Große Gelegenheiten

Trotz der Balanceprobleme machen die großen Schlachten durch das Sammeln von Erfahrung für unsere Ausrüstung und das präzise Kampfsystem viel Spaß. Allerdings bleiben viele Chancen des Mittelalterszenarios ungenutzt. So gibt es nur zwei Spielmodi auf insgesamt sieben Karten, das Battlefield-ähnliche »Eroberung« und einfaches Team-Deathmatch – Belagerungsschlachten wie im Multiplayer-Modus von Mount & Blade gibt es nicht, und die wenigen Karten kennen wir nach kurzer Zeit in- und auswendig.

War of the Roses : Wenn wir am Boden liegen und der Gegner den Dolch zückt, bedeutet das den Tod für uns und wertvolle Erfahrungspunkte für ihn. Wenn wir am Boden liegen und der Gegner den Dolch zückt, bedeutet das den Tod für uns und wertvolle Erfahrungspunkte für ihn.

Ein gut funktionierendes Spielelement ist dagegen die Charakteranpassung. Schon vor dem eigentlichen Spielstart erstellen wir unser eigenes Wappen, und nach jeder Schlacht feilen wir minutenlang an unseren Fertigkeiten und Items. Mit den Erfahrungspunkten, die wir zuvor durch Eroberungen oder Wiederbelebungen gesammelt haben, schalten wir sowohl Waffen und Rüstungen, als auch neue Charakterfähigkeiten für den Kampf frei. Legen wir uns also bessere Talente wie den Schildschlag oder schnelleres Wiederbeleben zu oder kaufen wir härteren Stahl für unser nagelneues Langschwert?

Der Feinschliff, mit dem sich die Waffen aufpolieren lassen, ist auch für War of the Roses noch nötig, damit die interessanten Ideen wie das Kampfsystem nicht unter schlechter Balance und mangelnder Abwechslung begraben werden. Die Entwickler haben bereits angekündigt, neben Patches auch monatlich neue Inhalte zu liefern.

War of the Roses - Screenshots aus dem Update »Winter has arrived«