seite 2

Ein großes Rollenspiel, das aber mit Bugs kämpft.

Geralts Schwert

Was faszinierend klingt, funktioniert in der Praxis nur durchwachsen. Denn nur wenige der Handlungspersonen in The Witcher haben Profil, die meisten bleiben nichtssagend. Das liegt auch an den häufigen Logiklücken in Dialogen und Quests. Teils ist das Verhalten der Protagonisten schwer nachzuvollziehen, oft wechselt ihre Stimmung grundlos. In einigen Quests bleibt unklar, was als Nächstes zu tun ist; etwa wenn Sie Beweise für die Schuld oder Unschuld von Verdächtigen finden sollen, aber kei- ne Ahnung haben, wie.

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Weil es zu wenige Charaktermodelle gibt, werden die Siedlungen von Klonmassen bevölkert, was auf die Atmosphäre drückt. Ebenso eintönig ist die Gestaltung von Gebäudeinnenräumen, die alle ähnlich aussehen und nur immergleiche Kisten und Schränke mit generischem Kleinkram enthalten. Das wirkt seltsam schizophren, denn The Witcher belohnt Neugierde und Entdeckungslust durchaus reichlich – nur eben kein bisschen in der Spielwelt, dafür umso mehr bei den Aufträgen. Wer geduldig mit normalen Passanten plaudert oder in jedes fremde Haus spaziert, bekommt immer wieder versteckte Nebenaufgaben. Auch die Rückkehr in besuchte Gebiete und zu alten Bekannten lohnt sich, denn dort ist oft Neues zu erfahren. Besonders ehrgeizig ist Geralt bei der Pirsch auf das schöne Geschlecht. Mit sage und schreibe 22 Frauen kann der Hexer im Spielverlauf ins Bett steigen, was jeweils durch ein frivoles Portrait belohnt wird.

Geralts Schwerter

Ausrüstung spielt in The Witcher eine untergeordnete Rolle. Zwar kann Geralt diverse Zweitwaffen einsetzen, hauptsächlich kämpft er aber mit zwei Schwertern.

The Witcher : Die Stahlklinge ist dabei effektiv gegen Menschen und Tiere, die Silbervariante gegen Monster und Geister. Je nach Situation schalten Sie zudem durch drei Kampfstile: für starke Gegner, flinke Feinde oder Gruppenangriffe. Die Varianten geben den Gefechten eine taktische Komponente, denn Sie müssen die effektivste Schwert-Stil-Kombination für jeden Feindtyp herausfinden. Zudem darf Geralt mit fünf Zaubersprüchen und alchemistischen Tränken nachhelfen, die er selbst aus Dutzenden von Zutaten braut.

Im Kampf wird dann nur noch rhythmisch geklickt: Geralt schlägt automatisch zu, Sie drücken lediglich beim Aufleuchten des Zeigers die Maustaste, um die Angriffskombinationen am Laufen zu halten. The Witcher gelingt damit ein vernünftiger Kompromiss zwischen den Action-Gefechten eines Gothic 3 oder Oblivion und den komplexen Gruppentaktiken von Neverwinter Nights 2. Das originelle System hat allerdings seine Tücken. Geralt reagiert träge auf Kommandos und greift manchmal nicht an, ohne dass die Gründe klar wären. Der Gruppen-Kampfstil ist schlicht übermächtig, die Zauber bleiben weitgehend unwichtig.

Gut, aber kompliziert

Seine Kampfkünste verbessert Geralt durch neue Talente. Charakterwerte im klassischen Sinn gibt es nicht. Stattdessen wählen Sie bei jedem Levelaufstieg bis zu fünf neue Fertigkeiten aus 15 Kategorien. Die Benutzung der Menüs ist gewöhnungsbedürftig.

The Witcher : Während das Programm die Talente wild über Bildschirmseiten streut, quetscht es die Ausrüstung als millimetergroße Symbole in ein Mini-Inventar. Auf der praktischen Karte markiert das Spiel selbstständig wichtige Punkte, allerdings gestaltet sich das Reisen mühsam, denn die Quests erfordern viel langweilige Laufarbeit. Einen Teleportstein erhalten Sie erst nach vielen Stunden, und der entpuppt sich als wenig nützlich.

Grafisch überzeugt The Witcher mit hübsch gebauten Levels, schicker Lichtregie und guter Fernsicht. Dazu kommen gelungene Animationen, vor allem im Kampf; in den Gesprächen wiederholen sich die Bewegungen zu oft und wirken aufgesetzt.

The Witcher : Stellenweise sind die Levels zu stark begrenzt, kniehohe Stege werden zu unüberwindlichen Hindernissen. Generell litt unsere Testversion an Dutzenden von Fehlern, die zum Teil Quests unlösbar machten. Wir raten Rollenspiel-Fans dringend, vor dem Kauf den aktuellen Patch-Stand zu überprüfen.

In einem speziellen Bug-Artikel lesen Sie welche Fehler uns beim Spielen von The Witcher in der Verkaufsversion aufgefallen sind. Viele davon wurden spätestens mit dem Enhanced Edition-Patch beseitigt, lesen Sie deshalb auch den Test zu The Witcher: Enhanced Edition.

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Avatar Wertungsfanatiker
Wertungsfanatiker
#1 | 23. Mrz 2008, 20:53
Da hier weiterhin der nicht vertretbare Test (einer der wirklich wenigen unvertretbaren aus der Feder v. Christian) auftaucht, kann kein CRPGer diesen unkommentiert lassen:
bereits in der Urversion war TW gut spielbar - trotz zugegeben langer Ladezeiten.
Zwar missfallen auch die Levelgrenzen (Bewegungsfreiheit - Einschränkungen), aber dies macht TW mit dem charismatischen Hauptcharakter Gerald, den gut ausgearbeiteten NPC wie auch im späteren Verlauf des Spiels (in dem die Levelgrenzen wg. Gewöhnung nicht mehr auffallen, aber auch nicht mehr auftreten, so bereits in den Abwässerkanälen) wieder wett. Auch die Entwicklungsmöglichkeiten des Helden (Skillsystem) sind breit gefächert und wirken sich auf das Spiel aus.
Innovativ ist das Questsystem, welches die Entscheidungen des Helden spielrelevant und für den Spieler überlegenswert werden lässt: Erst (Spiel-)Stunden später zeigen sich die Folgen des Handelns.

Das Intro ist tatsächlich eine Augenweide - im späteren Verlauf des Spiels verbindet sich jedoch der Handlungsstrang des Intros mit der Story des Spiels (Stichwort Prinzessin - Verwandlung).
In meinem Wertungssystem (vgl. meine Tests bei PCG) hat das Intro nur Bedeutung für die Bewertung der Teilbewertungen Grafik/Sound - ein Anknüpfungspunkt zum Beginn des Spiels muss nicht unbedingt gegeben sein. Viel wichtiger ist die Einführung des (vorgegebenen) Helden, die Einführung in den Schauplatz der Geschichte, aber auch die technische Perfektion des Intros (ein Intro soll - ähnlich wie ein Trailer - Vorfreude schaffen - soweit die Einführung in die Steuerung notwendig ist, kann diese Aufgabe ein spielintegriertes Tutorial meistern).

Mit Version 1.2. ist TW problemlos spielbar, die Ladezeiten (ab 1,5 GB) verringern sich auf max. 10 sek. pro ladbarem Abschnitt. Immerhin hat GSt. die ursprüngliche Wertung (wohl in Kenntnis der Unvertretbarkeit) von 73 % auf vertretbare 80 % erhöht.

Insgesamt ist TW neben Jade Empire (bei dem allerdings Bioware den Entwicklungsaspekt des CRPG etwas vernachlässigt hat) das CRPG des Jahres 2007 !


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Avatar hasta
hasta
#2 | 29. Mrz 2008, 00:54
Das Gamestar-Webseite ist umgebaut...die ganzen früheren Leserkommentare "verschwunden" oder "entsorgt", die Wertung ist wieder auf 73...

Einzige Genugtuung: das Abschneiden des witchers bei der Wahl zum Spiel des Jahres...ich hoffe es war Euch zumindest peinlich das so präsentieren zu müssen...
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Avatar KuCk-KuCk
KuCk-KuCk
#3 | 01. Apr 2008, 23:45
Ich habe The Witcher gerade durchgespielt und bin zufällig auf den Test hier getoßen, als ich mich über eine Fortsetzung schlau machen wollte.
Dieser Test hier spiegelt nicht im Geringsten den Spielspaß wieder, den TW mit sich bringt! TW lief bei mir ohne Probleme, ich habe nicht einen bug gefunden (bin direkt mit Version 1.2 eingestiegen) Ich kann das hier nur mit Spielewertungen zeitgleicher Spiele vergleichen. Crysis 94%? Das Spiel ist für geübte Zocker in 3 Stunden durch und hat keinen Wiederspielwert! UT3 90%? Das Spiel ist gähnend langweilig! Da macht der Nostalgie wegen UT99 mehr Spaß! Das ist ja wohl alles ein schlechter Witz!
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Avatar nasha00
nasha00
#4 | 01. Mai 2008, 15:10
Sorry, aber dieser Test ist eine Frechheit.

The Witcher ist für mich sicher das beste Rollenspiel seit Gothic 2. Warum das Spiel hier so schlecht bewertet wird (vor allem auch im Vergleich zu den enttäuschenden Spielen Oblivion und Gothic 3) kann ich mir nicht erklären. Der Test ist derart entstellend, dass man fast böse Absicht des Autors Christian Schmidt unterstellen möchte. Vielleicht mag es daran liegen, dass das Spiel aus Polen kommt?

Jedenfalls lassen einige Bemerkungen im Testbericht erkennen, dass sich der Autor nicht besonders konzentriert mit dem Spiel beschäftigt haben kann. So ist zum Beispiel der Zusammenhang zwischen dem Intro und der Handlung des Spiels absolut klar, wenn man es denn gespielt hat. Und der Teil des Spiels, in dem man gegen mehrere Verdächtige ermittelt, ist keineswegs verwirrend oder unklar sondern vielmehr einer der interessantesten.

Die Liste der zweifelhaften Behauptungen von Herrn Schmidt ließe sich noch fortsetzen.

The Witcher ist sicherlich das Rollenspiel des Jahres 2007. Fazit: Dichte Athmosphäre, super Story, gelungenes Kampfsystem, gute Graphik auf der Plusseite und vielleicht leichte Abzüge für das einfache Fertigkeitensystem. So ein Spiel hätte ich mir eigentlich von Gothic 3 erwartet. (Das übrigens von dieser Redaktion trotz massiver Schwächen in den Himmel gelobt wurde).
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Avatar LordSithi
LordSithi
#5 | 19. Aug 2008, 16:15
Dieser Test ist lächerlich und unvertretbar und ist einer der vielen Gründe gewesen warum ich damals auf die PCGames umgestiegen bin.
Es ist peinlich wie Gamestar dieses Spiel getestet hat, Gothic 3 hatte wenn es hoch kommt 60-70% verdient.
Two Worlds vielleicht 75% maximal aber ein Meisterwerk wie the Witcher so nieder zu machen ist einfach nur Peinlich für euch selbst.
Es gibt nicht einen Test in den weiten des Internets der eure Meinung teilt!
Nicht einen!!!
Das soll wohl was heißen.
Mit euch ging es leider als Printmagazin schon seit Jahren bergab.
Nachdem zum heulen schlechten Test von Bioshock und The Witcher und noch vielen anderen Games (nein Crysis fand ich gerechtfertigt ;b) seit ihr für mich eig. gestorben, wäre eure Internetseite nicht, weis Gott ich hätte euren Namen wahrscheinlich schon vergessen, Schade wart ihr doch einmal das Magazin was ich mit Freude verschlang, aber wärend eurem Qualitativen rückschritt sind andere Printmagazine besser geworden (mit Ausnahme der CB natürlich ;) ).
Heute opfere ich nurnoch sehr ungerne Geld für euch, und nur dann wenn Previews zu spielen wie OFP2 nur bei euch zu finden sind.
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Avatar LordGriffin
LordGriffin
#6 | 02. Okt 2009, 13:33
Macht euch keine Mühe. Herr Schmidt ist schon seid Jahren lernresistent.
G3 86%, The Witcher 73%..jaja sicher *tätschel*
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Details zu The Witcher

Plattform: PC
Genre Rollenspiel
Untergenre: -
Release D: 23. Oktober 2007
Publisher: Atari
Entwickler: CD Projekt
Webseite: http://www.thewitcher.com
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 235 von 4646 in: PC-Spiele
Platz 70 von 958 in: PC-Spiele | Rollenspiel
 
Lesertests: 6 Einträge
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