Zehntausende New Yorker sind schon am frühen Morgen auf den Beinen. Sie stehen in langen Schlangen vor den Geschäften, drängeln sich in riesigen Shopping-Centern und streiten sich um die besten Angebote. Es ist Black Friday, der Tag nach Thanksgiving und seit Jahrzehnten der inoffizielle Beginn der Weihnachts-Shopping-Saison. Spektakuläre Rabattaktionen locken die Kunden in die Läden.

Unzählige Dollarnoten wechseln an diesem Tag von einer Hand in die nächste - und mit ihnen ein tödlicher Virus: Terroristen haben die Geldscheine mit einem Pockenerreger infiziert. In den folgenden Tagen fallen immer mehr Menschen der hochansteckenden Krankheit zum Opfer. Die Krankenhäuser sind schnell überfüllt, die Infrastruktur versagt, gewalttätige Plünderer nutzen das Chaos zu ihrem Vorteil, die öffentliche Ordnung bricht völlig zusammen.

Was wir gespielt haben
Wir konnten sowohl die PC- als auch die Xbox-One-Version von The Division auf Einladung von Ubisoft in Malmö spielen. Im Dreierteam haben wir insgesamt dreieinhalb Stunden in der Spielwelt verbracht. Neben dem Beginn des Spiels haben wir auch fortgeschrittene Stufe-20-Missionen und den PvP-Bereich Dark Zone erlebt. Zusätzlich hatten wir die Möglichkeit, Creative Director Magnus Jansen mit unseren Fragen zu löchern. Die Bilder im Artikel wurden uns von Ubisoft zur Verfügung gestellt. Der Publisher übernahm alle Kosten für Reise und Verpflegung.

American Horror Story

Dieses Horrorszenario dient dem MMO-Shooter Tom Clancy's The Division als spannender Aufhänger für seine Geschichte. Die Schreckensvision kommt dabei nicht von ungefähr: Im Jahr 2001 simulierten amerikanische Wissenschaftler des Center for Civilian Biodefense Strategies ebendieses Szenario eines Biowaffenanschlags. Das Ergebnis: Das Ausmaß der Katastrophe würde die zuständigen Behörden völlig überfordern. Innerhalb weniger Tage wäre die betroffene Region im Chaos versunken.

The Division
Screenshot aus dem Update Konflikt

In The Division spielen wir ein Mitglied einer gleichnamigen Spezialeinheit, die genau das verhindern soll. Die Agenten sind speziell ausgebildet, um in der verwüsteten Stadt zu überleben, die Ordnung in New York von innen heraus wiederherzustellen und das von außen eingreifende Militär zu unterstützen. Wie genau diese Arbeit als Division-Agent aussieht, konnten wir im Januar 2016 herausfinden. Auf einem Event im schwedischen Malmö, dem Sitz des Entwicklerstudios Massive Entertainment, haben wir eine weit fortgeschrittene Betaversion über mehrere Stunden gespielt. Im Gegensatz zu den geschlossenen und offenen Betatests hatten wir in der von uns ausprobierten Version Zugriff auf sämtliche Skills, Perks und Talente sowie fortgeschrittene Missionen und Ausrüstung.

Legendäre Studios: Red Storm - Teil 1: Die Spiele der Patrioten

Ab die Post

Zu Beginn von The Division erstellen wir uns einen Charakter nach unseren Vorstellungen. Wir entscheiden uns für ein Geschlecht, wählen zwischen diversen Gesichtstypen und Hautfarben, suchen uns eine hübsche Frisur aus und verpassen dem Eigenbauhelden ein paar beeindruckende Narben oder eine Kriegsbemalung. Körpergröße oder -form dürfen wir jedoch nicht verändern. Danach bringt uns ein Hubschrauber in das Krisengebiet. In einem gesicherten Lager sehen wir erstmals andere Spieler - The Division ist als Multiplayer-Erfahrung ausgelegt. In solchen Hubs treffen alle Spieler eines Servers aufeinander, können kommunizieren und Vier-Mann-Teams bilden. Schießen ist hier verboten. Wir schließen uns mit einem Mitarbeiter des Entwicklerstudios und einem englischen Journalisten zu einer Dreiergruppe zusammen und ziehen los.

Der erste Auftrag: Wir sollen das alte Postgebäude im Südwesten der Stadt sichern und dort eine Operationsbasis errichten. Das ikonische Bauwerk mit der historisch anmutenden Fassade kennen wir bereits von der Gameplay-Präsentation auf der E3 2014. Sobald wir das Lager verlassen haben, ist unsere Gruppe auf sich allein gestellt, andere Spieler treffen wir nur in den Hubs und der Dark Zone, dem PVP-Bereich.