Tropico 3 im Test | Seite 4
Gelungenes Comeback eines Aufbau-Klassikers
Die Neuerungen
Die anderen beiden wirklich bemerkenswerten Neuerungen von Tropico 3 funktionieren glücklicherweise besser. So dürfen Sie nun vor jeder Wahl aus Textbausteinen eine Rede entwerfen, mit spürbaren Auswirkungen auf die politischen Fraktionen. Wer seinen Soldaten zum Beispiel bessere Unterkünfte verspricht, darf sich über einen Beliebtheitsbonus bei den Nationalisten freuen -- freilich nur, wenn die Kaserne pünktlich fertig wird. So setzen Sie sich selbst Ihre nächsten Ziele.
Unsere Bürger demonstrieren. Woran das liegt, finden wir nur beim Blick in die Statistiken heraus.
Ebenfalls gelungen: Vor jeder Partie wählen Sie entweder eine historische Persönlichkeit wie Evita Peron oder Fidel Castro, alternativ können Sie Ihren Präsidenten aber auch selbst zusammenbasteln. Vom Piraten mit Pfeife bis zum Che-Guevara-Gedächtnis-Look ist alles möglich. Ihr Alter Ego dürfen Sie dann während des Spiels als einzige Einheit direkt steuern. Was anfangs wie ein netter, aber belangloser Gag wirkt, kann tatsächlich die politische Karriere retten. Ein Bauvorhaben geht zu langsam voran? Einfach El Presidente vor Ort ein paar motivierende Worte brüllen lassen! Ein Demonstrant wiegelt auf dem Marktplatz die Massen auf? Ein persönliches Gespräch mit dem Staatsoberhaupt stellt ihn blitzschnell wieder ruhig. Auch das mag wie so vieles in Tropico 3 nicht politisch korrekt sein. Aber es ist definitiv sehr unterhaltsam.
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