World of Warcraft - PC

Online-Rollenspiel  |  Release: 11. Februar 2005  |   Publisher: Blizzard Entertainment
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Report: Das WoW-Monopol | Seite 7

Woher kommt die Vormachtstellung im MMO-Genre?

GTA Online?

Das WoW-Monopol : Star Trek Online: Das kommende Online-Rollenspiel will klassisches »Grinden« und Aufleveln vermeiden. Star Trek Online: Das kommende Online-Rollenspiel will klassisches »Grinden« und Aufleveln vermeiden. Wer Grand Theft Auto 4 im PC-Multiplayer-Modus mit 31 anderen Menschen spielt, fragt sich unweigerlich, wann Rockstar Games den logischen Schritt zur persistenten Welt gehen und ihre Erfolgsserie zum Online-Spiel erweitern wird. Der Kopf hinter dem allerersten GTA (und Klassikern wie Lemmings) arbeitet schon seit geraumer Zeit genau daran: Dave Jones ist ein erklärter Gegner des Level-Grindings à la World of Waraft (»76 Stunden, alle 16 Sekunden ein Kill, schon habe ich die 4.084.700 Erfahrungspunkte für Level 60«) und will auf solche typischen Elemente in seinem All Points Bulletin verzichten. Wer den wahren Massenmarkt erreichen wolle, so argumentiert er, der müsse den Spielern Dinge geben, die sie aus der echten Welt kennen. Und das seien eben Sneakers statt »Stiefel der Geschwindigkeit« und eine Maschinenpistole statt eines »Bogen des Wächters +1«.

Im Online-Action-Rollenspiel All Points Bulletin treten Gesetzeshüter und Gangster in immer neuen, dynamisch generierten Aufträgen gegeneinander an und hetzen sich in GTA-Manier kreuz und quer durch eine moderne Großstadt. Und dann gibt es da noch Blizzard selbst: Die geschäftstüchtigen Spielerversteher aus Kalifornien denken zu langfristig, um nicht schon längst an einem zweiten Online-Rollenspiel zu basteln, zumindest konzeptionell. Während der Games Convention 2008 orakelte der Blizzard-Vize Frank Pearce: »Irgendwann wird etwas kommen, das World of Warcraft schlagen wird. Und selbstverständlich würden wir es vorziehen, wenn dieses Spiel von uns stammt statt von einer anderen Firma.«

Die Zukunft

Das WoW-Monopol : Hofft auf einen MMO-Thronfolger aus den eigenen Reihen: Frank Pearce von Blizzard. Hofft auf einen MMO-Thronfolger aus den eigenen Reihen: Frank Pearce von Blizzard. Bis die Warcraft-Manie merklich zurückgeht, dürften noch Jahre vergehen. Entscheidungen wie jetzt bei Wrath of the Lich King, praktisch jedermann die Teilnahme an hochstufigen Raids oder den Erfolg gegen schwere Endgegner zu gönnen, könnten zwar die Beliebtheit bei den alten Fans sehr schnell zunichte machen. Doch bevor nicht eine bessere Alternative mit ähnlicher Einstiegsfreundlichkeit da ist, braucht sich Blizzard kaum größere Sorgen zu machen.

Der Schritt hin zu größerer Gelegenheitsspieler- Tauglichkeit dürfte sowieso kein zufälliger sein: Die eigentliche Bedrohung für die Vormacht von Blizzard kommt nicht von den Vollpreis-Konkurrenten, sondern von kostenlosen Browser-Programmen Marke Maple Story. Deren Top-Vertreter haben bereits jetzt mehr Spieler und eine noch deutlich geringere Einstiegshürde als World of Warcraft. Andererseits: Auf absehbare Zeit wird keines von diesen Casual-Browserspielen die Warcraft’schen Umsatzregionen erreichen, und damit auch keine vergleichbare Quantität und Qualität bei den spielerischen Inhalten.

Trotz aller Versuche: Bisher hat kein Konkurrenzspiel eine Formel gefunden, um World of Warcraft zu schlagen. Sobald das passiert, wird man das auch relativ schnell in den Abozahlen sehen können. Eine Ausnahmestellung wie die von World of Warcraft aber wird es – ebenso wie die langjährige Marktdominanz der Playstation 2 im Konsolenbereich – kaum ein zweites Mal geben. Die heute weltweit rund 15 Millionen Abonnenten von »Vollpreis- Online-Spielen« westlicher Prägung, die in einigen Jahren auf 25 Millionen anwachsen könnten, dürften sich dann schlicht auf mehrere Top-Titel und ein größeres Mittelfeld verteilen. Aus einem Pionier-Genre wird damit dann ein ganz normales. Welches Spiel es sein wird, das WoW irgendwann entthront, das ist eine der spannendsten Fragen der kommenden Jahre.

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Avatar Kruemelmo
Kruemelmo
#1 | 11. Feb 2009, 13:32
Cryptic wurde nicht von Eidos gekauft sondern von Atari
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Avatar Ayur
Ayur
#2 | 11. Feb 2009, 13:36
Zitat von gamestar.de:

So kann man argumentieren, dass Age of Conan und Warhammer Online durch ihre Automaps zu einfach geworden sind: Statt andere Spieler nach dem Aufenthaltsort einer Zielperson befragen zu müssen, kann man wie in einem Solospiel einfach punktgenau dem »Radar« folgen.


Naja, also teilweise war das bei WoW schon ziemlich nervig, wenn im Questtext absolut nichts über den Aufenthaltsort drin stand, oder man die Quest eine Zeit lang nur im Log gelassen hat und dann nicht mehr weiß, wo man sie abgibt usw, da ist das per Radar schon nicht schlecht - vor allem, wenn man bedenkt, dass wahrscheinlich 90% der Leute die Quest annehmen, dann im Netz schauen, zu welchen Koordinaten sie laufen müssen, hinrennen und die Quest kurz machen, die Quest schon auswendig kennen oder von jmd gezogen werden...
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Avatar Kailondro
Kailondro
#3 | 11. Feb 2009, 13:37
Warum WoW an der Spitze ist und zu 100% auch immer dort bleiben wird, liegt einfach an der langlebigkeit eines Onlinegames bzw auch mit den Spielern selbst...

Onlinegames waren früher ein absolutes Nischenprodukt und sie wurden quasi erst bekannt als World of Warcraft die Werbetrommel geschwungen hat, etwas, was niemand anderes vorher tat... dazu zum 1. mal ein "echter" Name und alle sind drauf gesprungen.
Nun hat es einen echten Trend ausgelöst und alle sind drauf gesprungen weil es eben Freunde und Bekannte gespielt haben und so haben sie die Massen gebildet, weil es quasi keine Konkurrenz gab... wie oben gesagt, wie sollte es auch wenn heutzutage Leute imemrnoch meinen Wow wäre das erste MMORPG überhaupt gewesen...

Nun kommt es zu der Langlebigkeit die diese Spiele haben... 3+ Jahre alte Charactere ? keine Seltenheit, vermutlich haben diese Chars sogar alles erreicht, aber sie spielen es trotzdem weiter weil sie eben soviel Zeit und Geld reingesteckt haben und es wird schon jetzt vorhergesagt das ihr jetziges onlinegame vermutlich das Letzte sein wird, einfach weil man sich nicht vorstellen kann nochmal von 0, ohne Bekannte, ohne Ahnung oder ohne Reichtum neu zu beginnen... Ausnahmen bestätigen die Regel natürlich...

Dazu kommt das WoW villeicht nichts Besonderes bietet und wirklich pure Massenware ist, ABER, es ist nahezu fehlerfrei, ausgereift und man macht quasi alles was man bietet auch 100% richtig... es hat gedauert, aber so ist es in diesem Status nunmal...
Und auch das ist ein weiterer Punkt an dem sich keine neuen Onlinegames messen lassen, sie sind, genauso wie WoW WAR, eben verbuggt und unausgereift... völlig normal für ein MMORPG... aber es gibt nur wenige Spiele die so denken und eben dann bei ihrem "ausgereiften" Produkt bleiben... Dazu die anderen Punkte das man sowieso nicht wirklich weg will, wen wundert es dann da noch bitte das neue MMORPGS kaum Spieler haben ?

WoW wird irgendwann nur von WoW2 an den Zahlen halbwegs ranreichen können, aber sicherlich nicht übertrumpfen... dafür sind die Spieler einfach zu "satt" von diesem Genre...
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Avatar NxGRaziel
NxGRaziel
#4 | 11. Feb 2009, 13:46
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Avatar Dwarf Vader
Dwarf Vader
#5 | 11. Feb 2009, 13:47
Wo bleiben die "Mimimimi! Wozu kauf ich eigentlich das Heft?"-Schreier?

BTT: Der Artikel ist wirklich ausgezeichnet und legt die Probleme meiner Meinung nach sehr gut dar. Ich habe aber noch eine eigene Theorie, wieso es so schwer ist, eine wirkliche Nummer zwei zu etablieren.

WoW war ja nicht von Anfang an perfekt. Der Spielfluss und alles hat schon gestimmt, aber es gab noch genug Ecken und Kanten, z.B. Schwächen im Balancing. Das Spiel wurde erst durch unzählige Patches glattgeschliffen, bis es in dem Stadium war in dem wir es heute kennen.

Von neuen Online-Spielen wird hingegen erwartet, dass sie von anfang an so perfekt sind wie WoW heute, was man allerdings einfach nicht so umsetzen kann. Vor allem ein so großes Projekt wie ein MMO muss meiner Meinung nach erst in weit größeren Dimensionen zeigen, wo seine Schwächen liegen als in einem Betatest. Ich bin überzeugt dass Spiele wie Warhammer Online - und sogar Age of Conan - das Potential haben, qualitativ an WoW heran zu reichen, wenn man ihnen nur Zeit geben würde.

Das Problem ist, dass der Hype dann schon längst abgeflaut und die ersten Spieler, die den Himmel auf Erden erwartet haben schon wieder verschwunden sind.
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Avatar P@triot
P@triot
#6 | 11. Feb 2009, 13:48
WoW kann sich nur selbst schlagen. Entweder mit einem Nachfolger oder mit Misswirtschaft seitens Blizzard (Wotlk ist ja schon mal ein Anfang).

Die Gründe sind gut zusammengetragen. Es ist eben wirklich so jedes MMO hat Fehler und Bugs am Anfang. Auch WoW hatte eine elendslange Liste von Problemen (kann mich noch errinnern wie am WE immer die Server abgestürzt sind).
Nur nach mehr als 4 Jahren sind alle Fehler beseitigt und die Fanbase ist so massiv, dass es einfach schwer ist so etwas allzu schnell wieder zu verlieren.

Wie gesagt Blizzard kann sich kurzfristig bis mittelfristig nur selbst entthronen.
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Avatar BigBamDaddy
BigBamDaddy
#7 | 11. Feb 2009, 13:58
Guter Artikel, fasst alles ausführlich zusammen.

Der Hauptgrund warum alle MMOs seit WoW floppen bzw. relativ wenige Abonnenten besitzen liegt für mich vor allem an der Nähe zu WoW.

Man schaue sich HDRO an: Das Spiel ist wie WoW. Vergleicht man einfach mal die ersten paar Level, dann kann man beide Spiele nur von der Optik unterscheiden. Interface, Steuerung, Spielprinzip.. alles funktioniert sehr ähnlich.

Gleiches gilt für WAR. Auch wenn man hier den Fokus auf PvP legt, grundsätzlich spielt es sich gleich und die meisten Features ähneln sich sehr.

WoW ist nunmal Marktführer, ist seit 4 Jahren draußen, hat 2 Addons und somit eine unschlagbare Größe und Vielfalt. Ein neues Produkt kann damit niemals konkurrieren.

Was Entwickler insbesondere Bedenken müssen ist dei Sicht des Spielers.
Wähle ich ein neues MMO, welches 1, 2 Dinge anders Macht als WoW, ein neues Setting besitzt, ansonsten sich aber sehr ähnlich spielt, kleiner, unbalanceter und insgesamt unfertiger ist ... oder spiele ich den Marktführer, ein Spiel welches 11,5 Mio. Spieler begeistert und so unglaublich Content bietet? Die Wahl ist nicht schwer.

Ein neues Spiel muss also weg von WoW und seinen Spielmechanismen.
SW:TOR, Star Trek Online und Stargate Universe haben schonmal den Vorteil, dass sie das SciFi-Genre verwenden und somit auch einen anderen Kundenkreis ansprechen, welchen WoW nicht bedienen kann.
Jetzt darf man aber spielerisch nicht das bieten was WoW bietet, sondern ganz neue Wege gehen. Es darf kein Level-Gegrinde geben, keine unzähligen Textquests, kein Instanzenfarming und bitte auch keine Battlegrounds.
Vor allem in puncto Berufssystem, von Spielern erschaffener Content und allgemein End-Game-Content kann so viel anders und besser machen als in WoW.

Hoffentlich halten sich die Entwickler dran und denken sich nicht bloß "Was der Marktführer macht funktioniert, also muss eine gute Kopie auch funktionieren.". Dass dem eben nicht so ist hat die Vergangenheit gezeigt.
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Avatar Cherti
Cherti
#8 | 11. Feb 2009, 13:59
anzahl der spieler + gewohnheit + faulheit (neu anzufangen) + bekanntheit / gemeinschaftsgefühl + "gruppenzwang" -> selbstläufer.

kleines beispiel?

n typ hat von wow die nase voll, kauft sich W.A.R., hat riesen spass dran und stellt so langsam fest "hm, nur blöd wegen den gildenkollegen, die blieben in wow".... nach ner weile, verliert W.A.R. an reiz, gleichzeitig gewinnt wow wieder an interesse... man tut sichs nochmal an obwohl man genau wei, spätestens in 2 monaten is eh wieder öde. aber dafür is lustig im teamspeak und im gildenchannel und man findet sich damit ab.... ^^

oder man erhofft sich was neues aufzubauen, ne neue gilde mit anderen lustigen leuten zu finden.... und entweder es klappt erst garnich, oder die verabschieden sich ihrerseits aus oben genanntem grund wieder und kehren ihrerseits in die alte gilde zurück...

wie mans auch dreht und wendet, für mich steht eines jedenfalls fest.... das spiel..... ist nicht der grund ;)
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Avatar Kuchengott
Kuchengott
#9 | 11. Feb 2009, 14:12
Ich würde mal sagen, dass WoW ganz einfach die ersten am MMO-Buffet waren und somit die Chance hatten, in einer relativ konkurrenzlosen Phase die Spieler an sich zu binden.
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Avatar GothofCookie
GothofCookie
#10 | 11. Feb 2009, 14:12
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Details zu World of Warcraft

Plattform: PC
Genre Rollenspiel
Untergenre: Online-Rollenspiel
Release D: 11. Februar 2005
Publisher: Blizzard Entertainment
Entwickler: Blizzard Entertainment
Webseite: http://www.wow-europe.com
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
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