Zum Thema Tyranny ab 33,04 € bei Amazon.de Tyranny - Commander Edition für 35,99 € bei GamesPlanet.com In unserem Test zum Rollenspiel Tyranny war Martin Deppe begeistert und schrieb: »Mit Tyranny liefert Obisidian ein weiteres Rollenspiel-Meisterwerk, das in Sachen Entscheidungsfreiheit selbst ein The Witcher 3 hinter sich lässt.«. Verkauft hat sich das Rollenspiel jedoch angeblich nicht besonders gut, wenn man den aktuellen Aussagen des Publishers Paradox Interactive zuhört, die im Rahmen der Paradox Con in Stockholm geäußert wurden.

»Tyranny hat sich ganz ok geschlagen«, sagte dort der Firmenchef Fred Wester und wird von seinem Kollegen Shams Jorjani aus dem Bereich des Business Development mit den Worten ergänzt:

Insgesamt sind wir ganz zufrieden damit, denke ich. Aber trotzdem hoffte jeder darauf, dass es sich besser verkaufen würde.

Man rechne nun damit, dass sich das Spiel im sogenannten »Long Tail«, also auf lange Sicht hin noch gut verkaufen wird. Die ursprünglichen Erwartungshaltungen und geschätzten Verkaufszahlen wurden aber nicht erreicht, bestätigte der Publisher. Es ist aber klar zu erkennen, dass sich noch viele Spieler für dieses Spiel interessieren würden und es auf ihrer Whishlist auf Steam haben – also quasi nur auf den richtigen Moment oder Sale warten würden. »Vielleicht sind viele auch einfach noch nicht mit Pillars of Eternity durch und warten deswegen noch ab«, scherzt Jorjani und hat damit wahrscheinlich noch nicht einmal so unrecht.

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Auf die Frage warum sich Tyranny nicht besser verkauft habe, führt Wester das hart umkämpfte Launchfenster im November des letzten Jahres an. Tyranny erschien parallel zu Watch Dogs 2 und ähnlichen großen Blockbustern. Auch sieht er im Nachgang betrachtet eine Übersättigung an klassischen Rollenspielen im Stile der 90er Jahre durch den großen Erfolg vieler Kickstarterprojekte.

Weitere Zusammenarbeit mit Obsidian

Er lobt Obsidian für ihre Arbeit und die Art, wie sie es geschafft haben, die Nostalgiewelle für diese Art von Spielen wie Pillars of Eternity erneut anzukurbeln. Er betont aber auch, dass ähnliche Titel wie Wasteland, Torment und Co. alle nicht den selben Erfolg einfahren konnten. Diese Spiele hätten zwar eine klare Zielgruppe und einen Markt, aber der Höhepunkt dieser Nische sei bereits erreicht und kehre nicht so schnell wieder.

Obsidian did a great job of capitalising on the timing of Kickstarter and the wave of nostalgia for these type of titles. We've seen that most of the titles after Pillars of Eternity, if you look at Wasteland, Torment - they haven't been anywhere near that kind of success. So maybe it's that a lot of nostalgia fed into the initial bubble and that's why. These games have a market, but it's never gonna be that peak [again]

Man werde trotzdem weiterhin eng mit Obsidian zusammenarbeiten, betont Wesker, solange es zum Publisher und seiner Größe passen würde. Auch Addons zu Tyranny stehen in der Überlegung - vielleicht würden diese helfen, die Bekanntheit des etwas ungewöhnlichen Rollenspiels zu steigern. Das Spiel sei auf alle Fälle darauf ausgelegt, dass man in der Welt weitere Geschichten erzählen kann. In der »nahen Zukunft« könnte es dazu bereits ein paar Neuigkeiten geben, teasert Jorjani an. Wir sind gespannt.

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Tyranny
Die sehr taktischen Kämpfe lassen sich jederzeit pausieren, um Befehle zu geben. Auf Wunsch halten sie auch automatisch an, etwa wenn eine Waffe keinen Schaden anrichtet. In Bewegung sieht Tyranny wegen seiner sehr guten Animationen übrigens deutlich besser aus als auf Screenshots.