Zum Thema » Two Worlds 2 - Test » Fallout: New Vegas - Test » Arcania: Gothic 4 - Test Two Worlds 2 ab 0,80 € bei Amazon.de Two Worlds II für 15,99 € bei GamesPlanet.com Egal ob als Weihnachtsgeschenk, für sich selbst oder zum Geburtstag: Für die meisten passionierten Spieler stellt ein gelungenes Rollenspiel den Höhepunkt des Spiele-Jahres dar.

Kaum ein anderes Genre bindet seine Nutzer emotional und zeitlich so sehr an sich, erzählt dabei fesselnde, skurrile oder witzige Geschichten und lässt genügend Freiraum für unterschiedliche Spielertypen (vom Actionfreund über den Taktik-Tüftler bis zum Schleicher und Überredungskünstler).

Mit den aktuellen Titeln Arcania: Gothic 4, Fallout: New Vegasund Two Worlds 2ist die Auswahl in diesem Vorweihnachtsgeschäft ansehnlich. Wir vergleichen die drei Spiele anhand der wichtigsten Kriterien für ein Rollenspiel miteinander.

Rollenspiel-Vergleich 2010 :

Die Spielwelt

Arcania: Wir starten auf der beschaulichen Insel Feshyr und reisen anschließend auf die große Hauptinsel Argaan. Die eindrucksvolle Weitsicht von Arcania zeigt zum Teil malerische Landschaften. Küstenstreifen, die eine sturmumtobte Festung an ihrem Ende in einen ergrauten Himmel heben, eine befremdliche Baumstadt, welche tief in einem dunklen Sumpf verborgen liegt, und Dschungelwälder, die über antike Tempelruinen wachsen, zeugen von einer vielseitigen Spielwelt. Als einziges der drei Rollenspiele verfügt Arcania über einen dynamischen Wetterwechsel, der auch mal für kräftige Regenschauer sorgt. Die unterirdischen Areale sind ebenso wie bei den beiden Konkurrenten eher generisch und detailarm. In Arcania dürfen wir nicht alle Gebiete von Spielbeginn an betreten. Das Tor zum nächsten Areal öffnet sich erst, wenn wir alle Hauptaufgaben in einem Gebiet abgeschlossen haben. Von der Grafik her ist Gothic 4 der schönste der drei Titel, hat aber ebenso wie seine Konkurrenz mit staksigen Animationen zu kämpfen

Rollenspiel-Vergleich 2010 : Arcania: Gothic 4: Von allen drei Titeln bietet Arcania die schönste Grafik, was aber nicht heißt, dass das auf dem PC machbare Maximum ausgereizt wird.

Die Spielwelt: Arcania
Arcania: Gothic 4: Von allen drei Titeln bietet Arcania die schönste Grafik, was aber nicht heißt, dass das auf dem PC machbare Maximum ausgereizt wird.

Fallout: New Vegas: Im Wüstenstaat Nevada reisen wir durch das Mojave-Ödland und verzocken hart verdiente Kronkorken in der Hauptmetropole von New Vegas. Dabei überzeugt New Vegas durch eine atemberaubende und riesige Spielwelt, die mit einem nahezu verschwenderischen Übermaß an Atmosphäre, Liebe zum Detail und sozialkritischen Anspielungen voll gestopft ist. Trotzdem wirkt das Spiel technisch veraltet: Die alte Fallout 3-Engine (die wiederum auf dem über vier Jahre alten Titel Oblivionberuht) fällt gegenüber der Konkurrenz mit schwachen Texturen, Clippings (Figuren verschwinden etwa halb in Objekten) und Panorama-Pop-ups etwas ab. Auch ist das Ödland (wie der Name schon sagt) ein äußerst trostloser und öder Ort. Karge Wüste und Felsen soweit das Auge blickt. Nicht-Endzeit-Liebhaber werden mit der an sich grandiosen postapokalyptischen Atmosphäre daher wenig anfangen können. Dazu kommen wenig einfallsreiche Dungeons und Innenräume.

Two Worlds 2: In Two Worlds 2 führt uns das Abenteuer über mehrere Inselkontinente, von denen jeder über eine eigene Kultur sowie Flora und Fauna verfügt. Die Tutorial-Insel besitzt antike Ruinen in einem mitteleuropäisch gemäßigten Klima. Danach verschlägt es uns auf einen orientalischen (Fels-)Wüsten- und Savannenkontinent, ehe wir ins fernöstlich orientierte New Ashos gelangen, das von einem tropischen Dschungel umgeben ist. Die weitere Reise führt uns über ein verfluchtes und düsteres Land in eine morbide Sumpflandschaft. Zum Finale geht es schließlich in den imposanten Palast des Tyrannen Gandohar. Von der landschaftlichen Abwechslung her ist Two Worlds 2 der variantenreichste der drei Titel. Allerdings ist das technische Gerüst dahinter nicht mehr taufrisch, und auch innerhalb der einzelnen Grafiksets fehlt es vor allem an innovativer Innen- und Landschaftsarchitektur. Viele Stellen (vor allem in Dungeons) wirken generisch. Zudem erweckt die Spielkarte einen deutlich größeren Eindruck von der Welt, als wir tatsächlich betreten können. Viele Gebiete sind lediglich Ozean oder dem Mehrspieler-Teil vorbehalten.