Tony Hawk's Pro Skater 4 im Test
Für dieses Funsport-Spektakel sollten Sie wunde Fingerkuppen in Kauf nehmen - sonst entgeht Ihnen das bisher beste PC-Skateboard-Spiel.
Datum:
02.09.2003
Mit Jackass-Skater Bam Margera machen wir den Bonus-Level »Jahrmarkt« unsicher.
Das gemeinste, was ein Konsolero einem PC-Sportfan bisher antun konnte, waren die Worte »Ätschbätsch, ich zocke jetzt eine Runde Tony Hawk's Pro Skater 4.« Die Folgen bei Funsport-begeisterten Mausklickern: Heulkrämpfe oder sogar Nerven-Zusammenbrüche. Doch das hat jetzt ein Ende, denn endlich versorgt uns Aspyr mit der PC-Umsetzung des erfolgreichen Spiels. Von Altersschwäche merkt man bei Tony Hawk's Pro Skater 4 ein Jahr nach den Konsolenversionen nichts, im Gegenteil: Der König der Rollbretter zelebriert in seinem vierten Auftritt Skateboard-Kunst vom Allerfeinsten und Allerschwierigsten.
Zeitloses Skaten
Am Pier von San Francisco entfernen wir die Angler per Grind vom Geländer.
Das einfache und doch so erfolgreiche Spielprinzip bleibt unverändert: Sie zeigen halsbrecherische Tricks, erfüllen Missionen und kassieren dafür Punkte. Im Gegensatz zu den Vorgängern zwingt aber kein Zwei-Minuten-Zeitlimit pro Lauf dazu, die Levels immer wieder neu zu starten, um alle Aufgaben zu erfüllen. Vielmehr düst Ihr Rollbrettfahrer nach Lust und Laune durch die Gegend. Gekennzeichnete NPCs versorgen Ihren Skater per Knopfdruck mit Aufgaben, für die erst dann der jeweilige Countdown startet.
Neben den üblichen Missionszielen wie Buchstabensammeln oder High-Score-Jagd verlangen die Auftraggeber in den neun erstklassigen Levels amüsante und mitunter bizarre Sachen. Einige Beispiele: Im Zoo müssen Sie Pinguine fangen, Nilpferde füttern und einen ausgebüchsten Löwen zurück in den Käfig locken. In Alcatraz schubst Ihr Skater 30 Touristen ins Wasser und springt über einen fahrenden Bulldozer. Auf dem Jahrmarkt sammeln Sie Erinnerungsfotos und sollen eine komplette Achterbahn »grinden«.