World of Warcraft: Legion :

Zum Thema » Blizzcon 2015: Übersicht Alles zu Starcraft, Diablo & Overwatch » Neue Details zu Legion Neue Gebiete und Druiden-Formen WoW: Legion ab 35,95 € bei Amazon.de Bis WoW-Spieler die neue Dämonenjäger-Klasse endlich spielen können, wird es noch eine Weile dauern: World of Warcraft: Legion soll im Sommer 2016 erscheinen und hetzt die Brennende Legion ein weiteres Mal auf die Bewohner von Azeroth. Wir konnten auf der BlizzCon den Dämonenjäger bereits in einer Demo-Version anspielen und fassen unsere Eindrücke zusammen.

Zunächst sei jedoch gesagt, dass wir ausschließlich die Einführung des Dämonenjägers ausprobieren konnten, die zudem noch Alpha-Status hat und entsprechend unfertig ist. Skills, Cooldowns, Schaden und alles andere sind »work in progress«, also noch nicht final - daher nennen wir auch keinerlei konkrete Zahlenwerte.

Die Rolle als Dämonenjäger der Illidari (die Anhängerschaft von Illidan in der Scherbenwelt) ist ausschließlich Nacht- und Blutelfen vorbehalten und beginnt mit Level 98, die Levelobergrenze hebt Legion auf 110. Bevor wir loslegen, passen wir unseren neuen Helden an. Dabei wählen wir unter anderem verschiedene Hörner und Tattoos aus und passen die Hautfarbe unseren Wünschen an. Da die Dämonenjäger von Haus aus blind sind (sie tauschen in der Warcraft-Geschichte ihre Sehkraft gegen Spektralsicht), darf man außerdem zwischen mehreren Augenbinden wählen, die wir zudem noch bemalen können – eine nette Idee.

Los geht's anschließend im Startgebiet auf Mardum, der Dämonen-Welt von Sargeras, einer höllenartigen und in stilecht grünes Licht getauchten Einöde. Vom Ablauf her erinnert der Spielstart stark an die Einführung des Todesritters in Wrath of the Lich King: Stückweise treiben wir mit dem Absolvieren der Quests die Story voran, während neue Fähigkeiten nach und nach eingeführt werden, bis schließlich unser Skillset komplett ist.

Allerdings gibt es bei den Dialogen eine Neuerung: Bei Gesprächen wird jetzt in einem kleinen Fenster ein animiertes Porträt samt Text angezeigt, ähnlich wie in Warcraft 3. Blizzard scheint bei Legion generell einen größeren Wert auf das Storytelling zu legen: Im Q&A-Panel bestätigten die Entwickler, dass Legion über mehr eingesprochene Textzeilen verfügen wird als jedes vorherige Addon - so bekommen z.B. auch weniger wichtige NPCs jetzt eine eigene Stimme mit kleinen individuellen Sprechrollen.

World of Warcraft: Legion

Der Dämonenjäger selbst fällt vor allem durch seine außerordentliche Mobilität auf: Per Doppelsprung erreichen wir hohe Bereiche, unsere Flügel ermöglichen ein kurzfristiges Gleiten und mit der Dash-Fähigkeit Fel Rush stürmen wir blitzschnell nach vorn. Da all diese Skills eine sehr niedrige Abklingzeit haben, spielt sich der Dämonenjäger insgesamt sogar noch schneller als die Mönch-Klasse.

Executive Producer J. Allen Brack bestätigt im Interview: »Wir haben den Dämonenjäger als die mobilste Klasse des Spiels entworfen, seine Skills machen ihn extrem agil im Kampf«. Ebenfalls interessant ist die Passiv-Fähigkeit Shattered Souls: Jeder getötete Gegner lässt einen Orb zurück, der Erfahrungspunkte und Heilung bereithält - war der Gegner aber ein Dämon, erhalten wir zusätzlich einen Schadens-Buff. Wer Kills schnell aneinanderreiht, wird so sukzessive zur unaufhaltbaren Kampfmaschine.

Daneben gibt es noch die eingangs erwähnte Spectral Sight, eine Art Röntgensicht, die uns durch Wände sehen und sogar unsichtbare Widersacher aufspüren lässt. Allerdings büßen wir dabei viel von unserer Bewegungsgeschwindigkeit ein – eine potenziell spannende Mechanik fürs PvP. Für Spezialfähigkeiten verwendet der Dämonenjäger kein Mana, sonder Wut, die sich durch die Nutzung von bestimmten Skills aufbauen und verbrauchen lässt. So verursacht Demon's Bite moderaten Schaden und baut Wut auf, Chaos Strike verbaucht einen Anteil der Ressource und richtet enormen Schaden an. Eine automatische Regeneration gibt es nicht, enstpechend clever müssen wir mit unserer Wut haushalten. Bei den Talentspezifikationen schlägt der Charakter schließlich entweder die Karriere als reiner Damage Dealer (»Verwüstung«, zu der auch Chaos Strike gehört) oder als Tank (»Rachsucht«) ein.

Da der Umfang der Anspiel-Phase sehr begrenzt war, lässt sich das volle Potenzial des Dämonenjägers natürlich noch nicht abschließend einschätzen, vor allem im Hinblick auf Raids und PvP. Trotzdem: Die vielen und vor allem vielseitigen Movement-Optionen machen den Demon Hunter schon jetzt zu einer interessanten und abwechslungsreichen Klasse.